<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Musikethnologie Archive &#8211; SystMus</title>
	<atom:link href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/tag/musikethnologie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/tag/musikethnologie/</link>
	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Aug 2025 18:05:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2019/04/logoImg-150x150.jpg</url>
	<title>Musikethnologie Archive &#8211; SystMus</title>
	<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/tag/musikethnologie/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Mikrotonalität in verschiedenen Musikkulturen und ihre Wirkung</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/mikrotonalitaet-in-verschiedenen-musikkulturen-und-ihre-wirkung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie-Luise Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 06:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktheorie]]></category>
		<category><![CDATA[vergleichende musikwissenschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=5734</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mikrotonalität ist ein Begriff für alle Tonschritte, die kleiner als der in unserem Kulturkreis übliche Halbtonschritt sind. Da dies die einzige Bedingung für einen Mikroton ist, kann dieser ganz unterschiedliche Tonhöhen annehmen. Einzig der Viertelton ist von unserer westlichen Musiktheorie... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/mikrotonalitaet-in-verschiedenen-musikkulturen-und-ihre-wirkung/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/mikrotonalitaet-in-verschiedenen-musikkulturen-und-ihre-wirkung/">Mikrotonalität in verschiedenen Musikkulturen und ihre Wirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mikrotonalität ist ein Begriff für alle Tonschritte, die kleiner als der in unserem Kulturkreis übliche Halbtonschritt sind. Da dies die einzige Bedingung für einen Mikroton ist, kann dieser ganz unterschiedliche Tonhöhen annehmen. Einzig der Viertelton ist von unserer westlichen Musiktheorie als Hälfte unseres Halbtons definiert. Schauen Sie sich einmal abseits der klassischen westlichen Musik um, so können Sie in vielen anderen Musikkulturen die Verwendung von Mikrotönen finden. In diesem Artikel lernen Sie, wie verschiedene Musikkulturen der Welt Mikrotöne verwenden. Unsere Musikbeispiele verweisen auf Spotify.</p>
<h2>Mikrotonalität in der arabischen Musik</h2>
<p>In der arabischen Musik ist die Verwendung von Mikrotönen seit langer Zeit verbreitet. Dem liegt zu Grunde, dass die Musiktheoretiker&#8217;innen in diesem Kulturraum die Oktave häufig in mehr als 12 Halbtonschritte unterteilten. Die einzelnen Tonskalen werden in der arabischen Musik als Maquamat (Singular Maquam) bezeichnet. Ähnlich zu dem <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/z-stimmungen-die…en-im-ueberblick/" target="_blank" rel="noopener">pythagoreischen Tonsystem</a> wurden die Maquamat über zwei Tetrachorde innerhalb einer Oktave hergeleitet. Diese zwei Tetrachorde legen jeweils einen Grundton, eine Terz und eine Quarte auf die Frequenz genau fest. Daneben besteht ein Maquam noch aus zumeist sieben beweglichen Tonschritten, die sich oft innerhalb des festgelegten Terzintervalls befinden. Unter den beweglichen Tonschritten finden sich näherungsweise auch Vierteltöne. Im Unterschied zu den festgelegten Intervallen des Tetrachord können die beweglichen Tonschritte jedoch von den Musiker&#8217;innen in ihrer Frequenz individuell abgewandelt werden. Die Gestaltung der beweglichen Tonschritte kann von folgenden Aspekten beeinflusst sein:</p>
<ul>
<li><strong>charakteristische Färbung des jeweiligen Maquam:</strong> Jeder Maquam hat eine eigene emotionale Färbung. Die beweglichen Tonschritte variieren in Abhängigkeit von der individuellen Färbung des Maquam.</li>
<li><strong>Stimmung des Musikstücks und des Publikums:</strong> Die Musiker&#8217;innen setzen sich auch mit der Stimmung des Musikstücks auseinander und wählen die Höhe der beweglichen Tonschritte danach. Während einer Aufführung kann auch die Stimmung des Publikums die Wahl der beweglichen Tonschritte beeinflussen.</li>
</ul>
<p>Für die heutige Musiktheorie der Maquamat war vor allem der musikwissenschaftliche Kongress über arabische Musik im Jahr 1932 ausschlaggebend. Dort trafen sich arabische Musikwissenschaftler&#8217;innen mit westlichen Musikwissenschaftler&#8217;innen, um über die arabische Musik zu forschen. Der Kongress entschloss, für die arabische Musik eine Einteilung der Oktave in 24 gleiche Tonschritte, welche die Oktave in gleichmäßige Viertelton-Intervalle einteilt, zu proklamieren. Die musikalische Praxis zeigt aber bis heute, dass diese Einteilung den tatsächlich gespielten mikrotonalen Intervallen nicht entspricht. Ein Beispiel für den Maquam Nahawand ist zum Beispiel das Stück <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0OyETj6W613ELHICeayncm?si=428b4c80a95d425a" target="_blank" rel="noopener">Longa Nahawand</a>, in welchem Sie auch die arabische Oud hören.</p>
<div id="attachment_7768" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7768" class="wp-image-7768 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud-300x169.png" alt="Dieses Bild zeigt das arabische Saiteninstrument Oud. Auf ihr wird Musik mit Mikrotonalität gespielt." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud-300x169.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud-1024x576.png 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud-768x432.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud-945x532.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud-600x338.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/05/Oud.png 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-7768" class="wp-caption-text">Auf dem arabischen Saiteninstrument Oud wird Musik mit Mikrotonaliät gespielt. Quelle: Von <a class="new" title="Creator:Manol (Emmanuel Venios) (page does not exist)" href="//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Creator:Manol_(Emmanuel_Venios)&amp;action=edit&amp;redlink=1">Manol (Emmanuel Venios)</a> &#8211; <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60286177">arabische Oud</a>, <a title="Creative Commons Zero, Public Domain Dedication" href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en">CC0</a>.</p></div>
<h2>Mikrotonalität in der indischen Musik</h2>
<p>Die indische Musiktheorie unterteilt die Oktave in 22 Tonschritte, die sogenannten Shrutis. Die Shrutis sind jedoch nicht immer gleichmäßig über die Oktave verteilt, sondern können unterschiedliche Intervalle zu ihren Nachbarn haben. Manchmal ist der Tonabstand zwischen zwei benachbarten Shrutis auch so klein, dass er unter der Just Noticable Difference (JND) liegt. Tonabstände, welche unter der JND liegen, sind so klein, dass unser menschliches Hirn die zwei Töne nicht mehr voneinander unterscheiden kann. Werden solche Shrutis jedoch zusammen gespielt, können wir eine <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/schwebung-in-der-akustik/" target="_blank" rel="noopener">Schwebung</a> wahrnehmen. So haben auch diese ganz kleinen Tonabstände eine hörbare Wirkung in der Musik.</p>
<p>Die indischen Tonskalen, die sich Ragas nennen, bestehen zumeist aus fünf bis sieben Tönen. Die Wahl der richtigen Shrutis hängt dabei von komplexeren Regeln ab, als es im westlichen Tonsystem üblich ist. Deshalb ist es auch möglich, dass mehrere Ragas dieselbe grundlegende Intervallstruktur besitzen. Die Ragas der indischen Musik können Sie gut in der Musik der indischen Sitar-Spielerin Anoushka Shankar hören, wie zum Beispiel dem Lied <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0iVXp2R9JhzCMxgMNokBBR?si=c7f1263508364060" target="_blank" rel="noopener">Yaman Kalyan</a>.</p>
<h3>Mögliche Aspekte für die richtige Wahl der Shrutis</h3>
<p>Die Wahl der richtigen Shrutis für ein Raga können von verschiedenen Faktoren abhängen. Dabei spielen Emotionen und ideelle Bedeutungen der Musik eine große Rolle.</p>
<ul>
<li><strong>musikalischer Charakter des Ragas:</strong> In Abhängigkeit der darzustellenden Emotion eines Ragas werden unterschiedliche Shrutis gewählt. Die Anzahl an dissonanten oder schwebenden Shrutis erhöht sich beispielsweise mit dem Ausmaß der emotionalen Spannung.</li>
<li><strong>Aufsteigende oder absteigende Melodie:</strong> Für den emotionalen Charakter des Ragas auch eine Rolle, ob innerhalb einer Komposition eine auf- oder absteigende Melodie gespielt wird. Dies lässt sich am Beispiel eines Dur-Dreiklangs des westlichen Tonsystems gut verdeutlichen. Dieser besteht aus den zwei aufeinanderfolgenden Intervallen, einer großen und einer kleinen Terz. Spielt man den Grundton und nachfolgend den Terz-Ton nacheinander, so klingt hier eine große Terz, die wir einer fröhlichen Stimmung zuordnen. Beginnt man jedoch vom Quint-Ton und spielt danach den Terz-Ton des Akkords, so erklingt eine kleine Terz. Dieses Intervall wird einer traurigen Stimmung zugeordnet.</li>
<li><strong>außermusikalische Interpretationen des Ragas:</strong> Neben musikalischen Aspekten besitzen die Ragas auch spirituelle Bedeutungen und außermusikalische Assoziationen. So werden einzelne Ragas beispielsweise bestimmten Göttern oder Jahreszeiten zugeordnet. Auch dadurch lässt sich die Wahl einzelner Shrutis begründen.</li>
</ul>
<h2>Mikrotonalität in der westlichen Musik</h2>
<p>Mikrotonalität wird jedoch nicht nur in außereuropäischen Musikkulturen verwendet. Bereits der Pytagoreer Archytas von Tarent (435—410 v. Chr.) beschrieb mikrotonale Intervalle. Insbesondere seit dem 20. Jahrhundert komponieren Europäer vermehrt mit Mikrotonalität. Zu Beginn des Jahrhunderts förderten vor allem Vertreter des russischen Futurismus wie Nikolai Kulbin und Michail Matjušin die Erweiterung des europäischen Halbtonsystems. Die vielfältigen Arten von mikrotonalen Tonsystemen seit Beginn des 20. Jahrhunderts lassen sich meist einer der beiden folgenden Gruppen zuordnen:</p>
<ul>
<li><strong>Teilung der Oktave in mehr als zwölf Tonschritte:</strong> Viele Komponist&#8217;innen teilten die Oktave in mehr als 12 Tonschritte ein. Es ist beispielsweise eine Teilung der Oktave in 15, 20 oder auch 52 Tonschritte möglich. Mit solchen Teilungen haben zum Beispiel Julian Carrillo und Elsa Justel gearbeitet.</li>
<li><strong>Teilung der Oktave in asymmetrische Tonschritte:</strong> Andere Komponist&#8217;innen teilten die Oktave in verschieden große Tonschritte ein. Darunter fallen auch Temperierungen, die sich einer naturreinen Stimmung annähern. Diese Form verwendeten Kulbin, Matjušin oder auch Cathrine Lamb für ihre mikrotonale Musik.</li>
</ul>
<p>Ein weiteres Beispiel für eine mikrotonale Tonskala ist die Bohlen-Pierce-Skala. Bei dieser wird jedoch nicht die Oktave, sondern die Duodezime (der Abstand zwischen 12 diatonischen Tonschritten) in dreizehn Töne unterteilt. In der Aufnahme des <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0mig4RXC0IFUs3zKAXncSb?si=2d83c0b5f88547f7" target="_blank" rel="noopener">Bohlen-Pierce Waltz</a> des <em>Dreister Orchestra</em> kann man ein Klavier in dieser Tonskala spielen hören.</p>
<p>Auch der Komponist György Ligeti experimentierte in vielen Werken mit mikrotonalen Strukturen, beispielsweise durch mikrotonale Clusterbildung. Bei einem Cluster werden mehrere Töne gleichzeitig gespielt, die im mikrotonalen Bereich zu besonderen psychoakustischen Effekten führen können. Der hamburger Komponist und Musiktheoretiker Georg Hajdu beschreibt, dass mikrotonale Komposition auch neue Denkmodelle bezüglich des „Harmonie“-Begriffs erfordert. Er meint, dass die klassischen, auf das gleichstufig temperierte System bezogenen Harmoniemodelle an ihre Grenzen stoßen. Diese Modelle müssten durch mikrotonal orientierte Systeme erweitert werden, um Musikstile jenseits des weit verbreiteten Zwölfton-Spektrums erklären zu können.</p>
<h2>Psychologische Aspekte von Mikrotonalen Skalen</h2>
<p>Auch wenn die Oktave in unendlich viele kleine Intervalle teilbar ist, verwenden alle Musikkulturen nur eine begrenzte Anzahl von Intervallen. Dieser Tatsache liegen verschiedene Aspekte der menschlichen Physiologie und Kognition zugrunde:</p>
<ul>
<li>Fast alle Musikkulturen legen insbesondere konsonante Intervalle wie Oktave, Quinte und Quarte mit einer eindeutigen Frequenz fest. Das kann damit zusammenhängen, dass bei diesen Intervallen ein genaues Frequenzverhältnis wesentlich ist, um ein schwebungsfreies Intervall zu erzeugen.</li>
<li>Die meisten Skalen der verschiedenen Musikkulturen besitzen eine unregelmäßige Intervallstruktur. Nur mit einer unregelmäßigen Intervallstruktur ist es möglich, individuelle Beziehungen zwischen einzelnen Tönen einer Tonskala herzustellen. Diese Tonbeziehungen haben den Vorteil, dass wir musikalische Einheiten leichter erkennen und dadurch einfacher abspeichern können.</li>
<li>Die meisten Tonskalen auf der Welt besitzen nicht mehr als 7 Tonstufen. Dem können psychoakustische Mechanismen zugrunde liegen, denn menschliche Gehört durch seine kritische Bandbreite begrenzt. Diese liegt ungefährt bei 10 % Frequenzunterschied &#8211; bei Tönen, welche dichter beieinander liegen, nehmen wir <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/rauigkeit-oder-rauhigkeit-so-schreiben-sie-es-richtig/">Rauhigkeit</a> wahr. Rechnerisch können sieben Töne pro Oktave gefunden werden, die keine Rauhigkeit aufweisen. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass eine höhere Anzahl von Tönen in einer Skala nicht automatisch zu mikrotonaler Musik führt. So handelt es sich bei Arnold Schönbergs Zwölftonmusik nicht um mikrotonale Musik, da die Halbtonschritte dort regelmäßig <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/stimmungen-die-wichtigsten-europaeischen-im-ueberblick/">temperiert</a> sind. Entschiedend für mikrotonale Musik ist die Abweichung der Töne von einem temperierten System.</li>
</ul>
<p>Weitere musikalische Formen, die nicht mit dem typischen diatonischen System der westlichen Musik arbeiten, können Sie in unserem Artikel über <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/z-moderne-musik-…attungen-gibt-es/" target="_blank" rel="noopener">Gattungen der modernen Musik</a> finden.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p>A. Daniélou: Einführung in die indische Musik (5. Aufl.), Noetze, Wilhelmshaven (2004).</p>
<p><a href="https://www.mgg-online.com/article?id=mgg15088&amp;v=1.1&amp;rs=id-105b09cd-82c7-eaa8-f8a7-5314937a8fbf&amp;q=arabische%20musik" target="_blank" rel="noopener">MGG Online — Arabische Musik</a>. (2024, 6. November).</p>
<p>G. Hajdu, „<a href="https://www.georghajdu.de/gh/fileadmin/material/articles/Ansaetze3.pdf" target="_blank" rel="noopener">Überlegungen zu einer neuen Theorie der Harmonie</a>“ in: Manfred Stahnke (Hrsg.): Mikrotöne und mehr, Weidler Verlag, Berlin (2005). S. 165–187.</p>
<p>W.F. Thompson: Music, thought, and feeling: Understanding the psychology of music. Oxford University Press, Oxford (2009).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/mikrotonalitaet-in-verschiedenen-musikkulturen-und-ihre-wirkung/">Mikrotonalität in verschiedenen Musikkulturen und ihre Wirkung</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Instrumente mit W – diese Instrumente gibt es</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-w-diese-instrumente-gibt-es/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Nordenfelt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 17:34:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[instrumentenkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Musikethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[musikinstrumente]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=6242</guid>

					<description><![CDATA[<p>Instrumente mit W umfassen eine starke Variation von exotischen und ungewöhnlichen Musikinstrumenten. Sie stellen keine eigene Instrumenten-Kategorie dar. Wir führen Sie durch eine vielfältige Auswahl von Musikinstrumenten mit W am Anfang. Saiteninstrumente mit W Viele Musikinstrumente mit W sind Saiteninstrumente... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-w-diese-instrumente-gibt-es/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-w-diese-instrumente-gibt-es/">Instrumente mit W – diese Instrumente gibt es</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Instrumente mit W umfassen eine starke Variation von exotischen und ungewöhnlichen Musikinstrumenten. Sie stellen keine eigene Instrumenten-Kategorie dar. Wir führen Sie durch eine vielfältige Auswahl von Musikinstrumenten mit W am Anfang.</p>
<h2>Saiteninstrumente mit W</h2>
<p>Viele Musikinstrumente mit W sind Saiteninstrumente aus verschiedenen Teilen der Welt. Hier stellen wir Ihnen ein Paar spannende Saiteninstrumente mit W vor:</p>
<ul>
<li><strong>Waji</strong> ist eine Art von Harfe aus Nordost-Afghanistan. <span style="font-weight: 400;">Musiker&#8217;innen befestigen vier Saiten an den Enden eines dicken Stabs und führt ihn durch zwei Löcher in einem Fell, das über einen rechteckigen Resonanzkasten gespannt ist.</span> Instrumentalist&#8217;innen schlagen alle Saiten mit einem Plektrum an und dämpft mit der anderen Hand eine oder zwei Saiten ab. Auch andere Saiteninstrumente, wie die <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-m-diese-musikinstrumente-gibt-es/" target="_blank" rel="noopener">Mandoline</a>, werden oft mit Plektrum gespielt.</li>
<li>Die <strong>Waldzither</strong> ist eine Art von Saiteninstrument in der Cisterfamilie. Die Cister hat einen birnenförmigen Korpusumriss, flache Zargen und einen flachen Boden. Spieler&#8217;innen spielen die Saiten mit einem Plektrum oder zupfen sie mit den Fingern.</li>
<li><strong>Winkelharfen</strong> habe einen geraden Hals, der im rechten Winkel aus dem langen Korpus gerade heraussteht. Die Gerade unterscheidet sie von Hakenharfen, wie der <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-i-diese-musikinstrument-gibts/" target="_blank" rel="noopener">irischen Harfe</a>. Bei der vertikalen Winkelharfe halten Hasfist&#8217;innen den Korpus an der Brust und der Hals ragt von unten nach vorne. Bei der horizontalen Winkelharfe liegt der Korpus horizontal und der Hals reicht nach oben.</li>
</ul>
<h2>Blas- und Schlaginstrumente mit W</h2>
<p>Auch diese Kategorie enthält diverse Instrumente, die nicht eindeutig zusammengehören. Diese Instrumente werden auf verschiedener Art entweder durch Blasen oder Schlagen gespielt. Hier finden Sie Instrumente, die Ihnen bestimmt schon bekannt sind, aber auch exotischere und ungewöhnlichere Instrumente:</p>
<div id="attachment_7671" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7671" class="wp-image-7671 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/instrumente-mit-w-walthorn.jpg" alt="Instrumente mit W. Ein Mann spielt das Walthorn." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-7671" class="wp-caption-text">Ein Mann spielt das Walthorn. Foto: <a href="https://unsplash.com/photos/grayscale-photography-of-man-playing-french-horn-Mppf_5Ou8LU">Unsplash</a></p></div>
<ul>
<li>Die <strong>Wagnertuba</strong> gibt es in zwei Größen, die Tenortuba und die Basstuba. Die Wagnertuben sind oval, haben eine weite konische Form und Drehventile. Die Ventile sind für die linke Hand gemacht, und das Mundrohr ist so verengt, dass es ein Waldhorn–Mundstück passt.</li>
<li>Das<strong> Waldhorn</strong> ist ein kreisrundes Blasinstrument, das nach hinten führt. Der Spieler/die Spielerin fasst mit der rechten Hand in die Stürze und spielt die Ventile mit der Linken. Diese Handhaltung stammt aus der Zeit der ventillosen Waldhörner, Naturhörner genannt, wo der Spieler mit der Hand die Töne, die anders nicht spielbar waren, „stopfte“.</li>
<li><strong>Waldteufel</strong>, auch Schwungreibtrommel, ist in Afrika und Asien verbreitet, aber auch in Europa beliebt. Beim Waldteufel verknotet man eine Schnur unter der Membran und befestigt sie an einem Holzstab. Beim Schwingen der Trommel in der Luft erzeugt die Reibung zwischen Stab und Schnur die Schwingung der Membran.</li>
<li><strong>Walzenklavier</strong> – Seit dem späten 18. Jahrhundert steuert eine Stiftwalze den Ton bei bestimmten Hammerklavieren. Kurz gesagt, diese Instrumente spielen Töne eigenständig ab.</li>
<li>Das <strong>Waschbrett </strong>ist eine Art von Schrapinstrument wo der Spieler/die Spielerin beispielsweise mit einem Holzstab die Oberfläche des Instruments schrapt. Im frühen Jazz machten Musiker&#8217;innen Musik, indem sie mit den Fingernägeln über ein Waschbrett schrapten.</li>
</ul>
<h3>Vielfältige Kategorie</h3>
<p>Diese Instrumentenkategorie bietet eine Vielfalt, die Begeisterung weckt. Wir hoffen, Sie haben nach dem Lesen etwas Neues über bekannte und unbekannte Instrumente gelernt. Lernen Sie in weiteren Artikeln mehr über <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-p-diese-musikinstrumente-gibt-es/">Instrumente mit P</a> und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/afrikanische-musikinstrumente-eine-kategorisierte-auswahl/">Afrikanische Musikinstrumente.</a></p>
<h4>Quelle</h4>
<p><strong>Baines, Anthony</strong>: <em>Lexikon der Musikinstrumente</em>, Metzler/Bärenreiter 2000</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-w-diese-instrumente-gibt-es/">Instrumente mit W – diese Instrumente gibt es</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Instrumente mit E – diese Musikinstrumente gibt es</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-e-diese-musikinstrumente-gibt-es/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Nordenfelt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2025 06:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[instrumentenkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Musikethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[musikinstrumente]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=5782</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die bekanntesten Musikinstrumente mit E am Anfang sind wahrscheinlich elektrische Instrumente, wie E-Gitarre oder E-Piano. Es gibt aber noch viele weitere interessante Musikinstrumente mit E aus der ganzen Welt, die es wert sind, sie zu entdecken. In diesem Artikel wollen... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-e-diese-musikinstrumente-gibt-es/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-e-diese-musikinstrumente-gibt-es/">Instrumente mit E – diese Musikinstrumente gibt es</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Die bekanntesten Musikinstrumente mit E am Anfang sind wahrscheinlich elektrische Instrumente, wie E-Gitarre oder E-Piano. Es gibt aber noch viele weitere interessante Musikinstrumente mit E aus der ganzen Welt, die es wert sind, sie zu entdecken. In diesem Artikel wollen wir Ihnen einige vorstellen.</span></p>
<h1><b>Instrumente mit E</b></h1>
<p><span style="font-weight: 400;">Instrumente mit dem Buchstaben E sind nicht ganz so zahlreich wie bei anderen Buchstaben, und viele von ihnen sind eher unbekannt. Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl solcher Instrumente vor. Vielleicht kennen Sie einige noch nicht, doch alle erzählen ihre eigene faszinierende Geschichte und erzeugen einzigartige Klänge:</span></p>
<div id="attachment_7720" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7720" class="wp-image-7720 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/04/instrument-mit-e-e-gitarre.jpg" alt="Die elektrische Gitarre ist ein bekanntes Instrument mit E." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-7720" class="wp-caption-text">Die elektrische Gitarre ist ein beliebtes Harmonie- und Melodie-Instrument mit E. Foto: <a href="https://pixabay.com/photos/guitar-electric-guitar-musician-4280306/">Pixabay</a></p></div>
<ul>
<li><span style="font-weight: 400;">Bei der<strong> Einhandflöte und Einhandtrommel</strong> spielt eine Person beide Instrumente gleichzeitig. Der/Die Spieler&#8217;in hält die Flöte in der linken Hand und schlägt gleichzeitig die Trommel mit der rechten Hand. Diese Instrumente stammen aus Westeuropa, wo Musiker&#8217;innen sie häufig bei Volkstänzen spielen.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Die<b> Ektar </b>a<span style="font-weight: 400;">uch <strong>Ektara</strong> genannt, ist ein indisches Saiteninstrument. Musiker&#8217;innen befestigen die Saite an einem Bambusstab und führen sie durch eine mit Fell gespannte Kalebasse.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Das<strong> English Horn</strong> ist ein wichtiges Instrument der Oboenfamilie nach der Oboe und erklingt eine Oktave tiefer. Beim Spielen legen Musiker&#8217;innen eine Schlaufe um den Hals und befestigt sie am Daumenhalter, um das Instrument zu halten.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Besonders Frauen spielten die <strong>English Guitar</strong> im 18. Jahrhundert. Es hat eine birnenförmige Form und hohe Zarge, die nach oben schmaler werden. Der Boden wölbt sich leicht, und die Spielerin zupft die Metallsaiten mit den Fingern.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Der<strong> Erdbogen </strong>oder die<strong> Erdzither</strong> sind Oberbegriffe für Instrumente aus Zentralafrika, Ostasien oder der Karibik. Musiker&#8217;innen befestigen eine Saite an einem Resonanzbogen und legen sie über eine mit Steinen beschwerte Erdgrube. Der/Die Spieler&#8217;in zupft oder streicht den Faden, um summende oder brummende Töne zu erstellen.</span></li>
</ul>
<h2><strong>Elektrische Instrumente</strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Elektrische Musikinstrumente sind Varianten von Instrumenten, die nicht nur elektronisch verstärkt werden, sondern auch elektronische Klänge erzeugen:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Die <strong>E-Gitarre</strong> besitzt keinen Resonanzkörper. Musiker&#8217;innen spannen ihre sechs Saiten über Tonabnehmer, die auf einem steifen Holzkorpus montiert sind. Die Tonabnehmer nehmen die Schwingungen der Saiten auf und wandeln sie in elektrische Signale um. Das System leitet diese Signale über Regler für Lautstärke und Klangfarbe an einen Verstärker mit Lautsprecher weiter.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Der <strong>E-Bass </strong>ist ein massives Instrument mit vier dicken und langen Saiten aus den Noten E1, A1, D und G. Leo Fender entwickelte und führte den E-Bass im Jahr 1951 ein.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Musiker&#8217;innen verwenden das <strong>E-Piano</strong>, ein elektromechanisches Tasteninstrument, besonders häufig in der Pop- und Rockmusik. Spielweise und Klang ähneln dem klassischen Klavier. Was fehlt, ist die räumliche Abstrahlcharakteristik, die den Konzertflügel im Live-Einsatz groß und lebendig klingen lässt.Wie beim <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/felt-piano-der-sound-der-neoklassik-kurz-erklaert/" target="_blank" rel="noopener">Felt-Piano</a>, können E-Pianos mitunter die Klangfarbe ändern.</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Hersteller statten die <strong>elektronische Orgel</strong> teilweise mit einem Pedal sowie mit Effekt-Registern und einem eingebauten Rhythmusgerät aus. Bis in die 1970er waren sie als <strong>Heimorgeln</strong> weit verbreitet.</span></li>
</ul>
<p>Mehr über Musikinstrumente lernen Sie in unserem Artikel über die <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/tonentstehung-der-querfloete/">Tonentstehung der Querflöte</a> und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-z-diese-musikinstrumente-gibts/">Instrumente mit Z</a>.</p>
<h3><strong>Quellen</strong></h3>
<p><strong>Baines, Anthony</strong>: <em>Lexikon der Musikinstrumente</em>, Metzler/Bärenreiter 2000</p>
<p><strong>Ziemer, Tim</strong>: <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-26863-2_9" target="_blank" rel="noopener">Psychoakustische Schallfeldsynthese für Musik</a>, Springer 2023</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/instrumente-mit-e-diese-musikinstrumente-gibt-es/">Instrumente mit E – diese Musikinstrumente gibt es</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
