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	<title>Melissa Steinbarth, Autor bei SystMus</title>
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	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
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	<title>Melissa Steinbarth, Autor bei SystMus</title>
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	<item>
		<title>Filmmusik-Geschichte: Klanglandschaften im Wandel</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/filmmusik-geschichte-klanglandschaften-im-wandel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melissa Steinbarth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2024 06:10:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Filmmusik]]></category>
		<category><![CDATA[musikgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[musikpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Filmmusik-Geschichte der letzten 100 Jahre ist geprägt von einem stetigen Wandel struktureller Techniken und ästhetischer Trends. Von den Anfängen des Stummfilms bis zu den hochmodernen Soundlandschaften von heute hat sich die Filmmusik im Laufe der Jahre stark verändert. In... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/filmmusik-geschichte-klanglandschaften-im-wandel/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Filmmusik-Geschichte der letzten 100 Jahre ist geprägt von einem stetigen Wandel struktureller Techniken und ästhetischer Trends. Von den Anfängen des Stummfilms bis zu den hochmodernen Soundlandschaften von heute hat sich die Filmmusik im Laufe der Jahre stark verändert. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die spannende Geschichte der Filmmusik und ihren nachhaltigen Einfluss auf das Kinoerlebnis.</p>
<h2>Filmmusik-Geschichte im Überblick</h2>
<p>Hinter jedem großen Film und jeder großen Serie steht ein brillanter Soundtrack, der das fertige Produkt erst zu einem spektakulären und ikonischen Erlebnis macht. Filmmusik und Soundtracks vermitteln Emotionen, verstärken die Spannung und stellen eine tiefere Verbindung zwischen dem Publikum und der Handlung auf dem Bildschirm her. Die Filmmusik-Geschichte lässt sich bis in die Zeit des Stummfilms zurückverfolgen.</p>
<div id="attachment_3453" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3453" class="size-medium wp-image-3453" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-300x169.jpg" alt="Anfänge der Filmmusik-Geschichte" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-945x531.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Kino-600x337.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3453" class="wp-caption-text">Anfänge der Filmmusik-Geschichte. Foto: Donald Tong (Pexels)</p></div>
<h3>Die Stummfilmära</h3>
<p>Noch bevor es im Kino gesprochene Dialoge gab, war Musik zu hören. Während der Stummfilmzeit (1890er bis 1920er Jahre) versuchte man, das Fehlen des Tons zu kompensieren, indem die Musik während einer Filmvorführung entweder von einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Phonograph">Phonographen</a> oder live gespielt wurde. Wie im Theater der griechischen Antike folgten bzw. improvisierten Musiker&#8217;innen einer zusammengestellten Partitur, die klassische Kompositionen, populäre Melodien und Originalstücke kombinierte. Die Verschmelzung von Ton und Bild vermittelte dem Publikum insgesamt ein neues Gefühl der Nähe zum Geschehen, das über den 2D-Aspekt hinausging und das Kinoerlebnis revolutionierte.</p>
<h3>Aufstieg der Komponist&#8217;innen</h3>
<p>Das Aufkommen des „Tonfilms“ (Filme mit gesprochenen Dialogen) in den 1930er und 1940er Jahren veränderte den Umgang mit Filmmusik:</p>
<ul>
<li>Die hauseigene Live-Begleitung von Filmen nahm immer mehr ab</li>
<li>Die Komposition von Orchestermusik wurde zu einem immer wichtigeren Bestandteil der ganzheitlichen Filmproduktion</li>
<li>Die eigenständige Vermarktung der Original Sound Tracks (OSTs) von Blockbustern nahm zu</li>
</ul>
<p>Die Komponist&#8217;innen nutzten die Kontrolle über die Emotionen, die der Film beim Publikum hervorrufen sollte. Sie schufen Originalmusik, die speziell auf die von ihnen begleiteten Filme zugeschnitten war. Der erste Film, der eine komplett eigene Filmmusik verwendete, war der Klassiker „King Kong“ (1933) des Komponisten Max Steiner.</p>
<h3>Goldene Ära Hollywoods</h3>
<p class="wp-image-3460 size-medium">Das Goldene Zeitalter Hollywoods markierte einen bedeutenden Wandel in der Filmmusik. Das Studiosystem begann sich aufzulösen, Komponist&#8217;innen arbeiteten zunehmend freiberuflich und unabhängig. Infolgedessen wurde Filmmusik immer komplexer, thematischer und narrativer. Mit dem zunehmenden Erfolg von Filmgenres wie <em>Western</em> oder <em>Horror</em> entstanden innovative Soundtracks, die bis heute Kultstatus besitzen:</p>
<ul>
<li>Bernard Herrmann – „Psycho“ (1960)</li>
<li>Maurice Jarre – „Lawrence of Arabia“ (1962)</li>
<li>Ennio Morricone – „Dollar-Trilogie“ (1964–1966)</li>
</ul>
<div id="attachment_3460" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-scaled.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3460" class="wp-image-3460 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-300x169.jpg" alt="Goldene Ära der Filmmusik-Geschichte" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Filmmusik-Geschichte_Hollywood-600x338.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3460" class="wp-caption-text">Goldene Ära der Filmmusik-Geschichte. Foto: <a href="https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-wahrzeichen-schild-los-angeles-6541618/">Emma Timmers (Pexels)</a></p></div>
<p>Anstelle von Orchestermusik werden in den 1960er Jahren immer öfter Titellieder mit Texten komponiert, wie z. B. Henry Macinis „Moon River“ in „Breakfast at Tiffany&#8217;s“ (1961). Die Verwendung von Titelliedern ermöglichte die Bewerbung des Films in Radio und Fernsehen – die Verschmelzung von Filmmusik und Mainstream-Musikindustrie begann.</p>
<h3>Die digitale Revolution</h3>
<p>Der Einsatz von Synthesizern wird Ende der 1970er Jahre immer populärer und führte in die Welt der computergestützten Musik und Soundeffekte ein. Der parallele Aufstieg von <em>Science-Fiction</em> als Filmgenre eröffnete neue Möglichkeiten für musikalische Innovationen. Mit der Weltraumoper „Star Wars“ (1977–1983), die symphonische Orchestermusik mit futuristischen Soundeffekten verbindet, schrieb John Williams Filmmusik-Geschichte. Aufgrund der Quantensprünge in der digitalen Technologie, insbesondere beim Sampling, waren die 1980er Jahre von elektronischen Klängen geprägt:</p>
<ul>
<li>Vangelis – „Blade Runner“ (1982)</li>
<li>Wendy Carlos – „Tron“ (1982)</li>
<li>Brad Fiedel – „Terminator“ (1984)</li>
<li>
<div class="wDYxhc NFQFxe viOShc LKPcQc" lang="de-DE" data-md="25">
<div class="HwtpBd gsrt PZPZlf kTOYnf" role="heading" aria-level="2" data-hveid="CBcQAA" data-ved="2ahUKEwjg2tHT9_uEAxX0QPEDHY3uBAMQtwcoAHoECBcQAA">
<div class="Z0LcW AZCkJd d2J77b t2b5Cf" data-tts="answers" data-tts-text="Elmer Bernstein">
<div class="IZ6rdc">Elmer Bernstein – „Ghostbusters“ (1984)</div>
</div>
</div>
</div>
</li>
<li>Alan Silvestri – „Back to the Future“ (1985)</li>
<li>James Horner – „Aliens“ (1986)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4086" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/04/filmmusik-mit-theremin-yamaha-dx7-moog-korg-ms-20.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4086" class="wp-image-4086 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/04/filmmusik-mit-theremin-yamaha-dx7-moog-korg-ms-20-300x169.jpg" alt="Was wäre die Filmmusik-Geschichte ohne den Synthesizer?" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/04/filmmusik-mit-theremin-yamaha-dx7-moog-korg-ms-20-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/04/filmmusik-mit-theremin-yamaha-dx7-moog-korg-ms-20-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/04/filmmusik-mit-theremin-yamaha-dx7-moog-korg-ms-20-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/04/filmmusik-mit-theremin-yamaha-dx7-moog-korg-ms-20-600x338.jpg 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/04/filmmusik-mit-theremin-yamaha-dx7-moog-korg-ms-20.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-4086" class="wp-caption-text">Was wäre die Filmmusik-Geschichte ohne elektronische Instrumente, wie Theremin, Moog und DX7? Foto: Roman Stracke</p></div>
<p>Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Filmmusik auf verschiedene musikalische Genres ausgeweitet. Elemente aus Jazz, Rock, Pop und Hip-Hop spielen zunehmend eine wichtige Rolle im Film und fügen den Erzählungen neue Dimensionen hinzu. Genres wie Big Beat und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-ist-acid-techno/" target="_blank" rel="noopener">Acid Techno</a> sind häufiger in Filmen als im Radio zu hören. In den 1990er und 2000er Jahren kam die Filmmusik dank digitaler Audio-Workstations und virtueller Instrumente teilweise ganz ohne Orchestermusik aus. Auch bekannte Filmsongs, die in Kultfilmen wie „Pulp Fiction“ (1994) oder „Titanic“ (1997) verwendet wurden, fesselten das Publikum und prägen bis heute die Filmmusik-Geschichte.</p>
<h3>Kunst in der Filmmusik-Geschichte</h3>
<p class="p1">In mehr als 100 Jahren hat sich Filmmusik zu einer ganz eigenen Kunstform entwickelt, die sich von fast allen Musikrichtungen inspirieren lässt. Komponist&#8217;innen werden heute wie Filmstars gefeiert. Der mehrfache Oscar-Preisträger Hans Zimmer ist durch seine Arbeit an einigen der größten Blockbuster unserer Generation wohl der bekannteste Name in der heutigen Filmmusikbranche.</p>
<p class="p1">Neben hochkarätigen Blockbustern stechen heute aber mehr denn je aufwändige Fernsehproduktionen hervor, die das Interesse an Handlung und Figuren über mehrere Jahre aufrechterhalten. Ramin Djawadis Arbeit im Fantasy-Epos „Game of Thrones“ (2011–2019) ist ein Paradebeispiel für den kunstvollen Einsatz von musikalischer Themen und Motive, um die Emotionen, Intrigen und epischen Momente der Handlung zu unterstreichen. Weitere herausragende Soundtracks für Fernsehserien sind:</p>
<ul>
<li>Jeff Beal – „House of Cards“ (2013–2018)</li>
<li>Ramin Djawadi – „Westworld“ (2016–2022)</li>
<li>Kyle Dixon &amp; Michael Stein – „Stranger Things“ (2016–heute)</li>
<li>Ludwig Göransson – „The Mandalorian“ (2019–heute)</li>
<li>Nicholas Britell – „Succession“ (2018–2023)</li>
</ul>
<p>Die Filmmusik-Geschichte ist eine faszinierende Reise durch die kreative Evolution und die kulturelle Bedeutung der Musik in der Welt des Films. Von den bescheidenen Anfängen des Stummfilms bis zu den hochkomplexen Scores von heute ist die Filmmusik aus der Welt des Kinos nicht mehr wegzudenken. Durch die Meisterwerke von Ennio Morricone, John Williams, Hans Zimmer und Co. hat die Filmmusik die Fähigkeit bewiesen, zeitlose Emotionen zu vermitteln und den Zuschauer&#8217;innen unvergessliche Erlebnisse zu bescheren. Lesen Sie in unserem Blog außerdem, <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wenn-musik-gaensehaut-hervorruft/" target="_blank" rel="noopener">wie emotionale Musik Gänsehaut erzeugt</a>.</p>
<h3>Quellen zur Filmmusik-Geschichte</h3>
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<div class="relative flex w-full flex-col agent-turn">
<div class="flex-col gap-1 md:gap-3">
<ul>
<li>Dhludhlu, C. (2023). <em>The evolution of film scores: A journey through time and music.</em> https://www.colorblocmagazine.com/post/the-evolution-of-film-scores-a-journey-through-time-and-music</li>
<li>Paris, O. (2023). Know the score: A brief history of film music. https://www.filmindependent.org/blog/know-score-brief-history-film-music/</li>
<li>Wierzbicki, J. (2009). <em>Film music: A history</em>. Routledge.</li>
</ul>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Musikalische Früherziehung: Was passiert, wenn Kinder musizieren</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musikalische-frueherziehung-was-passiert-wenn-kinder-musizieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melissa Steinbarth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2024 06:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[musikpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Musikalische Früherziehung spielt eine entscheidende Rolle in der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern. Die frühe Beschäftigung mit Musik bietet jungen Menschen zahlreiche Vorteile – von der Förderung kognitiver Fähigkeiten bis hin zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Welche musikalischen Fähigkeiten sich bereits in... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musikalische-frueherziehung-was-passiert-wenn-kinder-musizieren/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Musikalische Früherziehung spielt eine entscheidende Rolle in der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern. Die frühe Beschäftigung mit Musik bietet jungen Menschen zahlreiche Vorteile – von der Förderung kognitiver Fähigkeiten bis hin zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Welche musikalischen Fähigkeiten sich bereits in den ersten Lebensjahren entwickeln und wie musikalische Früherziehung dazu beiträgt, dass Ihr Kind sein volles Potenzial entfaltet, erfahren Sie in diesem Artikel.</p>
<h2>Musikalische Entwicklung in den ersten Lebensjahren</h2>
<p>Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Entwicklung von Musikalität bereits im Mutterleib beginnt. Sie setzt sich über Prozesse der Enkulturation, also das Hineinwachsen in die eigene Kultur und Gesellschaft, und über musikalische Bildung fort. Bereits im 4. bis 5. Monat der Schwangerschaft ist das Innenohr des Ungeborenen entwickelt und kann akustische Signale wahrnehmen. Ab dem 5. Monat wird das Gehör allmählich funktionsfähig. Darmgeräusche dominieren, aber auch die Stimme der eigenen Mutter kann durchdringen.</p>
<div id="attachment_3417" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-scaled.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3417" class="wp-image-3417 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-300x169.jpg" alt="Musikalische Fähigkeiten entwickeln sich bereits im Mutterleib." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Schwangerschaft-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3417" class="wp-caption-text">Musikalische Fähigkeiten entwickeln sich bereits im Mutterleib. Foto: cottonbro studio (Pexels)</p></div>
<p>Bereits in den ersten Lebensmonaten nach der Geburt suchen und initiieren Säuglinge aktiv musikalische Interaktionen mit Bezugspersonen und Objekten in ihrer Umgebung. Dahinter vermuten Forscher&#8217;innen, dass Musik generell eine evolutionäre Funktion erfüllt, indem sie Eltern hilft, eine Bindung zu ihren Babys aufzubauen und ihre Emotionen zu regulieren. Die Wahrnehmung folgender musikalischer Merkmale entwickelt sich kontinuierlich:</p>
<ul>
<li><strong>Bis 1. Lebensjahr:</strong> Säuglinge bilden eine Sensibilität für relative Tonhöhen und melodische Konturen aus. Zudem nehmen sie Feinheiten der eigenen Musikkultur einschließlich musikalischer Rhythmen wahr.</li>
<li><strong>1. bis 3. Lebensjahr:</strong> Ab dem ersten Lebensjahr drücken sich Kinder zunehmend musikalisch aus, indem sie sich rudimentär zu Musik bewegen. Sie differenzieren bei ihren Lautäußerungen zwischen Sprechen und Singen. Der frühe Gesang ist von instabilen Tonhöhen, engem Stimmumfang und ungenauen Intervallen bestimmt.</li>
<li><strong>3. bis 4. Lebensjahr</strong>: Der kindliche Gesang wird immer anspruchsvoller. Kinder können Liedfragmente oder ganze Lieder wiedergeben. Auch das synchrone Trommeln mit rhythmischen Mustern kann von Kindern ab vier Jahren erlernt werden.</li>
<li><strong>Ab dem 4. Lebensjahr</strong>: Die Sensibilität für Harmonien bildet sich allmählich heraus. Die Entwicklung der Gesangsfähigkeit ist bei Achtjährigen weitgehend abgeschlossen.</li>
</ul>
<h2><strong>Welche Vorteile bringt musikalische Früherziehung?</strong></h2>
<p>Musikalische Früherziehung kann die Entwicklung eines Kindes in vielerlei Hinsicht erweitern und bereichern. Zahlreiche Studien haben die Transfereffekte von musikalischer Früherziehung zu nicht-musikalischen Fähigkeiten festgestellt:</p>
<ul>
<li><strong>Kognitive Entwicklung</strong>: Musik kann dazu beitragen, das Gedächtnis, die Konzentration und die Problemlösungs-Fähigkeiten Ihres Kindes zu verbessern. So schneiden musikalisch ausgebildete Personen in vielen kognitiven Tests tendenziell besser ab als Nicht-Musiker&#8217;innen.</li>
<li><strong>Emotionale Entwicklung</strong>: Musik bietet Kindern eine kreative und sichere Möglichkeit, ihre Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten. <a href="https://psycnet.apa.org/record/2004-14124-001" target="_blank" rel="noopener">Costa-Giomi (2004)</a> fand heraus, dass Kinder nach dreijährigem Klavierunterricht ein höheres Selbstwertgefühl hatten als Kinder ohne Klavierunterricht.</li>
<li><strong>Sprachentwicklung</strong>: Das Hören von Musik und das Singen von Liedern regt die Aktivität beider Gehirnhälften an und kann die Sprachentwicklung Ihres Kindes unterstützen, indem es den Wortschatz erweitert und das Sprachverständnis fördert.</li>
<li><strong>Motorische Fähigkeiten</strong>: Singen, tanzen und Musikinstrumente spielen kann die Feinmotorik und Koordination Ihres Kindes fördern.</li>
<li><strong>Soziale Kompetenzen</strong>: Das gemeinsame Musizieren in einer Gruppe kann dabei helfen, Kommunikation, Teamwork und Zusammenarbeit zu erlernen. Außerdem kann musikalische Aktivität Empathie und prosoziales Verhalten fördern (<a href="https://psycnet.apa.org/record/2015-52151-001" target="_blank" rel="noopener">Schellenberg et al., 2015</a>).</li>
<li><strong>Akademische Leistungen</strong>: Musikalische Fähigkeiten sind mit besseren Lesefähigkeiten verbunden. Kinder, die sich viel mit Musik beschäftigen, zeigen oft gute schulische Leistungen.</li>
</ul>
<div id="attachment_3434" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3434" class="size-medium wp-image-3434" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-300x169.jpg" alt="Musikalische Früherziehung als wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-945x531.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Musikalische-Frueherziehung_Vorteile-600x337.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3434" class="wp-caption-text">Musikalische Früherziehung als wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Foto: Ksenia Chernaya (Pexels)</p></div>
<p>Zusammenfassend ist musikalische Früherziehung ein wesentlicher Bestandteil der kindlichen Entwicklung und bietet eine Vielzahl von Vorteilen für Kinder jeden Alters. Obwohl Transfereffekte stark sein können, wenn sich Kinder früh, viel und bewusst musizieren, sollte es bei der musikalischen Früherziehung in erster Linie um die Freude an der Musik selbst gehen. Dass es allerdings nie zu spät ist, mit dem Musizieren zu beginnen, zeigt der spannende Bereich <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musikgeragogik-musikpaedagogik-fuer-aeltere-menschen/" target="_blank" rel="noopener">Musikgeragogik – Musikpädagogik für Senior&#8217;innen</a>.</p>
<h3>Quellen</h3>
<ul>
<li>Buren, V., Müllensiefen, D., Roeske, T. C. &amp; Degé, F. (2021). What makes babies musical? Conceptions of musicality in infants and toddlers. <em>Frontiers in Psychology, 12,</em> Article 736833. <a href="https://psycnet.apa.org/doi/10.3389/fpsyg.2021.736833" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.3389/fpsyg.2021.736833</a></li>
<li>Črnčec, R., Wilson, S. J. &amp; Prior, M. (2006). The cognitive and academic benefits of music to children: facts and fiction. <em>Educational Psychology, 26</em>(4), 579–594. <a href="https://psycnet.apa.org/doi/10.1080/01443410500342542" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.1080/01443410500342542</a></li>
<li>Sala, G. &amp; Gobet, F. (2020). Cognitive and academic benefits of music training with children: A multilevel meta-analysis. <em>Memory &amp; Cognition, 48</em>(8), 1429–1441. <a href="https://psycnet.apa.org/doi/10.3758/s13421-020-01060-2" target="_blank" rel="noopener">https://doi.org/10.3758/s13421-020-01060-2</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Werbemusik: Rechtliche und kreative Aspekte der Lizenzierung</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/werbemusik-rechtliche-und-kreative-aspekte-der-lizenzierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Melissa Steinbarth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2024 05:29:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[musik marketing]]></category>
		<category><![CDATA[musikpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Musikrecht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=3304</guid>

					<description><![CDATA[<p>Werbemusik ist ein zentraler Bestandteil heutiger Marketingmaßnahmen und spielt eine wichtige Rolle bei der Markenbildung von Unternehmen. Während im letzten Jahrhundert vor allem klassische Jingles für Werbespots komponiert wurden, dominieren heute lizenzierte populäre Songs die Werbung. In diesem Artikel erfahren... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/werbemusik-rechtliche-und-kreative-aspekte-der-lizenzierung/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Werbemusik ist ein zentraler Bestandteil heutiger Marketingmaßnahmen und spielt eine wichtige Rolle bei der Markenbildung von Unternehmen. Während im letzten Jahrhundert vor allem klassische Jingles für Werbespots komponiert wurden, dominieren heute lizenzierte populäre Songs die Werbung. In diesem Artikel erfahren Sie, warum die Werbeindustrie von der richtigen Musikauswahl profitiert und was Sie bei der Produktion und Lizenzierung von Werbemusik beachten sollten.</p>
<h2>Musik als Werbemittel</h2>
<p class="p1">Um die Vermarktung von Produkten und Marken voranzutreiben, gehen die Musik- und Werbeindustrie mittlerweile Kooperationen in Millionenhöhe ein. Beispielsweise zahlte Microsoft der Band The Rolling Stones <em>3</em> Millionen US-Dollar für die Verwendung ihres Songs „Start Me Up“ für die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wRdl1BjTG7c&amp;ab_channel=Kyntteri" target="_blank" rel="noopener">Einführung von <i>Windows 95</i></a><i> </i>(Naughton, 1999).<span class="Apple-converted-space"> Laut Kupfer (2020) investiert eine internationale Marke heutzutage <em>10</em> bis <em>20</em> Millionen US-Dollar im Jahr für musikbezogene Rechte und Lizenzen. Was macht Werbemusik so attraktiv?</span></p>
<div id="attachment_3344" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik.png" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3344" class="wp-image-3344 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik-300x169.png" alt="Was macht Werbemusik so attraktiv?" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik-300x169.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik-1024x576.png 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik-768x432.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik-945x531.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik-600x337.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik.png 1174w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3344" class="wp-caption-text">Was macht Werbemusik so attraktiv? Grafik: freepik</p></div>
<p class="p1">Die Werbeforschung der letzten Jahrzehnte hat den wirksamen Einsatz von Werbemusik näher untersucht und eingegrenzt. Werbemusik vermittelt dem Publikum nicht nur ein Gefühl, das über das visuelle Erlebnis hinausgeht, sondern ist auch am Ausdruck der Werbung, an der Übertragung von Markeninformationen und an der gewünschten Werbewirkung beteiligt (Hou, Zhao &amp; Zheng, 2019). Zahlreiche Studien verweisen auf das Potenzial von Musik, die Werbe- und Markeneinstellung als auch die Kaufabsicht von Verbraucher&#8217;innen direkt zu beeinflussen. Dadurch nimmt Werbemusik automatisch eine aktive Rolle bei der Markenbildung von Organisationen ein. Weitere psychologische Wirkungen von Musik in der Werbung sind:</p>
<ul>
<li>Aufmerksamkeit und Assoziationen hervorrufen</li>
<li>Emotionen und Stimmungen aktivieren</li>
<li>Erinnerung an Werbeinhalte fördern</li>
</ul>
<h2>Produktion und Lizenzierung von Werbemusik</h2>
<p class="p1">Musik in der Werbung stammt aus einer von drei Quellen:</p>
<ol>
<li class="p1"><strong>Auftragsmusik</strong> wird speziell für die Werbung komponiert und aufgenommen. Dazu zählt z. B. der klassische Jingle, oder Klang- und Audiologos von Marken.</li>
<li class="p1"><strong>Bestehende Musik</strong> ist urheberrechtlich geschützt und über direkte Lizenzierung erhältlich, oder wird zweckmäßig vorproduziert und zum Kauf oder zur Miete angeboten.</li>
<li class="p1"><strong>Angepasste Musik</strong>: Bestehende Musik wird leicht abgeändert. Somit ist sie Hörer&#8217;innen vertraut. Es besteht aber weder eine Urheberrechtsverletzung, noch müssen teure Lizenzgebühren für berühmte Musik entrichtet werden.</li>
</ol>
<h3>Welche Lizenzen benötigt man?</h3>
<p>Auftragsmusik wird meist von einer Werbeagentur oder Marke in Auftrag gegeben und mit einem sogenannten Kreativitätshonorar vergütet. Komponist&#8217;innen verzichten dabei auf die Geltungmachung sämtlicher Urheberrechte. Manche Künstler&#8217;innen veröffentlichen ihre Musik auch direkt unter einer Lizenz, die Ihnen die kostenlose kommerzielle Nutzung erlaubt. Um kommerziell veröffentlichte Musik in der Werbung zu platzieren,<span class="Apple-converted-space"> müssen je nach Verwendungsart folgende Lizenzen erworben werden:<br />
</span></p>
<ul>
<li><strong>Die Synchronisations-Lizenz</strong> (Sync-Lizenz): Wird immer dann benötigt, wenn eine neue Orchesteraufnahme eines bereits veröffentlichten Titels im Videoformat verwendet wird. Die Sync-Lizenz erwerben Sie direkt bei den Urheberrechts-Inhaber&#8217;innen der Kompositionen und Texte.</li>
<li><strong>Die Master-Lizenz</strong>: Wird benötigt, wenn die Originalaufnahme eines Songs genutzt wird. Diese wird meistens bei der Plattenfirma beantragt, die die Masterrechte an den über das Label veröffentlichten Songs besitzt und kontrolliert.</li>
</ul>
<div id="attachment_3362" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-scaled.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3362" class="wp-image-3362 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-300x169.jpg" alt="Lizenzen für Werbemusik sorgfältig abklären Grafik: vectorjuice (Freepik)" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-945x531.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Lizenzen-600x337.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3362" class="wp-caption-text">Lizenzen für Werbemusik sorgfältig abklären Grafik: vectorjuice (Freepik)</p></div>
<h2>Was kostet lizenzierte Werbemusik?</h2>
<p class="p1">Was die Höhe der Lizenzkosten für bestehende Musik angeht, ist insbesondere die <strong>Popularität</strong> eines Liedes entscheidend, aber auch:</p>
<ul>
<li>Der <strong>Umfang</strong> der Nutzung in einer Werbekampagne</li>
<li>Das beworbene <strong>Gebiet</strong></li>
<li>Die <strong>Platzierung</strong> des Liedes (im Vordergrund vs. im Hintergrund)</li>
</ul>
<p class="p1">Deutlich weniger Lizenzkosten zahlt man für die Verwendung von vorproduzierter <em>Stock Music</em> oder Werbemusik aus generischen Bibliotheken. Es gibt Unternehmen, die Abonnement-Lizenzen für Musikbibliotheken zur Verfügung stellen, welche i. d. R. als „lizenzfrei“ gelten, weil nur eine Pauschalgebühr gezahlt und die kommerzielle Nutzung von den Urheber&#8217;innen nicht weiterverfolgt wird. Hier finden Sie einige Beispiele für solche Musiklizenzierungs-Plattformen:</p>
<ul>
<li class="p1"><strong>Songtradr</strong>: Bei <em>Songtradr</em> stellen Künstler&#8217;innen und Labels ihre Musik für kommerzielle Zwecke wie Filme, Werbung und Videospiele zur Verfügung. Die Plattform ermöglicht es den Künstler&#8217;innen, Einnahmen aus Lizenzgebühren zu generieren, während Unternehmen hochwertige Musik für ihre Projekte finden können.</li>
<li class="p1"><span class="Apple-converted-space"><em><strong>Pond5</strong></em>: <em>Pond5</em> bietet eine breite Palette an Inhalten für Kreative, darunter Musik, Soundeffekte, Stock-Videos und vieles mehr. Künstler&#8217;innen können ihre Musik auf Pond5 hochladen und für kommerzielle Projekte lizenzieren. </span></li>
<li><strong>AudioJungle</strong>: <em>AudioJungle</em> bietet eine Vielzahl von lizenzierbarer Musik sowie Soundeffekten und Audiodateien für verschiedene Anwendungen.</li>
</ul>
<h3>Vorsicht bei Soundalike-Aufnahmen</h3>
<p class="p1">Da die Rechte für die Nutzung des Originalmasters eines populären Liedes manchmal unerschwinglich sind, kaufen Werbetreibende häufig nur die Sync-Lizenz und geben eine neue, angepasste Aufnahme in Auftrag, die die bekannte Version imitiert. Darüber hinaus gibt es Unternehmen, die sämtliche Rechte an den Songs einer Musikbibliothek besitzen und sogenannte „Soundalike“-Aufnahmen bekannter Lieder anbieten, die nach Genre oder Stimmung gruppiert sind. Die Verwendung solcher Aufnahmen birgt natürlich ein erhöhtes Risiko der Urheberrechtsverletzung und sollte zur Vermeidung rechtlicher Konsequenzen sorgfältig abgesichert werden.</p>
<div id="attachment_3397" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-scaled.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3397" class="wp-image-3397 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-300x169.jpg" alt="Werbemusik kreativ und legal nutzen " width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/03/Werbemusik_Fazit-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3397" class="wp-caption-text">Werbemusik kreativ und legal nutzen Foto: KoolShooters (Pexels)</p></div>
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<p>Die Lizenzierung von Werbemusik ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung erfolgreicher Werbekampagnen. Durch die richtige Auswahl und Lizenzierung von Musik können Sie eine emotionale Verbindung zu Ihrem Publikum herstellen und die Wirkung Ihrer Werbung maximieren. Indem Sie die oben genannten Informationen berücksichtigen und die richtigen Lizenzen erwerben, können Sie sicherstellen, dass Ihre Werbung nicht nur klangvoll, sondern auch rechtlich einwandfrei ist. Den <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/copyright-und-urheberrecht-welche-unterschiede-gibt-es/" target="_blank" rel="noopener">Unterschied zwischen Copyright und Urheberrecht</a> als auch weitere <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-gema-werkdatenbank-alles-wichtige-fuer-urheberinnen/" target="_blank" rel="noopener">rechtliche Fakten für Urheber&#8217;innen</a> finden Sie auf unserem Blog.</p>
<h3>Quellen</h3>
<ul>
<li>
<p class="p1">Forsander, S. &amp; Rheintgen, K. (2022). Pause before posting: avoiding copyright litigation and content takedowns. <i>Missouri medicine</i>, <i>119</i>(5), 416–420. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9616453/">https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9616453/</a></p>
</li>
<li>
<p class="p1">Lantos, G. P. &amp; Craton, L. G. (2012). A model of consumer response to advertising music. <i>Journal of Consumer Marketing</i>, <i>29</i>(1), 22–42. <a href="https://doi.org/10.1108/07363761211193028">https://doi.org/10.1108/07363761211193028</a></p>
</li>
<li>
<p class="p1">Miles, N. (2003). Pop goes the commercial: the evolution of the relationship between popular music and television commercials. <i>Vanderbilt Journal of Entertainment &amp; Technology Law</i>, <i>5</i>(2), 121–136. <a href="https://scholarship.law.vanderbilt.edu/jetlaw/vol5/iss2/10/" target="_blank" rel="noopener">https://scholarship.law.vanderbilt.edu/jetlaw/vol5/iss2/10/</a></p>
</li>
</ul>
</div>
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