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	<title>gesundheit Archive &#8211; SystMus</title>
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	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
	<lastBuildDate>Tue, 04 Mar 2025 19:51:52 +0000</lastBuildDate>
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	<title>gesundheit Archive &#8211; SystMus</title>
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	<item>
		<title>Tinnitus-Geräusche — so hören sie sich an</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/tinnitus-geraeusche-so-hoeren-sie-sich-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stina Sonnenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2025 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[akustische illusion]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[psychoakustik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast 25% der Menschen sind einmal in ihrem Leben von Tinnitus-Geräuschen, also Ohrengeräuschen, betroffen. Diese Krankheit schränkt viele Menschen ein. Falls Sie selbst schon von Tinnitus-Geräuschen betroffen sind und mehr über Bewältigungsstrategien wissen wollen oder Ohrensausen vermeiden und sich über... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/tinnitus-geraeusche-so-hoeren-sie-sich-an/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast 25% der Menschen sind einmal in ihrem Leben von Tinnitus-Geräuschen, also Ohrengeräuschen, betroffen. Diese Krankheit schränkt viele Menschen ein. Falls Sie selbst schon von Tinnitus-Geräuschen betroffen sind und mehr über Bewältigungsstrategien wissen wollen oder Ohrensausen vermeiden und sich über die Ursachen besser informieren wollen, ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie.</p>
<h2>Was ist Tinnitus</h2>
<p>Ein kurzes Surren, Summen, Pfeifen oder Fiepen im Ohr, das nach wenigen Sekunden oder Minuten wieder verschwindet, ist völlig normal. Bei einem Tinnitus hingegen sind die Ohrgeräusche dauerhaft oder treten wiederholt über einen längere Zeitraum auf. Charakteristisch für einen Tinnitus ist, dass die wahrgenommenen Geräusche nicht aus der Umgebung stammen, sondern im inneren des Betroffenen entstehen und keinen Informationswert haben, woher das Geräusch stammt. Innerhalb der Beschwerden gibt es eine Unterscheidung zwischen der Art eines Tinnitus. Dazu gehören:</p>
<div id="attachment_6505" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6505" class="wp-image-6505 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/01/hearing-aid-1490115_1280-e1739725398281.jpg" alt="Eine regelmäßige Kontrolle beim Arzt ist wichtig, um Tinnitus Geräusche zu vermeiden. " width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-6505" class="wp-caption-text">Die rechtzeitige Behandlung bei Problemen mit dem Ohr, ist entscheidend, um langfristige Tinnitus-Geräusche zu vermeiden. Foto: <a href="https://pixabay.com/photos/hearing-aid-hearing-ears-aid-ear-1490115/" target="_blank" rel="noopener">Pixabay</a></p></div>
<ol>
<li>Der <em>akute Tinnitus</em></li>
<li>Der <em>chronische Tinnitus</em></li>
<li>Der <em>subjektive Tinnitus</em></li>
<li>Der <em>objektive Tinnitus</em></li>
</ol>
<p>Die Arten eines Tinnitus unterscheiden sich vor allem innerhalb der Beeinträchtigung und der Ursache, wodurch dieser entstanden ist.</p>
<h2>Akustischer Charakter von Tinnitus-Geräuschen</h2>
<p>Die Beeinträchtigung durch einen Tinnitus im Alltag erleben Betroffene unterschiedlich, dies ist auch abhängig von der Ausprägung der Erkrankung. Viele Patient&#8217;innen können mit den Geräuschen im Ohr leben, einige aber belasten diese sehr. Wahrscheinlich wissen viele von Ihnen gar nicht, wie verschieden ein Tinnitus gerade aus akustischer Sicht wahrgenommen werden kann.</p>
<ul>
<li>Hohe<strong> Frequenzbereiche </strong>treten häufig bei Tinnitus-Geräuschen auf (z.B. Pfeifen oder Zischen bei <em>4.000</em> bis <em>8.000</em> Hz), insbesondere bei Menschen mit einem hochfrequenten Hörverlust. Tiefere Frequenzen (Brummen, Surren oder Dröhnen) kommen seltener vor, oft bei Personen mit Mittelohrproblemen.</li>
<li><strong>Dynamik</strong>: Das Geräusch im Ohr bleibt meist konstant und verändert sich wenig. Nur die Lautstärke oder Frequenz des Tinnitus variiert, entweder spontan oder in Reaktion auf bestimmte Reize. Zudem folgen die Geräusche häufig einem rhythmischen Muster, oft synchron mit dem Herzschlag.</li>
<li>Die <strong>Klangart </strong>von Tinnitus-Geräuschen wird je nach Betroffener Person unterschiedlich wahrgenommen. Häufig ist es ein klar definierter Ton, der anhaltend oder pulsierend wahrgenommen wird. Es kann aber auch als ein rauschhaftes Geräusch wahrgenommen werden, wie ein stetiges Zischen. Auch eine Kombination aus beiden Geräuscharten kann auftreten.</li>
</ul>
<h2>Entstehung der Tinnitus-Geräusche</h2>
<p>Die häufigsten Ursachen, wodurch Tinnitus-Geräusche entstehen, sind klar definierbar.</p>
<ul>
<li><strong>Stress und psychische Belastung </strong>sind ein häufiger Auslöser um einen Tinnitus auszulösen oder auch zu verstärken.</li>
<li><strong>Lärmbelästigung</strong> ist gerade in Großstädten ein Problem. Regelmäßige oder plötzliche extreme Geräusche können die Haarzellen im Innenohr schädigen und zu Nährstoffmangel führen.</li>
<li><strong>Hörverlust </strong>tritt vor allem altersbedingt oder krankheitsbedingt durch eine Schädigung des Gehörs auf und hat häufig einen Tinnitus zur Folge.</li>
<li>Auch <strong>Medikamente </strong>wie zum Beispiel bestimmte Antibiotika oder Schmerzmittel können als Nebenwirkung einen Tinnitus auslösen.</li>
</ul>
<h2>Hilfe gegen Tinnitus-Geräusche</h2>
<p>Jährlich kommen circa <em>250.000</em> Neuerkrankungen hinzu. Ein chronischer Tinnitus ist zwar nicht medikamentös heilbar, aber es gibt heutzutage verschiedene Behandlungsmethoden, die den Umgang mit der Erkrankung erleichtern und den Patienten wieder mehr Lebensqualität geben. Die Betroffenen sollten den Besuch beim HNO-Arzt keinesfalls aufschieben und die Überprüfung der Hörfähigkeit, sowie die Identifikation möglicher Schäden über einen Hörtest abklären lassen.</p>
<ul>
<li>Eine <strong>Hörtherapie</strong> kann mithilfe von Hörgeräten oder Tinnitus-Masker helfen, die Hintergrundgeräusche erzeugen, um die Wahrnehmung zu verbessern.</li>
<li>Eine <strong>Medikamentöse Behandlung </strong>kann in akuten Fällen durch Durchblutungsfördernde Mittel oder Beruhigungsmittel helfen. Stoßtherapien mit Kortison haben bereits Erfolg gebracht — es ist aber noch gar nicht geklärt, warum.</li>
<li><strong>Verhaltenstherapie</strong> oder <strong>Entspannungsmethodenwerden </strong>werden auch häufig angewendet, um den Betroffenen zu helfen. Idealerweise lernen Sie, Stress zu reduzieren. Einige Ärzt&#8217;innen schwören auf Methoden zum Ignorieren des Piepens. Mit etwas Erfahrung kann aber auch das genaue Gegenteil helfen: Wenn Sie sich auf genau den Störton konzentrieren, kann Ihr Gehirn durch Afferenzen das Piepsen unterdrücken.</li>
</ul>
<p>Für die optimale Behandlung hilft es Ärzt&#8217;innen, wenn Sie Ihre Tinnitus-Geräusche beschreiben. In weiteren Artikeln lernen Sie waseine <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/schwebung-in-der-akustik/">akustische Schwebung</a> und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/rauigkeit-oder-rauhigkeit-so-schreiben-sie-es-richtig/">Rauhigkeit</a> sind.</p>
<h3 aria-label="&quot;tinnitus arten&quot; – Sie haben dieses Keyword angegeben.">Quellen</h3>
<p>Goebel, G. &amp; Buettner, U., „Grundlagen zu Tinnitus, Diagnostik und Therapie“, in: <a href="https://doi.org/10.1055/s-2004-829994" target="_blank" rel="noopener">psychoneuro 30(6)</a>, 2004.</p>
<p>Kahl-Scholz, M.: Tinnitus, in: <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-59296-0_10" target="_blank" rel="noopener">Symptome als Wegweiser</a>, Springer: Berlin, Heidelberg 2021.</p>
<p>Ziemer, Tim, „Biologie des Gehörs“, in: <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-26863-2_9" target="_blank" rel="noopener">Psychoakustische Schallfeldsynthese für Musik</a>, Springer: Cham 2023.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Musik zum Einschlafen. Welche Musik eignet sich am besten?</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-zum-einschlafen-welche-musik-eignet-sich-am-besten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Liza Avery]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2024 10:45:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[einschlafmusik]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[klassische musik]]></category>
		<category><![CDATA[meditationsmusik]]></category>
		<category><![CDATA[musikpsychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Einschlafen ist ein Bestandteil der täglichen Routine, kann jedoch für einige Menschen eine Herausforderung sein. Bei der Suche nach effektiven Methoden gegen Schlaflosigkeit stellt sich die Frage, ob Musik dabei helfen kann, den Schlaf schnell zu finden. Viele Menschen... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-zum-einschlafen-welche-musik-eignet-sich-am-besten/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;">Das Einschlafen ist ein Bestandteil der täglichen Routine, kann jedoch für einige Menschen eine Herausforderung sein. Bei der Suche nach effektiven Methoden gegen Schlaflosigkeit stellt sich die Frage, ob Musik dabei helfen kann, den Schlaf schnell zu finden. Viele Menschen fragen sich auch, welche Art von Musik zum Einschlafen am effektivsten ist. In diesem Artikel versuche ich, diese Fragen zu beantworten.</p>
<h2>Warum braucht ein Mensch Schlaf?</h2>
<p>Der Schlaf ist ein lebenswichtiger Prozess, der dem Körper ermöglicht, sich zu erholen, Energie zu speichern und wichtige körperliche und geistige Funktionen zu bekräftigen. Er ist für den menschlichen Körper von entscheidender Bedeutung, da durch ihn eine Vielzahl von lebenswichtigen Funktionen unterstützt werden:</p>
<ol>
<li>Erholung und Regeneration: Schlaf ermöglicht dem Körper, sich zu regenerieren und dich zu erholen.</li>
<li>
<div><span lang="DE">Kognitive Funktionen: Schlaf hilft, das Erlebte zu speichern, zu bewerten, mit Erfahrungen zu verknüpfen und so zu lernen und Probleme zu lösen. Ein guter Schlaf trägt dazu bei, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu erhalten und zu verbessern.</span></div>
</li>
<li>
<div><span lang="DE">Emotionale Stabilität: Ausreichender Schlaf ist eng mit der emotionalen Gesundheit verbunden. Schlafmangel kann zu Reizbarkeit, erhöhtem Stress und emotionaler Instabilität führen.</span></div>
</li>
<li>
<div><span lang="DE">Physische Gesundheit: Ein ausreichender Schlaf unterstützt das Immunsystem und die Funktion des Hormonsystems.</span></div>
</li>
</ol>
<p style="font-weight: 400;">Insgesamt ist Schlaf für die physische, kognitive und emotionale Gesundheit unerlässlich. Er ist ein fundamentaler Prozess, der dem Körper ermöglicht, sich zu erholen, zu regenerieren und auf die Anforderungen des täglichen Lebens vorzubereiten.</p>
<div id="attachment_2863" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2863" class="wp-image-2863 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/IMG_0381.jpg" alt="Ein Mann liegt auf seinem Bett und hört mit Kopfhörern Musik zum Einschlafen." width="300" height="196" /><p id="caption-attachment-2863" class="wp-caption-text">Viele Menschen hören Musik zum Einschlafen. Die Art der Musik kann sich je nach Vorlieben unterscheiden. Foto: Liza Avery</p></div>
<h2>Was ist gesunder Schlaf?</h2>
<p>Schlaf ist nicht ein Zustand. Er besteht aus den fünf Phasen</p>
<ol>
<li>Wachphase</li>
<li>Einschlafphase</li>
<li>leichter Schlaf</li>
<li>Tiefschlaf</li>
<li>Traumschlaf (auch nach Rapid Eye Movement (REM)-Phase genannt).</li>
</ol>
<p>Bei gesundem Schlaf wiederholen diese sich in variierender Reihenfolge.</p>
<h2>Warum kann ein Mensch nicht einschlafen?</h2>
<p style="font-weight: 400;">Schwierigkeiten beim Einschlafen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Stress ist einer der Hauptfaktoren. Außerdem können Sorgen, Ängste oder Belastungen aus dem Alltag lange wach halten und den Schlaf behindern.</p>
<p style="font-weight: 400;">Auch äußere Einflüsse spielen eine Rolle. Eine unangenehme Schlafumgebung, sei es durch Lärm, unangenehme Temperaturen oder ein unbequemes Bett, können das Einschlafen erschweren. Unregelmäßige Schlafgewohnheiten oder der Mangel einer festen Routine vor dem Zubettgehen können den natürlichen <a href="https://flexikon.doccheck.com/de/Schlaf-Wach-Rhythmus">Schlaf-Wach-Rhythmus</a> des Körpers stören. Dies macht es schwieriger, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen.</p>
<h2>Wie kann Musik zum Einschlafen helfen?</h2>
<p style="font-weight: 400;">Die beruhigende Wirkung von Musik kann eine entspannende Atmosphäre schaffen, den Geist beruhigen und den Körper auf den Schlaf vorbereiten. Musik kann auch als Ablenkung von belastenden Gedanken oder Sorgen dienen, die häufig zu Schlaflosigkeit führen können. Bestimmte Arten von Musik können besonders hilfreich für die Schaffung einer entspannten Umgebung sein. Dabei ist die beste Musik zum Einschlafen individuell unterschiedlich, da jeder Mensch unterschiedliche Vorlieben und Empfindungen hat. Dennoch gibt es bestimmte Merkmale von Musik, die häufig als förderlich für den Schlaf angesehen werden:</p>
<ul>
<li>
<div><span lang="DE">Langsame Tempi: Musik mit langsamen Rhythmen und ruhigen Melodien kann insbesondere die Atmung verlangsamen</span></div>
</li>
<li>
<div><span lang="DE">Instrumentale Musik: Instrumentale Stücke ohne Texte erfordern weniger Konzentration und bewusste Sprach-Verarbeitung<br />
</span></div>
</li>
<li>
<div><span lang="DE">Naturgeräusche: Klänge aus der Natur, wie sanftes Wellenrauschen, das Zwitschern von Vögeln oder das Rauschen von Blättern im Wind, können eine beruhigende Atmosphäre schaffen</span></div>
</li>
<li>
<div><span lang="DE">Musikgenres wie Ambient, Chillout oder speziell entwickelte Entspannungsmusik, auch Meditationsmusik genannt: Sie sind oft dafür konzipiert, eine beruhigende Wirkung zu haben und den Schlaf zu fördern<br />
</span></div>
</li>
<li>
<div><span lang="DE">Klassische Musik: Langsame und melodische Stücke aus dem klassischen Genre werden oft als hilfreich für Entspannung und den Übergang in den Schlaf empfunden</span></div>
</li>
<li>Alpha-Wellen: Die Wirkung binauraler Schwebungen ist nicht wissenschaftlich belegt. Sie soll entspannte Wachheit fördern, sich aber nicht zum Einschlafen eignen.</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;"> Zusammengefasst: ein etwas voller, dunkler, sanfter, wenig rauschender Klang, welcher sich über das Stück leicht verändert.</p>
<h2>Gefahren von Musik zum Einschlafen</h2>
<p>Bereits im 19. Jahrhundert hat Ernst Kohlschütter die Tiefe des Schlafs mit dem Schallpendel untersucht. Je tiefer Sie schlafen, desto lauter muss Schall sein, um Sie zu wecken. Musik zum Einschlafen birgt verschiedene Risiken:</p>
<ol>
<li>In den Wachphasen kann Musik Ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Sie so am erneuten Einschlafen hindern.</li>
<li>Aus dem leichten Schlaf erwachen wir selbst durch leisen Schall.</li>
<li>Langanhaltender, lauter Schall kann zu Nährstoffmangel führen. Selbst im Schlaf benötigt Ihr Gehör Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen.</li>
<li>Verstopfen Sie Ihre <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/ohr-aufbau-wie-hoert-man/" target="_blank" rel="noopener">Gehörgänge</a> mit In-Ear Kopfhörern, stören Sie den natürlichen Ohrenschmalz-Fluss, was zu Entzündungen führen kann.</li>
<li>Over-Ear Kopfhörer können Ihre Schlafposition beeinflussen und zu Verspannungen führen.</li>
</ol>
<p>Auf Dauer ist die Gefahr von Musik im Schlaf enorm. Musik kann Sie daran hindern kann, sämtliche Schlaf-Phasen zu durchlaufen, die für einen gesunden Schlaf notwendig sind: Sie erreichen Sie Tief- und Traumschlaf nicht, und Ihre Wachphasen werden zu lang. Das kann Ihre körperliche und geistige Gesundheit ernsthaft gefährden. Achten Sie bei Musik zum Einschlafen also auf folgendes:</p>
<ol>
<li>Nutzen Sie Musik nur ausnahmsweise zum Einschlafen</li>
<li>Schalten Sie Musik mit Timer automatisch ab, damit sie nur beim Einschlafen begleitet, aber nicht weckt</li>
<li>Hören Sie leise Musik, um Ihr Gehör nur minimal zu belasten</li>
<li>Nutzen Sie lieber Lautsprecher, statt Kopfhörer, um Entzündungen und Verspannungen vorzubeugen</li>
</ol>
<h2>Fazit</h2>
<p style="font-weight: 400;">Für die richtige Auswahl der Musik zum Einschlafen ist es wichtig, verschiedene Musikstile auszuprobieren. Nur so werden Sie herausfinden, welche Art von Musik am besten funktioniert. Manche Menschen bevorzugen ruhige Instrumentalmusik, während andere sich eher zu Naturgeräuschen oder speziell entwickelter Einschlafmusik hingezogen fühlen. Es geht darum, was für Sie eine beruhigende und entspannende Wirkung hat und was Ihnen hilft, sich zu entspannen und den Schlaf zu finden.</p>
<p>Wenn Sie weitere spannende Informationen zum musikalischen Vorlieben finden wollen, dann lesen Sie unseren Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musikgeschmack-verstehen-darum-moegen-sie-metal-oder-klassik/">Musikgeschmack verstehen: Darum mögen Sie Metal oder Klassik.</a></p>
<h3>Literatur über Musik zum Einschlafen</h3>
<p><strong>Ernst Kohlschütter</strong>, „Messungen der Festigkeit des Schlafes“, Zeitschrift für rationelle Medicin 3(17) <span class="reference-text">1863</span>, <a href="http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/files/15980/E001305961.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/files/15980/E001305961.pdf</a></p>
<p><strong>Gustav Theodor Fechner</strong>: <a href="https://books.google.de/books?id=7mAOAAAAQAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;hl=de&amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;cad=0#v=onepage&amp;q&amp;f=false" target="_blank" rel="noopener">Elemente der Psychophysik</a>, Zweiter Theil, Leipzig: Druck und Verlag von Breitkopf und Hertel 1860, insb. Kapitel „Schlaf und Wachen“.</p>
<p><strong>Henrik Walter und Sabine Müller</strong>, „<a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-25527-4_59" target="_blank" rel="noopener">Neuronale Grundlagen des Bewusstseins</a>“, in: Hans-Otto Karnath und Peter Thier (Hrsg.): Kognitive Neurowissenschaften, 3. aktualisierte und erweiterte Auflage, Springer: Berlin, Heidelberg 2012, S. 655—680, insb. Kapitel „Wachheit: Zur Neurobiologie von Schlaf, Traum und Koma“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-zum-einschlafen-welche-musik-eignet-sich-am-besten/">Musik zum Einschlafen. Welche Musik eignet sich am besten?</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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