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	<title>Komponieren Archive &#8211; SystMus</title>
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	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
	<lastBuildDate>Thu, 27 Feb 2025 15:00:15 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Komponieren Archive &#8211; SystMus</title>
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		<title>Neue Musik — Diese Gattungen gibt es</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/z-neue-musik-diese-gattungen-gibt-es/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lasse Hemsing]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2025 07:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Komponieren]]></category>
		<category><![CDATA[Musikgenre]]></category>
		<category><![CDATA[musikgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Musik, insbesondere die zeitgenössische klassische Musik, hat sich im 20. und 21. Jahrhundert stark weiterentwickelt und dabei zahlreiche innovative Wege eingeschlagen. Auf der Grundlage klassischer Traditionen, aber mit einem klaren Fokus auf neuen Techniken, Klangquellen und experimentellen Ansätzen, hat... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/z-neue-musik-diese-gattungen-gibt-es/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Neue Musik, insbesondere die zeitgenössische klassische Musik, hat sich im 20. und 21. Jahrhundert stark weiterentwickelt und dabei zahlreiche innovative Wege eingeschlagen. Auf der Grundlage klassischer Traditionen, aber mit einem klaren Fokus auf neuen Techniken, Klangquellen und experimentellen Ansätzen, hat sie sich in vielfältige Richtungen entfaltet. So prägen der Bruch mit der Tonalität sowie die Integration von Elektronik, Zufallsmomenten und neuen Technologien diese Ära nachhaltig. Gleichzeitig vereint die zeitgenössische klassische Musik zahlreiche Stile, die von unterschiedlichen ästhetischen Ansätzen und oft hoher Komplexität geprägt sind. In diesem Artikel erhalten Sie daher einen Überblick über die wichtigsten Gattungen, Strömungen und Komponisten.</p>
<h2>Impressionismus und Expressionismus</h2>
<p>Der musikalische <strong>Impressionismus</strong> wandte sich von der traditionellen Harmonik und Struktur der Klassik und Romantik ab. Stattdessen rückten neue Klangfarben, Stimmungen und Atmosphären in den Vordergrund. Klare Melodien und ein harmonisches Fortschreiten waren weniger wichtig. Im Gegenzug entstanden feine, nuancierte Klangbilder, die den unmittelbaren Eindruck betonten. Ein Beispiel dafür ist Debussys <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4NXmcUMQauqEtDYDgP0MEi?si=ad9dd85f809d4a57"><em>Prélude à l&#8217;après-midi d&#8217;un faune</em></a>. Die fließenden Harmonien und ungewöhnlichen Tonleitern (etwa die Ganztonleiter) erzeugen eine schwebende, traumhafte Atmosphäre. Diese Musik steht im Gegensatz zur dramatischen, ausdrucksstarken Musik des späten 19. Jahrhunderts. Somit gilt der Impressionismus oft als Reaktion auf den überladenen Stil der Spätromantik. Anstatt Emotionen stark zu betonen, suchten die Impressionisten nach einer subtilen und introspektiven Ausdrucksweise. Bekannte Komponisten des Impressionismus sind:</p>
<div id="attachment_5326" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5326" class="size-full wp-image-5326" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/pexels-cottonbro-7097455-2.jpg" alt="Moderne Musik wird nicht häufig live in Konzerthäusern gespielt." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-5326" class="wp-caption-text">Neue Musik wird seltener auf Bühnen gespielt als Klassik. Foto: <a href="https://www.pexels.com/de-de/@cottonbro/">cottonbro studio</a> via Pexels.</p></div>
<ul>
<li>Claude Debussy</li>
<li>Maurice Ravel</li>
<li>Alexander Skrjabin</li>
</ul>
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<div>
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<div class="relative p-1 rounded-sm flex items-center justify-center bg-token-main-surface-primary text-token-text-primary h-8 w-8">Der musikalische <strong>Expressionismus </strong>stellt eine radikale Abkehr von traditionellen musikalischen Normen dar. Im Mittelpunkt stehen extreme Emotionen, Dissonanzen und der Bruch mit harmonischen und strukturellen Konventionen. Dadurch wurden die gesellschaftlichen Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts in der Musik widergespiegelt und intensive Gefühle wie Angst, Verzweiflung und Isolation ausgedrückt.</div>
<div class="relative p-1 rounded-sm flex items-center justify-center bg-token-main-surface-primary text-token-text-primary h-8 w-8"><br />Die Atonalität, die von Schönberg und seinen Schülern entwickelt wurde, verstärkte die emotionale Freiheit und Unberechenbarkeit dieser Werke. Stücke wie Schönbergs <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4oneCAvT25a3pXrNOBqUeM?si=mMjTAQ6kT4uFSTpF75p9aA"><em>Erwartung</em></a> zeigen, wie musikalische Dissonanz und Fragmentierung genutzt werden, um innere Angst und Verwirrung zu vermitteln. Des Weiteren versuchte der musikalische Expressionismus, die menschliche Psyche und das Unterbewusstsein auf neue Weise klanglich darzustellen (ähnlich dem <a href="https://www.arsmundi.de/service/unser-kunstreport/expressionismus-eine-malerei-voller-kraft-und-emotionen/">Expressionismus in der bildenden Kunst</a>). Somit wurde der Weg für die Neue Musik des 20. Jahrhunderts vorbereitet. Bekannte Komponisten des Expressionismus sind:</div>
<ul>
<li>Arnold Schönberg</li>
<li>Alban Berg</li>
<li>Anton Webern</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>
</div>
<div> </div>
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<div id="attachment_4823" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4823" class="size-full wp-image-4823" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/07/Bildschirmfoto-2024-07-26-um-10.54.32.png" alt="Klaviernoten französischer Komponisten." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-4823" class="wp-caption-text">Klavierstücke des Impressionismus sind in Musikschulen besonders beliebt. Foto: Lasse Hemsing.</p></div>
<h2>Serialismus und Aleatorik</h2>
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</div>
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<div class="relative p-1 rounded-sm flex items-center justify-center bg-token-main-surface-primary text-token-text-primary h-8 w-8">Der musikalische<strong> Serialismus</strong> gilt als eine der radikalsten Entwicklungen der Neuen Musik. Allerdings entstand dieser aus der Notwendigkeit heraus, nach dem Zusammenbruch der Tonalität eine neue Ordnung zu schaffen. So basiert die Zwölftonmusik, entwickelt von Arnold Schönberg, auf der gleichberechtigten Verwendung aller zwölf Töne einer Oktave in einer festgelegten Reihenfolge, die als „Serie“ oder „Reihe“ bezeichnet wird. Diese Serie wiederum dient als Grundlage für Melodien, Harmonien und andere Strukturen und schafft dadurch ein neues kompositorisches Regelwerk.</div>
<div class="relative p-1 rounded-sm flex items-center justify-center bg-token-main-surface-primary text-token-text-primary h-8 w-8"><br />Serialismus war mehr als nur eine Technik; er bot eine Möglichkeit, Ordnung und Kontrolle in die Neue Musik zu bringen, während die Freiheit der Atonalität erhalten blieb. Der Stil wurde um weitere musikalische Parameter wie Rhythmus und Klangfarbe erweitert. Obwohl die Musik oft als intellektuell und schwer zugänglich galt, war der Serialismus ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung der modernen Musik. Das 1955 von Pierre Boulez geschriebene<em> <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/2uZ983U8rThjIoPUlCZTcK?si=h7M8-pEBRd2LOZkFfEg3RQ">Le Marteau sans maître</a></em> gilt als eines der Schlüsselwerke der seriellen Musik und steht für die radikale Weiterentwicklung der Zwölftontechnik. Bekannte Komponisten des Serialismus sind:</div>
<ul>
<li>Anton Webern</li>
<li>Pierre Boulez</li>
<li>Karlheinz Stockhausen</li>
</ul>
<div> </div>
</div>
</div>
</div>
<div id="attachment_4726" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4726" class="wp-image-4726 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/07/instrument-mit-a-aetherophon.jpg" alt="Analoge und digitale Synthesizer und NIMEs im Tonstudio" width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-4726" class="wp-caption-text">Im 20. Jahrhundert nutzten klassische Komponist&#8217;innen auch Synthesizer und künstliche Intelligenz. Foto: Roman Stracke</p></div>
<p><strong>Aleatorische Musik</strong> integriert Zufallselemente in die Komposition und gibt damit teilweise die Kontrolle der Komponist:innen auf. Bereits Mozart nutzte Zufallsprinzipien, etwa im berühmten <em><a href="https://www.ensembleresonanz.com/task/mozarts-musikalisches-wurfelspiel">Würfelwalzer</a></em>. Das zeigt, dass Stochastik schon lange eine Rolle in der Musik spielt. Die aleatorische Technik war eine Reaktion auf den strengen Serialismus. Komponisten wie John Cage experimentierten mit Zufallsoperationen, um den kreativen Prozess freier zu gestalten. Ein bekanntes Beispiel ist Cages <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2bNCdW4rLnCTzgqUXTTDO1?si=aea828bc00f1491a"><em>4&#8217;33&#8220;</em></a>, bei dem Pausen und Umgebungsgeräusche die „Musik“ bilden. Auch Komponisten wie Karlheinz Stockhausen und Pierre Boulez nutzten aleatorische Techniken, indem sie Zufall und Kontrolle kombinierten. Diese Musik veränderte das Verständnis von Komposition und Aufführung grundlegend und wurde zu einer wichtigen Strömung der modernen Musik.</p>
<h2>Neue Musik: Minimal Music</h2>
<p>Der musikalische <strong>Minimalismus</strong>, der in den 1960er Jahren entstand, ist eine wichtige Bewegung für die Neue Musik. Er zeichnet sich durch Wiederholung, Reduktion und schrittweise Veränderung aus. Statt komplexer Harmonien und Strukturen konzentriert sich der Minimalismus auf einfache, sich wiederholende Muster und minimale Variationen, um eine hypnotische, meditative Wirkung zu erzielen. Steve Reichs <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6HZhntV7m1uixTGpszQggZ?si=1L1KE1ZYSYODGfXmtzyjNw"><em>Music for 18 Musicians</em></a> ist ein Beispiel, bei dem wiederholende rhythmische und harmonische Muster durch minimale Veränderungen besonders intensiv und komplex wirken. Der Minimalismus stellte eine Reaktion auf die Komplexität des Serialismus und der aleatorischen Musik dar und brachte eine neue Einfachheit in die Neue Musik. Darüber hinaus beeinflusste er nicht nur die zeitgenössische Musikszene, sondern auch Pop- und Filmmusik und veränderte das Verhältnis von Zeit und Klang. Bekannte Komponisten des Minimalismus sind:</p>
<ul>
<li>Steve Reich</li>
<li>Philip Glass</li>
<li>Terry Riley</li>
</ul>
<p>Abgesehen von diesen hier kurz vorgestellten Gattungen der Neuen Musik gibt es noch zahlreiche weitere, beispielsweise die Wiener Schule oder den Neoklassizismus. Die Atonalität wurde häufig in diesem Artikel nebenbei erwähnt, hätte aber auch einen eigenen Absatz verdient. Falls Sie sich weiterführend für Klassik interessieren, empfehle ich Ihnen unseren Artikel über <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/franzoesische-komponisten-von-barock-bis-in-die-moderne/">französische Komponist&#8217;innen</a>. Falls Sie Lust auf etwas ganz anderes habe, lege ich Ihnen diesen Artikel über <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/zsymphonic-metal-zwischen-musical-und-schwermetall/">Symphonic Metal</a> nahe.</p>
<h3><strong>Quellen für Neue Musik<br /></strong></h3>
<p>Bader, R. (2021). How Musik Works. A Physical Culture Theory.Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-030-67155-6</p>
<p>Ross, A. (2013). <i>The rest is noise</i>. <em>Das 20. Jahrhundert hören</em>. Piper.</p>
<p>Schmidt, F. (1994). <em>Hat man Töne? Portraits bedeutender Musiker unserer Zeit</em>. Kindler.</p>
<p>Ziemer, T. (2023). Räumliche Konzepte der Musik. In: Psychoakustische Schallfeldsynthese für Musik. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-031-26863-2_2</p>
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			</item>
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		<title>Musik und Gender — Anlaufstellen, Themen und Projekte</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-und-gender-anlaufstellen-themen-und-projekte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tim Ziemer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 12:37:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[Komponieren]]></category>
		<category><![CDATA[musikpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[musiksoziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktheorie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Musik und Gender ist ein junges Forschungsgebiet. Es legt in sämtlichen musikwissenschaftlichen Teildisziplinen den Fokus auf Diversität von Musizierenden und Hörenden. Hierbei geht es zum Beispiel um die Rolle von Frauen in der klassischen Musik, die Marktchancen von Musikerinnen und... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-und-gender-anlaufstellen-themen-und-projekte/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-und-gender-anlaufstellen-themen-und-projekte/">Musik und Gender — Anlaufstellen, Themen und Projekte</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Musik und Gender ist ein junges Forschungsgebiet. Es legt in sämtlichen musikwissenschaftlichen Teildisziplinen den Fokus auf Diversität von Musizierenden und Hörenden. Hierbei geht es zum Beispiel um die Rolle von Frauen in der klassischen Musik, die Marktchancen von Musikerinnen und queeren Menschen, und den Umgang mit Homosexualität im Rap. Wichtige Institutionen und spannende Forschungsprojekte zu Musik und Gender finden Sie hier.</p>
<h2>Kunst- und Gender-Institutionen</h2>
<div>Viele Institutionen forschen und unterrichten auf dem Gebiet Gender und Musik. Zudem archivieren sie Quellen und Aufsätze, und helfen Interessierten bei der Vernetzung:</div>
<ul>
<li>Die <a href="https://www.musikforschung.de/fachgruppen/methodisch-thematische-fachgruppen/frauen-und-genderstudien" target="_blank" rel="noopener">Forschungsgruppe</a> Frauen- und Genderstudien der Gesellschaft für Musikforschung vernetzt Forschende auf dem Gebiet. Sie organisiert auch entsprechende Sessions auf den Jahrestagungen der Gesellschaft. Vor allem die Mailing-List hilft Neulingen und etablierten Wissenschaftler&#8217;innen sich auszutauschen.</li>
<li>Das <a href="https://www.sophie-drinker-institut.de/startseite" target="_blank" rel="noopener">Sophie Drinker Institut</a> ist ein freies Forschungsinstitut. Es ist zum Beispiel für das Instrumentalistinnen-Lexikon verantwortlich und befasst sich inzwischen generell mit kulturgeschichtliche Aspekte der Musikgeschichtsschreibung.</li>
<li>Das Forschungszentrum Musik und Gender der <a href="https://www.fmg.hmtm-hannover.de/de/start/" target="_blank" rel="noopener">Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover</a> ist für Forschung, Material-Archivierung, Lehre und Veranstaltungen auf dem Gebiet verantwortlich.</li>
<li>Aufsätze zu Frauenforschung und Gender-Studies in der Musik finden Sie in der <a href="https://muse.jhu.edu/issue/9438" target="_blank" rel="noopener">Fachzeitschrift</a> Women and Music: A Journal of Gender and Culture sowie im Jahrbuch Musik und Gender des <a href="https://www.olms.de/search/result.aspx?seriesid=949" target="_blank" rel="noopener">Olms-Verlags</a>.</li>
</ul>
<h2>Musik und Gender Forschungsprojekte</h2>
<div aria-label="">Forschungsprojekte im Bereich Gender-, Queer- und Frauen-Studien in der Musikwissenschaft gibt es vermehrt seit den 1990er Jahren:</div>
<ul>
<li>Im L<span class="keyword _ngcontent-zqp-105" aria-hidden="false">exikon Musik und Gender des </span><a href="https://mugi.hfmt-hamburg.de/content/index.xml" target="_blank" rel="noopener">MUGI-Projekts</a> finden Sie vor allem Einträge zu klassischen Komponistinnen. Hier erfahren Sie, wie Frauen neben ihrem kompositorischen Wirken als Lehrerinnen und Förderinnen in der Musikwelt gewirkt haben. Schließlich wurden Sie jahrhundertelang daran gehindert, als professionelle Musikerinnen zu arbeiten.</li>
<li>Aus der <a href="https://malisastiftung.org/gender-in-music/" target="_blank" rel="noopener">Studie</a> Gender in Music, geht übrigens hervor, dass noch heute die deutschen Charts und Festivalbühnen von männlichen Urhebern und Performern dominiert werden. Lediglich auf kleinen Festivalbühnen beträgt der Frauenanteil bis zu <em>29</em>%. Die Untersuchung der MaLisa Stiftung, der GEMA und dem Verein Music S Women* durchgeführt. Für mehr Geschlechtergerechtigkeit schlagen sie Zielvorgaben bei Preisvergaben, Veranstaltungen und Bookingagenturen vor.</li>
<li>Darüber hinaus gibt es viele vereinzelte Studien über <a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-981-13-3513-6" target="_blank" rel="noopener">Homosexualität im Rap</a>, Gender in <a href="https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/feduc.2022.987420/full" target="_blank" rel="noopener">Jazz und Improvisation</a>, sowie zu Gender, Sexismus und <a href="https://link.springer.com/book/10.1057/978-1-137-55441-3" target="_blank" rel="noopener">Groupies in Metal</a>. Musikszenen haben oft mit Identifizierung zu tun. Hier müssen Fans genauso wie Künstler&#8217;innen, Presse, Verlage und Veranstaltungsunternehmen für Toleranz und Inklusion sorgen, um Klischees, Vorurteilen und Diskriminierung entgegenzuwirken.</li>
<li>Aktuelle Forschung zeigt, dass selbst computergestützte Musikempfehlungsalgorithmen einen Gender-Bias aufweisen, sowohl was <a href="https://doi.org/10.1016/j.ipm.2021.102666" target="_blank" rel="noopener">Streaming-Nutzer&#8217;innen</a> als auch empfohlene <a href="https://dl.acm.org/doi/10.1145/3406522.3446033" target="_blank" rel="noopener">Künstler&#8217;innen</a> angeht. Aufgrund der Datenlage werden vor allem männliche Interpreten empfohlen, die vor allem von Männern gehört wurden. Tatsächlich schienen die Musikempfehlungen Probanden besser zu gefallen, als Probandinnen. Algorithmen, um diesen Effekt auszugleichen, sind bisher nicht erfolgreich.</li>
</ul>
<p><div id="attachment_1114" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1114" class="size-full wp-image-1114" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/08/musik-und-gender.jpg" alt="Musik und Gender: Sind Ohren individuell, oder gibt es Gender- und ethnische Unterschiede?" width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-1114" class="wp-caption-text">Musik und Gender: Hören alle Menschen gleich? Oder muss Audiotechnologie gendergerechter werden? Foto: Roman Stracke</p></div></p>
<p>In neurologischen und psychoakustischen Studien wurde festgestellt, dass das Gehör von Männern und Frauen statistisch signifikante Unterschiede aufweist. Bislang ungeklärt ist, wie sich Gender auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/akustische-taeuschungen-beispiele-und-erklaerungen/">auditorische Illusionen</a> auswirkt. Oder inwiefern sich Audiotechnologien, wie <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/binaural-audio-wie-es-klingt-und-funktioniert/">Binaural Audio</a>, durch Gender-Berücksichtigung optimieren lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-und-gender-anlaufstellen-themen-und-projekte/">Musik und Gender — Anlaufstellen, Themen und Projekte</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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