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	<title>Gábor Henry Raschberger, Autor bei SystMus</title>
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	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
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	<title>Gábor Henry Raschberger, Autor bei SystMus</title>
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	<item>
		<title>Grusel-Musik – Die ikonischsten Film-Soundtracks</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gábor Henry Raschberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 06:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Filmmusik]]></category>
		<category><![CDATA[musikgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[popularmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein guter Soundtrack trägt maßgeblich zur gelungenen Atmosphäre eines Films bei. Besonders intensiv erleben Kino-Fans dieses Gefühl beim Hören von Grusel-Musik aus Horrorfilmen. Häufig braucht es nämlich nur wenige Klänge, die sich in Kombination mit den gezeigten Bildern ins zeitgeschichtliche... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/grusel-musik-die-ikonischsten-horrorfilm-soundtracks/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein guter Soundtrack trägt maßgeblich zur gelungenen Atmosphäre eines Films bei. Besonders intensiv erleben Kino-Fans dieses Gefühl beim Hören von Grusel-Musik aus Horrorfilmen. Häufig braucht es nämlich nur wenige Klänge, die sich in Kombination mit den gezeigten Bildern ins zeitgeschichtliche Gedächtnis einbrennen. Die ikonischsten, aller Musikstücke aus Horrorfilmen, finden Sie hier, mit Spotify-Links.</p>
<h2>Gruselige Filmmusik – Die Anfänge bis 1950</h2>
<p>Während Klassiker aus der Anfangszeit des Kinos, wie Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ aus dem Jahr 1922 noch gänzlich ohne aufgenommene Klänge auskommen müssen, entwickelten sich mit der Einführung des Tonfilms auch die Soundtracks. Das Grusel-Kino der 1930er und 40er Jahren florierte mit Darstellern wie Bela Lugosi als Dracula, jedoch bleibt aus der Zeit wenig bis keine Grusel-Musik erhalten, die ohne ihre filmische Begleitung als eigenständiges Werk bekannt geblieben ist.</p>
<div id="attachment_6761" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6761" class="wp-image-6761 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Grusel-Musik.jpg" alt="Grusel-Musik Regisseur: Alfred Hitchcocks Stern auf dem Walk of Fame" width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-6761" class="wp-caption-text">Grusel-Musik wurde spätestens durch Alfred Hitchcocks Filme zum festen Bestandteil des Horror-Kinos. Bild: <a href="https://pixabay.com/photos/walk-of-fame-los-angeles-hollywood-2163255/" target="_blank" rel="noopener">Pixabay</a></p></div>
<h2>Grusel-Musik der 1960er Jahre</h2>
<p>Der Stellenwert von Grusel-Musik in Filmen, sollte sich in den 1960er Jahren mit dem Regisseur Alfred Hitchcock und seinem Film „Psycho“ drastisch erhöhen. Der ikonische Violinen-Klang, den der Komponist Bernard Herrmann für die bekannte Duschszene schrieb, wird bis heute zitiert und parodiert. Nicht umsonst befindet sich der Soundtrack zu Psycho laut des American Film Instituts, auf Platz vier, der besten Filmmusiken Amerikas aus 100 Jahren.</p>
<p>Ebenfalls aus der Zeit stammt Krzysztof Komedas Filmmusik zu „Tanz der Vampire“, aus dessen Handlung heute verschiedene abgewandelte Musical-Formen gespielt werden. Der Komponist zeigte sich in den 1960er Jahren auch für die ikonische Filmmusik des Polanski-Films „Rosemaries Baby“ verantwortlich, dessen Titelsong unter den Bezeichnungen „Lullaby for Rosemaries Baby“ und „Sleep Safe and Warm“ bekannt ist. Die schaurigen Pianoklänge in Kombination mit einem weichen „la, la, la“, wurden über die folgenden Jahrzehnte mehrfach gecovert, oder durch Sampling in gänzlich anderen Genres, wie Hip-Hop genutzt. Filme der 1960er mit besonders unheimlicher Musik sind unter anderem:</p>
<ul>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7yWej3bDTa8YX1PBY1fhjr" target="_blank" rel="noopener">Psycho</a></li>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0UyifotZndmtNsgBAggdnT" target="_blank" rel="noopener">Rosemaries Baby</a></li>
<li>Die Nacht der lebenden Toten</li>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6vnqZjLEauTVwDA9DjSR0L" target="_blank" rel="noopener">Tanz der Vampire</a></li>
<li>Die Vögel</li>
</ul>
<h2>Horrorfilm-Soundtracks der 1970er und 80er</h2>
<p>Grusel-Musik findet sich während der Hochzeit des Horror-Kinos in den 1970er Jahren in vielfältiger Varianz. Aus dem Blockbuster Kino ist John Williams Melodie zu „Der weiße Hai“ weltbekannt: Die spannungsgeladenen Streicherklänge brachten dem Komponisten im Jahr 1976 einen Oscar für die beste Filmmusik ein.</p>
<p>Der Regisseur John Carpenter komponierte die Titelmelodie seines Films „Halloween – Die Nacht des Grauens“ im Jahr 1978 kurzerhand selbst und erschuf damit einen der bekanntesten Film-Soundtracks überhaupt. Im Gegensatz zu diesen spannungsgeladenen Klavierklängen, mutet Mike Oldfields „Turbular Bells“ vergleichsweise harmlos an. In Verbindung zu den furchterregenden Szenen einer teuflisch besessenen 12-jährigen im Film „Der Exorzist“ entwickelt sich der Schauer durch den Kontrast, was das Stück zu einer ungewöhnlichen, aber nicht minder gruseligen Musikauswahl macht.</p>
<p>Weniger klassisches Musikstück, aber dafür umso unheimlicher ist der Soundtrack zu „Blutgericht in Texas“. Tobe Hooper und Wayne Bell griffen für die akustische Untermalung des Films auf eine Kombination aus Industrieklängen, <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/afrikanische-musikinstrumente-eine-kategorisierte-auswahl/" target="_blank" rel="noopener">afrikanischen Musikinstrumenten</a> und Alltagsgegenständen zurück.</p>
<h2>Die Wende des Grusel-Kinos</h2>
<p>Mit der Wende zu den 1980er Jahren, entwickelten sich viele erfolgreiche Horrorfilme zu Franchises mit eigenen Fortsetzungen und Weiterführungen bereits bekannter Musikstücke. Heraus sticht in dieser Zeit Stanley Kubricks „Shining“ mit synth-lastiger Untermalung durch eine Zusammenarbeit den Komponisten György Ligeti und Krzysztof Penderecki. György Ligeti war Kompositions-Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und ist Namensgeber für unser Partnerinstitut, das <a href="https://ligetizentrum.hfmt-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener">Ligeti-Center</a>. Krzysztof Penderecki ist mit seinen musikalischen Werken ebenfalls im Film „Der Exorzist“ vertreten. Diese Soundtracks aus den 1970er und 80er Jahren sind besonders gruselig:</p>
<ul>
<li>Susperia</li>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6qUytVWmtw4xh2tjCv39GE" target="_blank" rel="noopener">Der weiße Hai</a></li>
<li>Der Exorzist</li>
<li>Das Omen</li>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6Z36wt7oo6xm2uGN00PnTq" target="_blank" rel="noopener">Halloween</a></li>
<li>A clockwork orange</li>
<li>Blutgericht in Texas</li>
<li><a href="https://open.spotify.com/playlist/2nKO0AgmHjAhU6xzPpQbnu" target="_blank" rel="noopener">Shining</a></li>
<li>Das Omen</li>
</ul>
<h2>Grusel-Musik in Horrorfilm-Soundtracks von 1990 bis heute</h2>
<p>Eine Neuauflage der Dracula Geschichte erschien 1992 unter dem Titel „Bram Stoker’s Dracula“ und begeistert durch seinen schaurigen <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/filmmusik-geschichte-klanglandschaften-im-wandel/" target="_blank" rel="noopener">Soundtrack</a> bis heute. Der Komponist Wojciech Kilar lieferte dem Regisseur Francis Ford Coppola dafür eine breite Palette an dramatischen Klängen. Weniger romantisch, dafür aber besonders roh und unangenehm ist die musikalische Untermalung der Saw-Reihe. Charlie Clouser brauchte für die Komposition des Film-Soundtracks für „Saw“ im Jahr 2003 nur sechs Wochen. Dennoch findet sein ikonisches Stück „Hello Zep“ seitdem in jeder Fortsetzung der Reihe seinen Einsatz und prägt die Welt der Grusel-Musik so bis heute.</p>
<h2>Moderne Horror-Musik</h2>
<p>Ari Aster steht mit Heraditary für ein Horror-Kino, das ohne große Schocker, dafür aber mit starker Atmosphäre und psychischem Stress daherkommt. Für den 2018 erschienenen Film übernahm der amerikanische Saxophonist Colin Stetson die Aufgabe, den Soundtrack zu komponieren. Das Ergebnis ist eine dichte Zusammenstellung von Musikstücken, deren Ursprung im Film häufig aus Umgebungsgeräuschen resultiert, um die Atmosphäre zusätzlich zu verstärken. Die bekanntesten Grusel-Musiken der Moderne finden sich in folgenden Filmen:</p>
<ul>
<li>Das Schweigen der Lämmer</li>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/1D2pqmGuOBFjqtThwcWHXS" target="_blank" rel="noopener">Heraditary</a></li>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0KszqO9pbNKXJcIPk4n65Z" target="_blank" rel="noopener">Saw</a></li>
<li><a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4WDRuinnAhb1taYx3RNAxr" target="_blank" rel="noopener">Bram Stoker’s Dracula</a></li>
<li>The Witch</li>
<li>Midsommar</li>
</ul>
<p>Viele Horrorfilme haben ihren ikonischen Status erst durch die Untermalung mit passender Musik erreichen können. Was durch Alfred Hitchcocks Pyscho seinen Anfang fand, spielt weiterhin eine entscheidende Rolle im Horror-Kino. Die Entwicklung von 1960 bis in die heutige Zeit stellt anschaulich dar, wie Grusel-Musik an Relevanz gewann, welche Filme dabei besonders prägend waren und wie Lieder durch die richtige Kontextualisierung zum schauerlichen Erlebnis beitragen können. Die Bewertung und Sortierung dieser besonderen Musikart finden Sie in verschiedenen Artikeln, die in den Quellen zu Grusel-Musik aufgeführt sind. Um nach einem gruseligen Film zu entspannen, könnten zudem Serenaden das richtige für Sie sein. Wenn es jedoch energiegeladen weitergehen soll, lohnt sich die Auseinandersetzung mit <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/viking-metal-brutal-und-blutig/" target="_blank" rel="noopener">Viking-Metal. </a></p>
<h2>Quellen zu Grusel-Musik aus Filmen</h2>
<ul>
<li>B. Alber, 2021: „Die 10 besten Horror-Soundtracks: Playlist für Halloween“</li>
<li>F. Boell, 2022: „Studie: Die 20 erfolgreichsten Horror-Soundtracks im Ranking“</li>
<li>C. Gibson, 2022: „Die beste Horrorfilm-Musik: 10 Soundtracks mit Gänsehautgarantie“</li>
</ul>
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		<title>Serenade-Kompositionen – Die klassische Abendmusik</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/serenade-kompositionen-die-klassische-abendmusik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gábor Henry Raschberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[klassische musik]]></category>
		<category><![CDATA[musikgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktheorie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die klassischen Serenade-Kompositionen finden ihren Ursprung in der Bläsermusik des 15. Jahrhunderts. Begrifflich leiten sie sich von dem italienischen „sereno“ ab, was mit „heiter“ übersetzt werden kann. Die Wortherkunft gibt also bereits Aufschluss über ihr traditionelles Aufführungskonzept: Unter freiem, heiterem... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/serenade-kompositionen-die-klassische-abendmusik/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die klassischen Serenade-Kompositionen finden ihren Ursprung in der Bläsermusik des 15. Jahrhunderts. Begrifflich leiten sie sich von dem italienischen „sereno“ ab, was mit „heiter“ übersetzt werden kann. Die Wortherkunft gibt also bereits Aufschluss über ihr traditionelles Aufführungskonzept: Unter freiem, heiterem Himmel. In diesem Artikel tauchen wir in die faszinierende Geschichte dieser unterhaltsamen Gattung ein und präsentieren Ihnen einige der bekanntesten Werke samt ihrer Komponisten.</p>
<h2>Entwicklung der Abend- und Nachtmusik</h2>
<p>Serenaden wurden zunächst mit Blasinstrumenten wie Fagotten, Hörnern und Oboen gespielt, da sie ausschließlich für Aufführungen im Freien gedacht waren. Frühe Serenaden zeichnen sich durch ein Gleichgewicht aller beteiligten Instrumente aus, was jedoch mit dem Übergang in die romantische Epoche an Bedeutung verliert. Die Einkehr der Kompositionen in Konzertsäle sorgte für eine Erweiterung der Auswahl um Streichinstrumente und veränderte die Gattung zugunsten einer orchestralen Ausrichtung. Die Blütezeit der Serenaden liegt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wodurch aus dieser Zeitspanne heute noch zahlreiche Werke bekannt sind. Besonders wichtige Komponisten sind hier:</p>
<div id="attachment_6987" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6987" class="size-full wp-image-6987" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/02/Serenade-Kompositionen.jpg" alt="Serenade Komponist Wolfgang Amadeus Mozart" width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-6987" class="wp-caption-text">Wolfgang Amadeus Mozart schuf 1787 die bekannteste Serenade-Komposition. Foto: <a href="https://pixabay.com/photos/vienna-monument-mozart-statue-1382690/" target="_blank" rel="noopener">Pixabay</a></p></div>
<ul>
<li>Wolfgang Amadeus Mozart</li>
<li>Joseph Haydn</li>
<li>Ludwig van Beethoven</li>
<li>Anton Reicha</li>
<li>Franz Krommer</li>
</ul>
<p>Ein Wiederaufleben der Serenade im 19. Jahrhundert führte zu weiteren Werke durch Komponisten wie:</p>
<ul>
<li>Johannes Brahms</li>
<li>Richard Strauss</li>
<li>Pyotr Iliyic Tschaikowsky</li>
</ul>
<h2>Charakteristiken von Serenade Kompositionen</h2>
<p>Die Serenade hat als wohlklingende Freiluftmusik schwärmerischen Charakters, einige Überschneidungspunkte mit Werken aus dem Divertimento, Cassation (reine Instrumentalserenade) oder Notturno. Sie steht seit dem 17. Jahrhundert für instrumentalmusikalische Kompositionen in diversen Besetzungen. Die zusammenhängenden drei bis acht Sätze der Stücke, werden häufig durch einen Marsch eröffnet und ausgeleitet. Serenaden haben somit mehr Sätze als Symphonien oder Sonaten. Zudem sind sie meist freier in ihrer Ausgestaltung. Damit deckt die Gattung innerhalb der Klassik einen breiten <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musikgeschmack-verstehen-darum-moegen-sie-metal-oder-klassik/" target="_blank" rel="noopener">Musikgeschmack</a> ab und wird in verschiedenen Kontexten rezipiert.</p>
<h2>Die bekannteste Serenade</h2>
<p>Bereits die Anfänge der Serenade-Kompositionen sind durch einige der weltweit bekanntesten Komponisten geprägt. Jedoch weisen auch die Werke selbst eine hohe Prominenz auf. „Die Serenade Nummer 13 für Streicher in G-Dur“ aus dem Jahr 1787 wird unter ihrem Beinamen „Eine kleine Nachtmusik (KV. 525)“, nicht nur Klassik-Fans ein Begriff sein, sondern gehört zu Wolfgang Amadeus Mozarts populärsten Werken. Der Begriff Nachtmusik wurde in diesem Kontext durch den Komponisten selbst gewählt, der das Wort „Serenade“ aus dem italienischen übersetzt hatte. Entgegen der musikalischen Gattungs-Tradition ist die kleine Nachtmusik als Kammerstück konzipiert, das aus zwei Violinen, einer Bratsche, einem Kontrabass und einem Violoncello besteht. Auf dem YouTube Kanal der DW-Classical Music finden Sie eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=czBSj6_6rkE" target="_blank" rel="noopener">Aufführung des Werkes</a>.</p>
<h2>Serenade-Kompositionen für verschiedene Besetzungen</h2>
<p>Eine weitere bekannte Streicherserenade: Die „Serenade für Flöte, Violine und Bratsche (OP. 25)“, stammt von Ludwig van Beethoven. Von Tschaikowski ist an dieser Stelle die „Serenade für Streicher in C-Dur (OP. 48)“ erwähnenswert, die 1880 uraufgeführt wurde und aus vier Sätzen besteht. Wer eine Serenade-Komposition in reiner Bläserbesetzung sucht, wird im Oeuvre von Antonín Leopold Dvořák fündig. Der junge Komponist ließ sich bei einem Besuch in Wien von einem Werk Mozarts inspirieren und schuf anschließend in nur 14 Tagen seine bekannte „Serenade d-Moll (op. 44)“. Ein modernes Beispiel wurde dagegen erst 1951 von dem britischen Komponisten Ronald Binge geschrieben. Die „Elisabethenserenade“ steht als orchestrale Komposition repräsentativ für die Spät-Form der Gattung. Als Neu-Arrangement erlangte das Werk zuletzt durch die Aufführung bei der royalen Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Merkle im Jahr 2018 neue Prominenz.</p>
<p>Für die wilderen unter Ihnen sind <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-ist-acid-techno/" target="_blank" rel="noopener">Acid Techno</a> und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/zsymphonic-metal-zwischen-musical-und-schwermetall/">Symphonic Metal</a> sicherlich interessante Alternativen zur Serenade.</p>
<h2>Weiterführende Literatur</h2>
<p>Durch die Entwicklungsgeschichte der Serenade ist die Ausprägung zugehöriger Werke sehr divers. Trotz unterschiedlicher Besetzungen und Aufführorte teilen die meisten Stücke allerdings ihre Bestimmung: Abwechslungsreiche und unterhaltsame Musik ohne den Ernst vergleichbarer Gattungen. Neben einem anschaulichen <a href="https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/alte-musik/stichwort-serenade-100.html" target="_blank" rel="noopener">Erklärungsvideo des Bayrischen Rundfunks</a> finden Sie anschließend weiterführende Literatur zum Thema:</p>
<ul>
<li>Glüxam, Dagma 2006: „Serenade (deutsch für ital. serenata, frz. sérénade etc.)“</li>
<li>Schipperges, Thomas 1989: „Serenaden zwischen Beethoven und Reger. Beiträger zur Geschichte der Gattung“</li>
<li>Von Blumroeder, Christoph, 1986: „Handwörterbuch der musikalischen Terminologie“</li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Afrikanische Musikinstrumente — Eine kategorisierte Auswahl</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/afrikanische-musikinstrumente-eine-kategorisierte-auswahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gábor Henry Raschberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jan 2025 07:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[instrumentenkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Musikethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[musikinstrumente]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Afrikanische Musikinstrumente sind so vielfältig, wie der Kontinent. Aufgrund ihrer Verwendung in den verschiedensten internationalen Musikrichtungen sind einige der korrekten Bezeichnungen und Bedeutungen jedoch besonders wissenswert. Wir führen Ihnen eine Auswahl der verbreitetsten Musikinstrumente aus dem afrikanischen Kontinent und ihrer... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/afrikanische-musikinstrumente-eine-kategorisierte-auswahl/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Afrikanische Musikinstrumente sind so vielfältig, wie der Kontinent. Aufgrund ihrer Verwendung in den verschiedensten internationalen Musikrichtungen sind einige der korrekten Bezeichnungen und Bedeutungen jedoch besonders wissenswert. Wir führen Ihnen eine Auswahl der verbreitetsten Musikinstrumente aus dem afrikanischen Kontinent und ihrer kulturellen Bedeutung anhand von drei Kategorien auf.</p>
<h2>Afrikanische Musikinstrumente: Trommeln</h2>
<p>Trommeln gehören zu den bekanntesten traditionellen Musikinstrumenten des afrikanischen Kontinents. Klang, Aussehen und Bedeutung können je nach kulturellem Kontext variieren. Über das Spielen der ikonischen Sanduhrtrommeln (Talking drums) werden in westafrikanischen Ländern wie Ghana und Nigeria traditionell Botschaften über eine größere räumliche Distanz kommuniziert. Die Nutzung von Trommeln erfolgt, wie bei den Zulu in Südafrika, aber auch im kriegerischen Kontext. Die durch die Zulu genutzte Trommel trägt den Namen Ingugu und erzeugt ihren Ton nicht durch Schlagen, sondern durch Reibung.</p>
<div id="attachment_6386" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6386" class="size-full wp-image-6386" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/01/afrikanische-trommeln.jpg" alt="" width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-6386" class="wp-caption-text">Afrikanische Rahmentrommeln, im Stil der westafrikanischen Gumbe und der orientalischen Duff. Quelle: <a href="#bader">Alexandraki et al. 2023</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noopener">Creative Commons</a> Lizenz</p></div>
<p>Trotz der großen Vielfalt an Formen, Farben und Einsatzgebieten finden sich optische und materielle Übereinstimmungen im Aufbau vieler afrikanischer Trommeln. Der äußere Rahmen besteht zumeist aus Holz und wird traditionell mit Tierhaut bespannt. Obwohl sie in ihrer Größe variabel ist, behält beispielsweise die bekannteste westafrikanische Trommelart „Djembé“ ihre ikonische Form stets bei. Bekannte Trommeln aus Afrika sind:</p>
<ul>
<li>Dundun (Djembé-Basstrommel aus Westafrika)</li>
<li>Kalangu (Nachrichtentrommel der Hausa)</li>
<li>Ingugu (Reibetrommel aus Südafrika)</li>
<li>Bata (Sanduhrtrommel der Yoruba aus Benin und Nigeria)</li>
<li>Rahmentrommeln, wie Gumbe (Westafrika) und Duff (Orient)</li>
</ul>
<h2>Afrikanische Musikinstrumente: Rhythmusinstrumente</h2>
<p>Um Musikstücken ihren charakteristischen Beat zu verleihen, gibt es auf dem afrikanischen Kontinent eine große Zahl von Rhythmusinstrumenten. Das durch die UNESCO als Teil des immateriellen Kulturerbes ausgezeichnete M-bira-Spiel aus Zimbabwe, findet seinen Ursprung im Spirituellen. Die Shona nutzen das Instrument traditionell, um in den Kontakt mit Ahnen oder Schutzgöttern zu treten. Ebenfalls UNESCO-ausgezeichnet ist das malinesische Balafon. Dieses Musikinstrument ist vom Aufbau und seiner Klangfarbe mit einem Xylophon vergleichbar und kann rhythmisch sowie melodisch gespielt werden. Im westafrikanischen Raum verbreitet ist auch die Shekere. Nach ihrer Entstehung bei den Yoruba, findet die Rassel inzwischen internationale Verwendung. Ihr Klangkörper besteht aus einem getrockneten, ausgehöhlten Kürbis und wird durch Netze mit Perlen und Muscheln geschmückt. Die Shekere-Rassel wird heute sowohl in der traditionellen Musik als auch in der modernen Pop-Musik verwendet.</p>
<p>Rhythmusinstrumente aus Afrika sind unter anderem:</p>
<p><!--EndFragment --></p>
<ul>
<li>Balafon (Xylophon aus Westafrika)</li>
<li>Mbira (Kalimba aus Malawi und Zimbabwe)</li>
<li>Gankoguis (Glockenpaar der Yoruba und Edo)</li>
<li>Shekere (Rassel aus dem westafrikanischen Raum)</li>
</ul>
<h2>Afrikanische Musikinstrumente: Melodische Instrumente</h2>
<p>Afrikanische Musik wird seit Jahrtausenden auch durch den Einsatz von Saiteninstrumenten geprägt. Die Kora entstammt dem Gebiet des heutigen Gambias. Ebenso wie die Ngoni aus Simbabwe handelt es sich bei ihr um eine Stegharfe mit insgesamt 21 Saiten. Das korrekte Bespielen dieser komplexen Instrumente bedarf in der Regel jahrelanger Übung und wird über Generationen hinweg vermittelt. Auch Blasinstrumente spielen in der traditionellen afrikanischen Musik eine Rolle. Die Flötentöne der Fulani aus der südlichen Sahara-Region, sind fester Teil der Hausa-Kultur. Sie finden sich auf dem Kontinent ebenso wie die Nutzung traditioneller Hörner aus dem Geweih von Antilopen. Internationaler Bekanntheit erfreut sich unter anderem auch das Kalimba: ein Fingerklavier aus Holz und Metall. Es findet wie im Fall der Mbira als Rhythmusinstrument, oder als Mittel zur melodischen Begleitung Verwendung.</p>
<div id="attachment_6379" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6379" class="wp-image-6379 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/01/afrikanisches-instrument-gimbri.jpg" alt="Die afrikanische Gimbri ist ein Instrument aus Mauretanien" width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-6379" class="wp-caption-text">Die afrikanische Gimbri für akustische Messungen im schalltoten Raum. Foto: Alexandra Nordenfelt</p></div>
<p>Melodische Instrumente aus Afrika sind unter anderem:</p>
<ul>
<li>Kora (Harfe aus Gambia)</li>
<li>Tambin / Fula Flute (Flöte der Hausa-Fulani aus der westafrikanischen Sub-Sahara-Region)</li>
<li>Kalimba (Daumenklavier aus Westafrika)</li>
<li>Gimbri und Gurumi (Lauten aus Mauretanien und Westafrika)</li>
</ul>
<p>Viele traditionelle afrikanische Musikinstrumente werden in der heutigen Zeit weltweit gespielt und gehört. Ob im karibischen Reggea, der Latin-Musik aus Südamerika oder als Samples im amerikanischen Hip-Hop, beeinflussen die Klänge diverse Musikrichtungen. Ihre weltweite Verbreitung hängt historisch unter anderem mit dem Sklavenhandel zusammen und steht dadurch in enger Verbindung mit Bewegungen in Opposition zu kolonialen Machtverhältnissen. Dies offenbart den historischen Zusammenhang von <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/politische-musik-merkmale-und-funktionen/">Musik und Politik</a> und gibt den Musikinstrumenten eine weitere Betrachtungsebene.</p>
<h2>Quellen zu afrikanischen Musikinstrumenten</h2>
<p id="bader">C. Alexandraki, M. Starakis, P. Zervas, &amp; R. Bader (2023), „Inferring Drumhead Damping and Tuning from Sound Using Finite Difference Time Domain (FDTD) Models“, in: <a href="http://doi.org/10.3390/acoustics5030047" target="_blank" rel="noopener"><em>Acoustics</em> <em>5</em>(3)</a>, S. 798—816</p>
<p>K.A. Gourlay, J.M. Schechter, A. Villepastour, A. L. Satomi, N. Graeff (2023), <em>„</em>Agogo<em>“</em>, in: <a href="https://www.oxfordmusiconline.com/grovemusic/view/10.1093/gmo/9781561592630.001.0001/omo-9781561592630-e-90000347659" target="_blank" rel="noopener"><em>Grove Music Online</em></a></p>
<p>P. Kirby, Percival (2014): <em>The Musical Instruments of the Native Races of South Africa</em>, 2. Aufl., Wits University Press</p>
<p>K. Langewiesche (2021): <em>Im Kloster und in der Welt: Die Stegharfe als Symbol für die Veränderung von Geschlechterrollen</em>, <a href="https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/kora" target="_blank" rel="noopener">L.I.S.A.</a></p>
<p>F. Pfeifle (2012), „Air Modes in Stringed Lute-Like Instruments from Africa and China“, in: A. Schneider &amp; A. v. Ruschkowski (Hrsg.): <em><a href="https://doi.org/10.3726/978-3-653-01290-3" target="_blank" rel="noopener">Systematic Musicology: Empirical and Theoretical Studies</a></em>, Peter Lang, S. 137—152</p>
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