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	<title>musik und markt Archive &#8211; SystMus</title>
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	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 08 Apr 2024 14:57:02 +0000</lastBuildDate>
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	<title>musik und markt Archive &#8211; SystMus</title>
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	<item>
		<title>Musik im Kaufhaus: Wie sie Ihr Kaufverhalten beeinflusst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Melissa Steinbarth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Apr 2024 07:56:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[musik und markt]]></category>
		<category><![CDATA[musikpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Musik im Kaufhaus zu spielen, ist eine beliebte Taktik des Einzelhandels, um das Einkaufserlebnis ihrer Kund&#8217;innen zu optimieren. Die Vorstellung, dass die Atmosphäre das Verbraucherverhalten beeinflusst, ist in der Marketingliteratur weit verbreitet. Ob der gezielte Einsatz von Musik im Kaufhaus... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-im-kaufhaus-wie-sie-ihr-kaufverhalten-beeinflusst/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Musik im Kaufhaus zu spielen, ist eine beliebte Taktik des Einzelhandels, um das Einkaufserlebnis ihrer Kund&#8217;innen zu optimieren. Die Vorstellung, dass die Atmosphäre das Verbraucherverhalten beeinflusst, ist in der Marketingliteratur weit verbreitet. Ob der gezielte Einsatz von Musik im Kaufhaus tatsächlich Ihre Kaufentscheidung beeinflusst und den Umsatz steigert, erfahren Sie hier.</p>
<div id="attachment_3556" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-scaled.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3556" class="wp-image-3556 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-300x169.jpg" alt="Musik im Kaufhaus: Was bewirkt sie wirklich?" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Wirkung-600x337.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3556" class="wp-caption-text">Musik im Kaufhaus: Was bewirkt sie wirklich? Foto: Mehmet Eratilgan (Pexels)</p></div>
<h2 style="text-align: left;">Musik als Marketinginstrument</h2>
<p>Musik ist ein äußerst wirkungsvolles Mittel, um Emotionen zu wecken und eine Verbindung zu Verbraucher&#8217;innen herzustellen. Neben der Verwendung von Musik im Kaufhaus wird sie bereits in vielfältiger Weise als Marketinginstrument eingesetzt, um Marken, Produkte und Unternehmen zu bewerben:</p>
<ul>
<li><strong>Kooperationen mit Künstler&#8217;innen</strong>: Unternehmen arbeiten mit bekannten Künstler&#8217;innen oder Bands zusammen, um für ihre Produkte oder Marken zu werben.</li>
<li><strong>Musik auf Social-Media</strong>: Im Online-Marketing und auf Social-Media-Plattformen wird Musik in Videos, Anzeigen und Livestreams eingesetzt, damit sich Nutzer&#8217;innen mehr damit befassen.</li>
<li><strong>Live-Musik und Konzerte</strong>: Um neue Kund&#8217;innen zu gewinnen und eine positive Verbindung zur Marke herzustellen, organisieren Unternehmen häufig Live-Musikveranstaltungen, Konzerte oder Festivals.</li>
<li><strong>Jingles und Werbemusik</strong>: Firmen und Marken komponieren oder lizenzieren Jingles und Werbesongs, um Markenbotschaften zu transportieren und eine emotionale Bindung zum Publikum aufzubauen.</li>
<li><strong>Produktplatzierungen</strong>: Um die Zielgruppe zu erreichen und die Markenpräsenz zu erhöhen, werden Produkte unter anderem in Musikvideos platziert.</li>
</ul>
<h2>Eigenschaften von Musik im Kaufhaus</h2>
<p>Musik kann bei Verbraucher&#8217;innen komplexe affektive und verhaltensbezogene Reaktionen hervorrufen. Bruner (1990) geht davon aus, dass jede Musikkomposition aus mindestens drei Hauptdimensionen besteht:</p>
<ol>
<li><strong>Physische </strong>Dimension (Lautstärke, Tonhöhe, Tempo, Rhythmus etc.)</li>
<li><strong>Emotionale </strong>Dimension</li>
<li><strong>Präferentielle </strong>Dimension (Inwieweit die Musik gefällt)</li>
</ol>
<p>Insgesamt sind die Eigenschaften von Musik im Kaufhaus darauf ausgerichtet, eine angenehme und entspannte Atmosphäre zu schaffen, die das Einkaufserlebnis der Kund&#8217;innen positiv beeinflusst und sie dazu ermutigt, länger im Geschäft zu verweilen und mehr einzukaufen. Musik im Kaufhaus hat dementsprechend in der Regel folgende Merkmale:</p>
<div id="attachment_3558" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3558" class="size-medium wp-image-3558" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-300x169.jpg" alt="Führt Musik im Kaufhaus dazu, dass mehr gekauft wird?" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musik-im-Kaufhaus_Kaufverhalten-600x338.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3558" class="wp-caption-text">Führt Musik im Kaufhaus dazu, dass mehr gekauft wird? Foto: energepic.com (Pexels)</p></div>
<ul>
<li>Angenehmes Tempo und Rhythmus</li>
<li>Vielseitigkeit</li>
<li>Entspannende Melodien</li>
<li>Neutralität</li>
<li>Geringe Lautstärke</li>
<li>Konsistenz</li>
</ul>
<h2></h2>
<h2></h2>
<h2>Forschung zu Musik im Kaufhaus</h2>
<p>Der Einfluss von Musik auf die Emotionen und das Kaufverhalten von Konsument&#8217;innen hat in der Marktforschung schon immer große Beachtung gefunden. Zahlreiche Studien haben empirische Beweise dafür geliefert, dass Musik das Konsumentenverhalten im Einzelhandel in vielerlei Hinsicht beeinflussen kann:</p>
<ul>
<li><strong>Gorn (1982)</strong> konnte in einem Experiment nachweisen, dass die Musikpräferenz das Produkt-Auswahlverhalten prägt. Er präsentierte seinen Versuchspersonen zwei Stifte entweder mit beliebter Musik (aus dem Film Grease) oder unbeliebter Musik (klassischer indischer Musik). Als Belohnung für die Teilnahme durften die Befragten einen Stift behalten. <em>79</em> % behielten den Stift, der mit populärer Musik gekoppelt war.</li>
<li><strong>Milliman (1982, 1986)</strong> führte zwei getrennte Experimente mit langsamer Musik in einem Supermarkt und einem Restaurant durch. In der ersten Studie (1982) blieben Käufer&#8217;innen bei langsamer Musik länger und gaben mehr Geld in einem Laden aus. In der zweiten Studie (1986) nahmen sich Kund&#8217;innen mit langsamer Musik mehr Zeit zum Essen als bei schneller Musik. Auch der Getränkeumsatz war höher.</li>
<li><strong>Yalch und Spangenberg (1988)</strong> verglichen die Effekte von Vordergrundmusik (Top 40) und Hintergrundmusik (Easy Listening-Musik) mit einer Kontrollgruppe ohne Musik. In dieser Studie waren jüngere Käufer&#8217;innen (unter 25 Jahren) der Meinung, dass sie im Easy Listening-Modus mehr Zeit mit Einkaufen verbrachten. Ältere Kund&#8217;innen gaben an, dass sie länger einkauften, wenn Top-40-Musik gespielt wurde.</li>
</ul>
<h3>Meta-Analyse von Mattila und Wirtz (2001)</h3>
<p>Mattila und Wirtz (2001) fassen die Wirkungen von Musik in Kaufhäusern aus einer Vielzahl von Studien zusammen. Die im Geschäft gespielte Musik hat demnach einen erheblichen Einfluss auf folgende Aspekte des Konsumverhaltens:</p>
<ul>
<li>Wahrnehmung der Umgebung</li>
<li>Produktauswahl</li>
<li>Verkäufe und Umsätze</li>
<li>Verbrachte Zeit</li>
<li>Verkehrsfluss im Geschäft</li>
</ul>
<p>Die Autor&#8217;innen kritisieren jedoch auch, dass diese Ergebnisse in einer Reihe von Replikationsstudien nicht erneut bestätigt werden konnten. Darüber hinaus gibt es Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen Musik im Kaufhaus und dem Verhalten von Verbraucher&#8217;innen klar verneinen.</p>
<h3>Kaufhausmusik als ein Faktor unter vielen</h3>
<p>Das Einkaufsverhalten und die Entscheidungen der Kund&#8217;innen sind das Ergebnis einer komplexen Interaktion verschiedener Faktoren. Neben der Hintergrundmusik können folgende Aspekte ebenfalls eine wichtige Rolle spielen:</p>
<ul>
<li>Ladenlayout, -licht und -design</li>
<li>Produktauswahl und Verfügbarkeit</li>
<li>Preise und Rabatte</li>
<li>Kundenservice</li>
<li>Markenimage und -wahrnehmung</li>
<li>Persönliche Vorlieben und Bedürfnisse</li>
</ul>
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<p>Musik im Kaufhaus ist mehr als nur ein Hintergrundgeräusch. Die richtige Musik kann Kund&#8217;innen dazu ermutigen, sich wohl zu fühlen und länger im Geschäft zu verweilen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie etwas kaufen. Die Verwendung von Hintergrundmusik kann Einzelhändler&#8217;innen auch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, indem sie ihr Einkaufserlebnis von dem anderer Geschäfte abheben. Um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, sollten neben der Musik natürlich auch weitere verkaufsfördernde Strategien angewandt werden.</p>
<p>Erfahren Sie in einem weiteren Artikel, wie Sie mit <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/creative-commons-musik-kostenlos-musik-verwenden/" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons Musik</a> kostenlos Musik in Ihrem Geschäft abspielen können.</p>
<h3>Quellen zu Musik im Kaufhaus</h3>
<ul>
<li>Allan, D. (2008). Sound retailing: A review of experimental evidence on the effects of music on shopping behavior. In T. M. Lowrey (Hrsg.), <em>Brick &amp; mortar shopping in the 21st century</em> (S. 33–52). Taylor &amp; Francis Group.</li>
<li>Bruner, G. C. (1990). Music, mood, and marketing. <em>Journal of Marketing, 54</em>(4), 94–104. <a href="https://psycnet.apa.org/doi/10.2307/1251762" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.2307/1251762</a></li>
<li>Mattila, A. S. &amp; Wirtz, J. (2001). Congruency of scent and music as a driver of in-store evaluations and behavior. <em>Journal of Retailing, 77</em>(2), 273–289. <a href="https://psycnet.apa.org/doi/10.1016/S0022-4359(01)00042-2" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1016/S0022-4359(01)00042-2</a></li>
</ul>
</div>
</div>
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</div>
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</div>
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</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-im-kaufhaus-wie-sie-ihr-kaufverhalten-beeinflusst/">Musik im Kaufhaus: Wie sie Ihr Kaufverhalten beeinflusst</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wellnessmusik boomt seit COVID-19</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wellnessmusik-boomt-seit-covid-19/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melissa Steinbarth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 14:27:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[musik und markt]]></category>
		<category><![CDATA[musikpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wellnessmusik hat seit der Coronapandemie zweifellos an Bedeutung gewonnen und zu einer Verschmelzung der Musik- und Wellnessbranche geführt. In der schnelllebigen und digitalen Welt von heute suchen Menschen mehr denn je nach Möglichkeiten, um sich zu entspannen und abzuschalten. Erfahren... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wellnessmusik-boomt-seit-covid-19/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wellnessmusik-boomt-seit-covid-19/">Wellnessmusik boomt seit COVID-19</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wellnessmusik hat seit der Coronapandemie zweifellos an Bedeutung gewonnen und zu einer Verschmelzung der Musik- und Wellnessbranche geführt. In der schnelllebigen und digitalen Welt von heute suchen Menschen mehr denn je nach Möglichkeiten, um sich zu entspannen und abzuschalten. Erfahren Sie mehr über die faszinierenden Entwicklungen im Musikstreaming nach COVID-19, über das erhöhte Aufkommen von Wellnessmusik und deren Nutzen für die psychische Gesundheit.</p>
<h2>Was ist Wellnessmusik?</h2>
<p>Wellnessmusik ist eine Form von Musik, die speziell komponiert oder ausgewählt wird, um ein Gefühl der Entspannung zu erzeugen und das Wohlbefinden zu fördern. Folgende Eigenschaften zeichnen Wellnessmusik aus:</p>
<ul>
<li>Langsame Tempi</li>
<li>Sanfte Melodien</li>
<li>Wiederholende Muster</li>
<li>Beruhigende Harmonien</li>
<li>Natürliche Klanglandschaften
<p><div id="attachment_3276" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-scaled.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3276" class="wp-image-3276 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-300x169.jpg" alt="Anstieg von Wellnessmusik seit der Coronapandemie" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-945x531.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Coronapandemie-600x337.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3276" class="wp-caption-text">Anstieg von Wellnessmusik seit der Coronapandemie Foto: Anna Shvets (Pexels)</p></div></li>
</ul>
<p>Wellnessmusik wird häufig als Hintergrundmusik bei verschiedenen Wellness-Aktivitäten wie Meditation, Yoga, Spa-Behandlungen, Massagen, Entspannungsübungen oder einfach zum Entspannen zu Hause verwendet.</p>
<h2>Mental-Health-Krise und Musik</h2>
<p>Die Pandemie hat eine weltweite Gesundheitskrise ausgelöst und zu erheblichem Stress, Angstzuständen und psychischen Belastungen bei vielen Menschen geführt. Infolgedessen haben Menschen vermehrt nach Möglichkeiten gesucht, um Stress abzubauen, sich zu entspannen und ihr allgemeines Wohlbefinden zu verbessern. Gezieltes Musikstreaming mit dem Schwerpunkt der Entspannung hat sich als beliebte Methode etabliert, um die mentale Gesundheit zu fördern.</p>
<p>Zahlreiche Studienergebnisse und interne Daten von Streamingdiensten wie <em>Spotify</em> und Co. bestätigen, dass sich die Interaktion mit Medien und Musik seit COVID-19 drastisch verändert hat. Folgende Entwicklungen in den Hörgewohnheiten der Bevölkerung sind besonders bemerkenswert:</p>
<ul>
<li><strong>Zunehmendes musikalisches Engagement</strong>: Zeitliche Zunahme musikalischer Aktivitäten wie zuhören, singen, tanzen oder spielen eines Instruments.</li>
<li><strong>Musikstreaming-Konsum vorübergehend gesunken</strong>: Nach Inkrafttreten der Quarantänepflicht ging das Musikstreaming-Volumen um durchschnittlich <em>12,5</em>% zurück. Dies ist unter anderem auf die verringerten Pendlerbewegungen, zum Beispiel zur Arbeit oder zur Schule, zurückzuführen, da die Menschen während der Pandemie in ihrer Mobilität eingeschränkt waren (Sim et al., 2020).</li>
<li><strong>Sozialere Nutzung von Streamingdiensten</strong>: Nach dem Lockdown wurde Musik auf Spotify vermehrt mit Familienmitgliedern oder Partner&#8217;innen zusammen gehört.</li>
<li><strong>Präferenz für energiearme und nostalgische Musik</strong>: Hörer&#8217;innen auf Spotify fügten als Folge der sozialen Isolation durch COVID-19 vermehrt akustische, instrumentale und nostalgische Lieder in ihre Playlists hinzu.</li>
</ul>
<p>Wie sich die Interaktion mit Musik (-streaming) konkret auf die psychische Gesundheit ausgewirkt hat, wurde ebenfalls mehrfach untersucht. In diesem Zusammenhang wird Musik von verschiedenen Forscher&#8217;innen als globale Bewältigungsstrategie und „Wohlfühlressource“ beschrieben. Das Hören von Musik hat während der Coronapandemie umfassend zum Erhalt der psychischen Gesundheit beigetragen:</p>
<ul>
<li>Abschwächung negativer Emotionen</li>
<li>Steigerung von Energie und Konzentration</li>
<li>Förderung des Wohlbefindens und der Lebenszufriedenheit</li>
<li>Überwindung von Stress und affektiven Störungen</li>
<li>Befriedigung von sozialen Bedürfnissen nach Verbundenheit</li>
</ul>
<h2>Wellnessmusik im Trend</h2>
<p>Das globale Bedürfnis nach körperlicher und vor allem mentaler Gesundheit ist nach COVID-19 drastisch gestiegen. Sowohl digitale Wellness-Anbieter als auch Streamingdienste haben infolgedessen eine hohe Nachfrage nach musikbasierten Inhalten und Ressourcen beobachtet, die das Wohlbefinden steigern sollen.</p>
<div id="attachment_3292" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-scaled.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3292" class="wp-image-3292 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-300x169.jpg" alt="Hohe Nachfrage nach Wellnessmusik auf Spotify" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Spotify-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3292" class="wp-caption-text">Hohe Nachfrage nach Wellnessmusik auf Spotify Foto: Ivan Samkov (Pexels)</p></div>
<p>Anlässlich des <em>Welttages der seelischen Gesundheit</em> am 10. Oktober 2020 hat Spotify interne Streaming-Daten erhoben und einen jährlichen Anstieg von 50 % weltweiter Hörer&#8217;innenzahlen für Playlists zur seelischen Gesundheit feststellen können. Auch Inhalte, die mit den Begriffen „Achtsamkeit“, „Ruhe“ und „Selbstfürsorge“ in Verbindung stehen, wurden laut Lewis (2020) im Jahr 2020 um 57 % mehr gestreamt als im Jahr zuvor. Selbsthilfe-Podcasts auf Spotify wurden im Vergleich zum Vorjahr um 122 % häufiger gestreamt.</p>
<p>Eine parallele Entwicklung lässt sich nach der Autorin ebenfalls im Wellness-Sektor beobachten, da die zehn erfolgreichsten Meditations-Apps 2020 ein jährliches Wachstum von 40 % verzeichneten. Die Integration von Musik innerhalb von Apps wie <em>Calm</em> oder <em>Headspace</em> kristallisiert sich als neuer Trend heraus. Daraus folgen zahlreiche Exklusivverträge und Kooperationen mit Künstler&#8217;innen, um Programme für Meditation, Stressabbau und Schlaf mit Musik zu unterlegen. Beispielsweise ist der Sänger und Grammy-Gewinner <a href="https://www.forbes.com/sites/frankfitzpatrick/2020/08/24/headspaces-john-legend-hire-amplifies-the-value-of-sound-and-music/?sh=443eeb6175ad" target="_blank" rel="noopener">John Legend als erster Chief Music Officer bei <em>Headspace</em></a> angestellt.</p>
<h2>Neue Musik-Wellness-Apps</h2>
<p>McGroarty (2020) spricht von einer ernsthaften Wellness-Transformation der Mainstream-Musikindustrie. Das moderne Gefallen an Wellnessmusik führt nicht zuletzt zur <strong>Entwicklung von neuen Musik-Apps</strong>, die durch biologische Körperprozesse und eigene Algorithmen personalisierte Klanglandschaften für ihre User&#8217;innen erstellen. Drei beispielhafte Apps dafür sind:</p>
<ul>
<li><a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.Auralab.Breathscape.Android">Breathscape</a>: Legen Sie sich hin und platzieren Sie Ihr Handy auf der Brust. Beschleunigungssensoren erfassen Ihre Atembewegung. Eine musikalische, <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/sonifikation-daten-hoerend-verstehen/" target="_blank" rel="noopener">adaptive Sonifikation</a> spielt Ihnen Musik vor, die Ihre Atmung Richtung Optimum regulieren soll.</li>
<li><a href="https://endel.io/" target="_blank" rel="noopener">Endel</a>: Über die Handysensoren hinaus, nutzt diese App auch Sensoren Ihrer Smartwatch (Herzfrequenz, Schrittdaten etc.) um beruhigende SOundscapes zu generieren</li>
<li><a href="https://www.humm.ly/" target="_blank" rel="noopener">Humm.ly</a> versucht Sie durch Smartwatch-Sensoren und einen Musikkatalog bei Zeitmanagement, Schockbewältigung und Umgang mit Ablehnung zu unterstützen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3286" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-scaled.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3286" class="wp-image-3286 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-300x169.jpg" alt="Wellnessmusik im Trend" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Wellnessmusik_Entspannung-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3286" class="wp-caption-text">Wellnessmusik im Trend Foto: Spencer Selover (Pexels)</p></div>
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<p>Insgesamt hat die Coronapandemie das Bewusstsein für die Bedeutung von Wellnessmusik geschärft und zu einem signifikanten Anstieg des Angebots geführt. Die Verwendung von Wellnessmusik kann dazu beitragen, Stress abzubauen, Entspannung zu fördern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Im Gegensatz zu wachen Entspannungsphasen ist <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-zum-einschlafen-welche-musik-eignet-sich-am-besten/" target="_blank" rel="noopener">Musik zum Einschlafen</a> mit Vorsicht zu genießen.</p>
<h5>Quellen</h5>
<ul>
<li>Carlson, E. et al. (2021). The role of music in everyday life during the first wave of the coronavirus pandemic: A mixed-methods exploratory study. <em>Frontiers in psychology</em>, <em>12</em>, 647756. <a href="https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.647756">https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.647756</a></li>
<li>Granot, R. et al. (2021). &#8222;Help! I need somebody&#8220;: Music as a global resource for obtaining wellbeing goals in times of crisis. <em>Frontiers in psychology</em>, <em>12</em>, 648013. <a href="https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.648013">https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.648013</a></li>
<li>Henry, N., Kayser, D. &amp; Egermann, H. (2021). Music in mood regulation and coping orientations in response to COVID-19 lockdown measures within the United Kingdom. <em>Frontiers in psychology</em>, <em>12</em>, 647879. <a href="https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.647879">https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.647879</a></li>
<li>Ottenhof, L. (2020). <em>Music has always made us feel better. Can tech help the healing?</em> <a href="https://www.popularmechanics.com/culture/music/a33382202/music-therapy-tech-apps/">https://www.popularmechanics.com/culture/music/a33382202/music-therapy-tech-apps/</a></li>
</ul>
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