<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Justin Niestroj, Autor bei SystMus</title>
	<atom:link href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/author/justinniestroj/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de</link>
	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
	<lastBuildDate>Sat, 24 Feb 2024 16:16:07 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2019/04/logoImg-150x150.jpg</url>
	<title>Justin Niestroj, Autor bei SystMus</title>
	<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Panning im Stereo – Was gehört wohin?</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/panning-im-stereo-was-gehoert-wohin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Justin Niestroj]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2024 09:42:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Pan]]></category>
		<category><![CDATA[Panning]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=921</guid>

					<description><![CDATA[<p>Panning gibt Ihrer Musik Raum und lässt Zuhörer&#8217;innen tief in Ihre Musik eintauchen. Rein technisch gesehen verteilen Sie Instrumente und Klänge innerhalb des Schallfeldes. Wie das geht und wie Sie Panning in Ihrer Musikproduktion verwenden können, erfahren Sie hier. Geschichte... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/panning-im-stereo-was-gehoert-wohin/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/panning-im-stereo-was-gehoert-wohin/">Panning im Stereo – Was gehört wohin?</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Panning gibt Ihrer Musik Raum und lässt Zuhörer&#8217;innen tief in Ihre Musik eintauchen. Rein technisch gesehen verteilen Sie Instrumente und Klänge innerhalb des Schallfeldes. Wie das geht und wie Sie Panning in Ihrer Musikproduktion verwenden können, erfahren Sie hier.</p>
<h2>Geschichte des Panning</h2>
<p>Pan ist kurz für Panorama und beschreibt, wo Sie etwas in einem Audiopanorama wahrnehmen. Schon der Komponist Johann Sebastian Bach hat mit seinem Concerto Grosso Instrumente „gepant“ – auch wenn das mit dem heutigen Panning wenig zu tun hat. Durch die Positionierung der verschiedenen Musiker&#8217;innengruppen auf verschiedenen Emporen, lies Bach die Instrumente an anderen Positionen erklingen.</p>
<p><span style="font-size: 16px;">In den Anfängen der Musikaufnahme wurde alles monofon aufgenommen und konnte auch nur über einen Lautsprecher wiedergegeben werden. Dadurch war es nicht möglich, Instrumente im Raum zu verteilen. Dafür müssen Sie mehrere <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/lautsprecher-richtig-aufstellen-zum-musikmischen/" target="_blank" rel="noopener">Lautsprecher richtig aufstellen</a> und ihre Signale je nach Bedarf gewichten. Erst 1957 war die erste Stereoaufnahme kommerziell verfügbar und gepante Instrumente wurden zur Normalität. Stereo war jedoch zu dieser Zeit noch eher als zweimal Mono zu kennzeichnen. Vor allem bei Beatles-Aufnahmen und alten Jazz-Platten können Sie dies gut hören. Oft sind hier ganze Instrumente, wie das Schlagzeug oder der Gesang, nur auf einer Seite zu hören. Steht ein Instrument scheinbar irgendwo zwischen den Lautsprechern, spricht man von einer Phantomschallquelle.<br /></span></p>
<h2>Panning heute</h2>
<p>Heute kann Panning sehr fein eingestellt werden. Dies ermöglicht der sogenannte Panorama- oder Pan-Regler, den Sie auf jedem Mischpult und in jeder DAW finden.</p>
<ol>
<li>Den Panregler benutzten Sie, um eine Phantomschallquelle an einer beliebigen Stelle zwischen den Lautsprechern zu positionieren.</li>
<li>Um eine Schallquelle in Richtung eines Lautsprechers zu verschieben, macht der Panoramaregler diesen Lautsprecher lauter und gleichzeitig den anderen leiser.</li>
<li>Dabei sorgt er dafür, dass die Schall-Leistung konstant bleibt. So verschieben Sie die Position einer Schallquelle, ohne ihre Lautstärke zu verändern.</li>
<li>Ist das Signal in der Mitte, so produziert jeder Lautsprecher <em>50</em>% der Schall-Leistung. Ist das Signal ganz auf einer Seite gepant, so produziert diese <em>100</em>% und die andere Seite <em>0</em>% der Schall-Leistung. Das nennt man Hard-Panning.</li>
</ol>
<h2>Was gehört wohin? Positionierung der Schallquellen</h2>
<p>Wie genau gepant wird, ist Geschmackssache und es variiert von Song zu Song. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich vor Augen halten, welches Ziel Sie mit Panning in Ihrem Mix verfolgen. Haben Sie beispielsweise ein kleines Orchester oder einen Chor aufgenommen, so sollten Sie die Instrumente an die Stelle pannen, an der Sie auch bei der Aufnahme gespielt haben.</p>
<ol>
<li>Dies ermöglicht eine getreue Abbildung der Aufnahme.</li>
<li>Viele Stücke für Orchester oder Chor sind mit den bestimmten Positionen der Instrumente komponiert.</li>
</ol>
<p>Haben Sie aber eine Pop-Produktion aufgenommen, dann haben Sie ein andere Ziele beim Panning:</p>
<ol>
<li>Erschaffen eines künstlichen Raumes: Durch das Platzieren von Instrumenten an Orten, an denen sie natürlicherweise nicht sind, können Sie mit Panning einen ganz neuen und eigenen Raum erschaffen, der am besten zu Ihrer Produktion passt.</li>
<li>Jedem Instrument Platz zu lassen, sodass wenige Überlagerungen entstehen: Gesangsstimme und Gitarre haben zum Beispiel große Frequenzüberlappungen. Erklingen Sie gleichzeitig an verschiedenen Orten, kann man sie besser auseinanderhalten.</li>
<li>Die ganze Breite des Stereopanoramas auszunutzen: Benutzten Sie auf jeden Fall den Panregler auch zu <em>100</em>% Links und Rechts und hören Sie, wie es klingt.</li>
</ol>
<p>Diese Tipps haben sich in der Praxis bewährt. Am Ende ist aber das richtig, was am besten klingt. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, alle Instrumente nach zwei Kategorien zu sortieren.</p>
<h3>1. Von Tief zu hoch</h3>
<p>Grundsätzlich können Sie sich die frequenzbasierte Sortierung wie eine umgedrehte Pyramide vorstellen. Je tiefer ein Instrument ist, desto eher sollten Sie es in die Mitte pannen, je hochfrequenter, desto breiter. Dies vor allem am <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wie-orten-wir-schall/" target="_blank" rel="noopener">Ortungsvermögen der Menschen</a>. Hochfrequenter Schall kann gut geortet werden. Frequenzen unter <em>80</em> Hz können wir kaum präzise lokalisieren. Es am besten, tiefe Frequenzen in der Mitte zu lassen. So ist der Bass bei allen Abhörsystemen (Lautsprecher, Kopfhörer) gleichermaßen von überall zu hören. Zudem sind tiefe Frequenzen anfälligen für Interferenzen; durch Panning könnte Ihnen der Bass wegbrechen.</p>
<h3>2. Solo oder Begleitung</h3>
<p>Wichtig ist auch die Rolle des Instruments in Ihrer Produktion. Pannen Sie die Hauptstimme oder das Soloinstrument mittig, während Sie begleitende Akkorde auch an die Seite pannen. So geben Sie der Hauptstimme viel Platz und unterstreichen ihre zentrale Rolle. Dies ist aber stark abhängig von Ihrer Produktion.</p>
<h2>Schlagzeug-Panning</h2>
<p>Panning ist Teil des kreativen Prozesses und unterliegt keinen strengen Regeln. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten im Panning, die sich durch die meisten Genres ziehen. </p>
<div id="attachment_2608" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-schlagzeug.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2608" class="wp-image-2608 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-schlagzeug-300x169.png" alt="Das Panning oder Positionierung von Schlagzeuginstrumenten in einem Stereomix." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-schlagzeug-300x169.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-schlagzeug-768x432.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-schlagzeug-945x532.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-schlagzeug-600x338.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-schlagzeug.png 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2608" class="wp-caption-text">Panning eines Schlagzeuges. Grafik: Justin T. Niestroj</p></div>
<ul>
<li>Bassdrum und Snare haben die dominanteste Rolle. Pannen Sie diese aus diesem Grund mittig.</li>
<li>Hi-hat leicht versetzt, um dem klassischen Drumsetup zu folgen.</li>
<li>Toms in der richtigen Reihenfolge aus der Mitte nach Außen</li>
<li>Becken werden oft mit zwei Mikrofonen aufgenommen, um die Breite einzufangen.</li>
<li>Das gilt für aufgenommene und produzierte Beats, mit Ausnahme der Hi-Hat. Die Hi-Hat wird bei produzierten Beats oft in der Mitte gelassen oder so programmiert, dass sie von links nach rechts wandert und wieder zurück.</li>
</ul>
<h2>Panning anderer Instrumente</h2>
<p>Auch für das Panning von anderen Instrumenten gibt es keine klaren Regeln. Jedoch findet man bei den meisten Pop-/Rock-Produktionen Panning, die der Grafik ungefähr folgen.</p>
<div id="attachment_2607" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-popmix.png"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2607" class="wp-image-2607 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-popmix-300x169.png" alt="Das Panning oder Positionierung von Instrumenten in einem Stereomix." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-popmix-300x169.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-popmix-768x432.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-popmix-945x532.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-popmix-600x338.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/panning-popmix.png 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2607" class="wp-caption-text">Beispiel Panning von Instrumenten. Grafik: Justin T. Niestroj</p></div>
<ul>
<li>Bass
<ul>
<li>Pannen Sie den Bass ausschließlich mittig, da durch die tiefen Frequenzanteile der Bass anfälliger für Interferenzen ist, welche zur Auslöschung führen kann. Zudem sollte der Bass bei allen Abhörsystemen (Lautsprecher, Kopfhörer) gleichermaßen von überall zu hören sein, auch wenn die Lautsprecher weit auseinander stehen. </li>
</ul>
</li>
<li>Gitarren
<ul>
<li>Pannen Sie Solo-Gitarren in der Regel mittig.</li>
<li>Rhythmus-Gitarren pannen Sie nach außen. Zwei Aufnahmen mit leicht unterschiedlichen Audio-Effekten lassen die Gitarren wie eine gemeinsame Riesen-Gitarre klingen.</li>
</ul>
</li>
<li>Klavier
<ul>
<li>Das Klavier wird, um die volle Breite abzubilden, mit zwei Mikrofonen aufgenommen. Die Aufnahmen pannen Sie weit auseinander.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h2>Panning bei Stereoaufnahmen</h2>
<p>In den Grafiken sehen Sie, dass bei den Becken des Schlagzeugs, dem Klavier und bei der Rhythmus-Gitarre die Ortung zweimal aufgeführt wurde. Diese Instrumente entfalten Ihren vollen Sound nur in Stereo und werden aus diesem Grund oft in Stereo mikrofoniert.</p>
<ol>
<li>Mikrofonieren Sie diese Instrumente werden mit zwei Mikrofonen. </li>
<li>So wahren Sie den natürlichen Sound des Instruments.</li>
<li>Da es nun <em>zwei</em> Audiokanäle für <em>ein</em> Instrument gibt, werden diese jeweils <em>100</em>% links und <em>100</em>% rechts gepant.</li>
</ol>
<p>Wir bieten Ihnen einen <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/stereomikrofonie-einfach-raeumlich-recorden/" target="_blank" rel="noopener">Theoriekurs zur Stereomikrofonierung</a> und ein <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/stereo-aufnehmen-gitarre-piano-und-mehr/" target="_blank" rel="noopener">Hands-On Totorial Stereo-Recording</a>. Manche Instrumente, wie beispielsweise die Background Vocals, sollten Sie gedoppelt aufnehmen.</p>
<ol>
<li>Jede Vocal Line, die die Background Vocals machen, werden zweimal aufgenommen und auf die beiden Außen gepannt.</li>
<li>So nehmen Sie der Hauptstimme keinen Platz weg. </li>
<li>Die Dopplung lässt die Background Vocals sehr breit wirken.</li>
</ol>
<p>Das Stereo-Panorama zu optimieren ist nicht nur beim Recorden und Mixing wichtig, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle beim <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/audio-mastering-definition-und-einfuehrung/">Audio-Mastering</a>.</p>
<h3><strong>Quellen</strong></h3>
<p>Ziemer, Tim, „<a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-47292-8_10" target="_blank" rel="noopener">Source Width in Music Production. Methods in Stereo, Ambisonics and Wave Field Synthesis</a>“, in: Albrecht Schneider (Hrsg.): <a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-319-47292-8" target="_blank" rel="noopener">Studies in Musical Acoustics and Psychoacoustics</a>, Springer: Cham 2017, S. 299—340.</p>
<p>Ziemer, Tim: <a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-26863-2" target="_blank" rel="noopener">Psychoakustische Schallfeldsynthese für Musik</a>, Springer: Cham 2023, ins. Kapitel 7: <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-26863-2_7" target="_blank" rel="noopener">Konventionelle Stereofonie</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/panning-im-stereo-was-gehoert-wohin/">Panning im Stereo – Was gehört wohin?</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Musik veröffentlichen – So kommt Musik auf Spotify &#038; Co.</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-veroeffentlichen-so-kommt-musik-auf-spotify-co/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Justin Niestroj]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Mar 2024 12:55:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DIY ‒ Tonstudio]]></category>
		<category><![CDATA[Musikmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[musikverlag]]></category>
		<category><![CDATA[release]]></category>
		<category><![CDATA[Spotify]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=266</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ihre eigene Musik veröffentlichen und der ganzen Welt präsentieren, das ist der Traum von vielen Musiker&#8217;innen. Doch wie kommt Musik eigentlich auf Spotify &#38; Co., und was müssen Sie beim Release beachten? Wir verraten es Ihnen. Musik veröffentlichen — Früher... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-veroeffentlichen-so-kommt-musik-auf-spotify-co/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-veroeffentlichen-so-kommt-musik-auf-spotify-co/">Musik veröffentlichen – So kommt Musik auf Spotify &#038; Co.</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ihre eigene Musik veröffentlichen und der ganzen Welt präsentieren, das ist der Traum von vielen Musiker&#8217;innen. Doch wie kommt Musik eigentlich auf Spotify &amp; Co., und was müssen Sie beim Release beachten? Wir verraten es Ihnen.</p>
<h2>Musik veröffentlichen — Früher</h2>
<p>Der Musikmarkt heute ist in vielerlei Hinsicht ein ganz anderer, als er früher war. Denn das Veröffentlichen von Musik war mit viel größeren Hürden verbunden.</p>
<ul>
<li>Musik konnte nur als ein physikalisches Medium veröffentlicht werden (z. B. als <a href="https://praxistipps.chip.de/schallplatte-oder-cd-was-klingt-besser_47730" target="_blank" rel="noopener">Schallplatte oder als CD</a>)</li>
<li>Daher brauchte man nicht nur Hersteller der Medien, sondern auch Logistik, Vertrieb und schließlich „echte“ Läden</li>
<li>Musik konnten Sie also nicht einfach veröffentlichen</li>
</ul>
<p>Im Rahmen meiner <a href="https://www.researchgate.net/publication/378461508_Blockchain-Based_Solutions_for_the_Music_Industry_An_Examination_of_Possibilities_and_Challenges_from_2017-2021">Forschung zu Blockchain als mögliche Lösung für die Probleme in der Musikindustrie</a> erstellte ich dieses Diagramm, um den Prozess einer Werkveröffentlichung in der vor-digitalen Zeit darzustellen.</p>
<p><div id="attachment_1451" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01.png"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1451" class="wp-image-1451 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01-300x165.png" alt="Diagramm der pre-digitalen Musikindustrie, von der Produktion bis zur Veröffentlichung der Musik" width="300" height="165" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01-300x165.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01-1024x562.png 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01-768x422.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01-945x519.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01-600x329.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure01.png 1044w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1451" class="wp-caption-text">Musik veröffentlichen in der pre-digitalen Musikindustrie, von der Produktion bis zur Vermarktung. Grafik: Justin T. Niestroj</p></div></p>
<p>Auf der linken Seite sehen Sie die Produktion des Songs:</p>
<ul>
<li>Die Arbeit der Songwriter oder Performer, die von Labels und Verlagen finanziert werden. Labels unterstützten Performer, Verlage unterstützen Komponisten. Der <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musiklabels-wie-funktionieren-sie/" target="_blank" rel="noopener">Funktionsweise von Musiklabels</a> widmen wir einen eigenen Artikel.</li>
<li>Diese arbeiten mit Produzent&#8217;innen und Toningenieur&#8217;innen zusammen, um den Song zu erschaffen</li>
<li>Durch die Finanzierung der Labels und Verlage stehen diesen auch die Rechte zu. Dies variiert von Produktion zu Produktion. Labels und Verlage erhalten in der Regel Vertriebsrechte der Songs.</li>
</ul>
<p>In der Mitte sehen Sie die sogenannten Distributoren. Diese erhalten von Labels neue Songs und haben die Infrastruktur, diese an bestimmte Parteien zu verteilen:</p>
<ul>
<li>Dazu gehören physikalische Tonträgermanufakturen, die man dann in Läden kaufen kann</li>
<li>Auch werden die Songs an lineare Medien wie Radio, Film und Fernsehen verteilt</li>
<li>Distributoren erhalten auch die Einnahmen von den Läden und geben diese an das Label weiter.</li>
<li>Zusätzlich werden Tantiemen vom öffentlichen Spielen von Musik fällig (zum Beispiel in Bars oder bei Konzerten)</li>
<li>CMOs (Performing Rights Organizations, in Deutschland ist das die GEMA) sammeln Tantiemen von öffentlicher Benutzung des Songs und geben Sie an die Rechteinhaber&#8217;innen weiter.</li>
</ul>
<h2>Musik veröffentlichen – Heute</h2>
<p>Heute hat sich die Landschaft der Musikveröffentlichung sehr gewandelt. Und dennoch hat sich für etablierte Künstler&#8217;innen nicht sonderlich viel verändert. Auch heute noch wird nach einem sehr ähnlichen Schema gearbeitet, wie in der pre-digitalen Zeit:</p>
<p><div id="attachment_1453" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1453" class="wp-image-1453 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-300x161.png" alt="Diagramm der heutigen Musikindustrie, von der Produktion bis zur Veröffentlichung" width="300" height="161" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-300x161.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-1024x551.png 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-768x413.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-1536x826.png 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-2048x1101.png 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-945x508.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure02-600x323.png 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1453" class="wp-caption-text">Diagramm der heutigen Musikindustrie (große Künstler&#8217;innen), von der Produktion bis zur Vermarktung. Grafik: Justin T. Niestroj</p></div></p>
<p>Wie Sie sehen können, hat sich Produktions-seitig wenig verändert. Auf der Seite des Marktes ist nun der Punkt „Digital Retailer“ hinzugekommen. Dieser umfasst Streamingdienste wie Spotify und Apple Music, sowie YouTube, Social-Media-Plattformen und auch Onlinestores wie iTunes.</p>
<ul>
<li>Streaming Dienste und andere Online Angebote erhalten die Songs von Aggregatoren (oft auch digital Distributor genannt)</li>
<li>Diese erhalten auch die Einnamen vom Streaming Anbietern und geben diese an das Label weiter.</li>
<li>Sie sind eine digitale Version der klassischen Distributoren.</li>
</ul>
<p>Doch wenn Sie gerade anfangen und in Ihrem Homestudio Ihren ersten Hit produziert haben, dann ist so ein komplexes Netzwerk weder möglich noch hilfreich. Stattdessen können Sie Ihre Songs selber bei Streaminganbietern hochladen.</p>
<h2>Musik veröffentlichen – Für Sie</h2>
<p>Dank des Internets können Sie heute mit wenigen Klicks und wenig Geld Ihre Musik auf allen Streaming-Diensten veröffentlichen. Doch ganz ohne Hilfe geht es nicht. Wie Sie sehen können, sind aber viele der Teile im Diagramm für Sie ausgegraut.</p>
<p><div id="attachment_1456" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1456" class="wp-image-1456 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03-300x164.png" alt="Diagramm der heutigen Musikindustrie, von der Produktion bis zur Veröffentlichung" width="300" height="164" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03-300x164.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03-1024x559.png 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03-768x419.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03-945x516.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03-600x328.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/04/Niestroj_762093_BA_Figure03.png 1044w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1456" class="wp-caption-text">Diagramm der heutigen Musikindustrie (nicht-etablierte Künstler&#8217;innen), von der Produktion bis zur Vermarktung. Grafik: Justin T. Niestroj</p></div></p>
<p>Wenn Sie nicht über ein Label gehen, gibt es bei vielen Aggregatoren oder digital Distributoren die Möglichkeit, Ihre Songs direkt hochzuladen.</p>
<ul>
<li>Diese Aggregatoren verteilen Ihre Musik bei allen Streaminganbietern</li>
<li>Sie erhalten Streamingeinnahmen, welche an Sie ausgezahlt werden</li>
<li>Diese Dienstleister verteilen aber in der Regel nur digital. Ihre Single als CD wird es also über diesen Weg nicht geben.</li>
</ul>
<h2>Ihr Aggregator – Darauf sollten Sie achten</h2>
<p>Sie sollten sich bei der Wahl Ihres Aggregators bzw. digital Distributor auf einige Dinge achten:</p>
<ol>
<li>Preis:
<ul>
<li>Um die Musik hochzuladen, müssen Sie in der Regel bezahlen. Verbreitet sind:</li>
<li>Einmalzahlungen pro Veröffentlichung</li>
<li>Abos, wo bei einem Festpreis pro Jahr unendlich viel hochgeladen werden kann (Achtung: Oft wird Ihre Musik wieder offline genommen, wenn Sie das Abo kündigen)</li>
<li>Prozente von Ihren Streaming-Einnahmen (oft in der Kombination mit einem der anderen Punkte)</li>
</ul>
</li>
<li>Streaming-Anbieter:
<ul>
<li>Nicht alle Aggregatoren arbeiten mit allen Streaming-Anbieter zusammen.</li>
<li>Ist es beispielsweise für Sie wichtig, dass Ihre Musik auf Instagram und TikTok ist, sollten Sie einen Anbieter wählen, der diese auch dort veröffentlichen kann</li>
</ul>
</li>
<li>Formate:
<ul>
<li>Achten Sie beim Upload auf die richtigen Formatvorgaben</li>
<li>In der Regel ist dies für Stereomusik der CD-Standard (wav in <em>44,1</em> kHz, <em>16</em> Bit)</li>
</ul>
</li>
<li>Zugang:
<ul>
<li>Spotify und andere Streaming-Anbieter haben heutzutage sogenannte Dashboards</li>
<li>Darüber können Sie Ihr Profil verändern oder Statistiken zu Ihrer Musik sehen</li>
<li>Manche Aggregatoren bieten direkten Zugriff auf diese Plattformen an, sobald sie Ihre Songs hochladen</li>
</ul>
</li>
<li>Zeit:
<ul>
<li>Es ist auch unterschiedlich, wie lange verschiedene Aggregatoren brauchen, um Ihre Musik zu veröffentlichen</li>
<li>Der Bearbeitungsprozess der Streaming-Anbieter ist in der Regel 1–2 Wochen</li>
<li>Je nach Aggregator bzw. digital Distributor können aber noch Wartezeiten hinzukommen</li>
</ul>
</li>
</ol>
<p>Damit Ihre Musik aus Ihrem <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/homestudio-einrichten-was-brauchen-sie/">Homestudio</a> auch gut so gut wie möglich klingt, müssen Sie <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/stereomikrofonie-einfach-raeumlich-recorden/">räumlich recorden</a>, die Studio-Akustik mit Absorbern optimieren und ins <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/audio-mastering-definition-und-einfuehrung/">Audio-Mastering</a> einsteigen. Unser <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/category/diy-tonstudio/">DIY — Tonstudio</a>-Rubrik hilft Ihnen dabei.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-veroeffentlichen-so-kommt-musik-auf-spotify-co/">Musik veröffentlichen – So kommt Musik auf Spotify &#038; Co.</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Homestudio einrichten — Was brauchen Sie?</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/homestudio-einrichten-was-brauchen-sie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Justin Niestroj]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 08:54:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DIY ‒ Tonstudio]]></category>
		<category><![CDATA[Homestudio]]></category>
		<category><![CDATA[Recording]]></category>
		<category><![CDATA[tonstudio]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=1178</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Homestudio einrichten war vor wenigen Jahrzehnten noch unvorstellbar. Heute ist das Tonstudio bereits für viele Musiker&#8217;innen im eigenen Haus. Statt in ein teures Studio zu fahren, nehmen Amateurmusiker&#8217;innen aber auch Weltstars wie Billie Eilish heute die Hits von morgen... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/homestudio-einrichten-was-brauchen-sie/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/homestudio-einrichten-was-brauchen-sie/">Homestudio einrichten — Was brauchen Sie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Homestudio einrichten war vor wenigen Jahrzehnten noch unvorstellbar. Heute ist das Tonstudio bereits für viele Musiker&#8217;innen im eigenen Haus. Statt in ein teures Studio zu fahren, nehmen Amateurmusiker&#8217;innen aber auch Weltstars wie Billie Eilish heute die Hits von morgen in ihrem Schlafzimmer auf. Doch was brauchen Sie, um zu Hause erfolgreich ein Homestudio einzurichten? Wir verraten es Ihnen hier.</p>
<h2>Geschichte des Homestudios</h2>
<p>Das Homestudio, wie wir es heute kennen, begann in den frühen 2000er Jahren. Zu dieser Zeit hatten immer mehr Menschen eigene Computer zu Hause, die mit jedem Jahr leistungsfähiger wurden. Damit waren sie in der Lage DAWs (Digital Audio Workstations) zu benutzen. DAWs waren zu diesem Zeitpunkt nichts Neues. Bereits ab Anfang der 1980er Jahre wurden zuerst Midi-Sequenzer (1983) und dann 1989 das erste „digitale Tonbandgerät“ entwickelt. „Sound Tools“ von Digidesign konnte bereits nicht-destruktiv editieren. Diese Innovation erlaubte es, Audiomaterial zu schneiden und wieder zusammenzufügen, ohne ein Tonband physisch zu durchtrennen. Auch Funktionen wie Rückgängig machen waren so möglich. Diese Aufnahme konnte zudem direkt auf dem Computer erfolgen. Die Weiterentwicklung „Pro Tools“ ist auch heute noch eine verbreitete DAW.</p>
<p>Cubase VST war der nächste große Schritt für die DAW:</p>
<ol>
<li>Sie konnte 32 Spuren Audio aufnehmen</li>
<li>Ein Mixer-Fenster orientierte sich an dem klassischen Aufbau eines Mischpultes</li>
<li>Eine Möglichkeit um <a href="https://praxistipps.chip.de/general-midi-was-ist-das_37661" target="_blank" rel="noopener">MIDI</a> zu editieren und eine Notation waren eingebaut</li>
<li>Die Entwicklung von <a href="https://praxistipps.chip.de/was-ist-ein-plugin-bzw-ein-addon_2863" target="_blank" rel="noopener">Plugins</a> erlaubten die vollständige Nachstellung eines klassischen Tonstudios</li>
</ol>
<p>Durch diese Innovationen war es fort an möglich, auf immer kleineren und leistungsfähigeren Computern ganze Studioproduktionen durchzuführen. Und auch heute ist die DAW das Herz eines (Home-)Studios.</p>
<h2>Digital Audio Workstation — das Herz Ihres Homestudios</h2>
<p>Wichtigster Teil Ihres Homestudios ist Ihre DAW. Mit der DAW können Sie an Ihrem Computer Audiosignale aufnehmen, Software-Instrumente benutzen und diese anschließend zusammenmischen. Für DAWs gibt es sehr viele Verschiedene zur Auswahl. Wichtig bei der Auswahl ist neben Preis natürlich auch die Spezialisierung der DAW. </p>
<h3><strong>Klassische DAWs</strong></h3>
<p>Klassische DAWs bezeichnet alle DAWs, welche vom Signalfluss und Interface einem analogen Tonstudio mit Mischpult am nächsten kommen. Hierzu gehören:</p>
<ol>
<li>Pro Tools</li>
<li>Logic Pro X</li>
<li>Cubase</li>
<li>Nuendo</li>
<li>Reaper</li>
<li>Studio One</li>
</ol>
<p>Diese DAWs sind oft in Tonstudios zu finden, die große Multitrack-Recordings bewältigen. Oft fangen hier Produktionen mit Aufnahmen einer Band an und gehen dann in die Produktion mit MIDI-Pattern über. Denn die oben genannten DAWs sind auch alle in der Lage MIDI zu verarbeiten, Beats zu bauen und andere Dinge zu tun, jedoch kann das mit Produktions-DAWs einfacher sein. </p>
<div id="attachment_2482" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2482" class="wp-image-2482 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/PT_Edit-300x169.png" alt="Eine DAW (Protools) mit einer Produktion, die durch ein Multitrack Recording gestartet wurde. Dies ist die Edit Ansicht." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-2482" class="wp-caption-text">ProTools als Beispiel des Aufbaus einer typischen „klassichen DAW“. Diese Ansicht zeigt das Edit Fenster. Screenshot: Justin T. Niestroj</p></div>
<div id="attachment_2483" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2483" class="wp-image-2483 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/PT_Mix-300x169.png" alt="Eine DAW (Protools) mit einer Produktion, die durch ein Multitrack Recording gestartet wurde. Dies ist die Mix Ansicht." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-2483" class="wp-caption-text">ProTools als Beispiel des Aufbaus einer typischen „klassichen DAW“. Diese Ansicht zeigt das Mix-Fenster. Screenshot: Justin T. Niestroj</p></div>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3>Produktions-DAWs</h3>
<p>Einen anderen Ansatz fahren die Hersteller von Produktions-DAWs. Diese können auch Aufnehmen und Audio verarbeiten, jedoch ist das Programm mehr auf Patterns, MIDI-Verarbeitung und Effekte ausgelegt. Hierzu gehören z. B.</p>
<ol>
<li>Ableton Live</li>
<li>FL Studio</li>
<li>Bitwig Studio</li>
</ol>
<p>Diese DAWs können auch Audio aufnehmen, verarbeiten und große Multitrack-Recordings machen, jedoch sind sie für das reine Recording nicht intuitiv. Aus dem Grund sind hier oft elektronische Produktionen zu Hause, die Pattern-basierend Beats bauen, wie z. B. Hiphop oder <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-ist-acid-techno/" target="_blank" rel="noopener">Acid-Techno</a>. Mit jeder DAW können Sie Hits produzieren und sich voll und ganz austoben. Die Programme unterscheiden sich vor allem im Workflow.</p>
<p>Innerhalb Ihrer DAW haben Sie die Möglichkeit, sogenannte Plugins zu benutzen. Plugins sind Zusatzprogramme, mit denen Sie bestimmte Effekte, wie Equalizer, Kompressor oder Hall in Ihrer DAW benutzen können. Die meisten DAWs haben aber eigene Plugins, die schon beim Kauf inklusive sind, sodass Sie gleich loslegen können.</p>
<div id="attachment_2481" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2481" class="wp-image-2481 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/ABleton_Live-300x169.png" alt="Eine DAW (Ableton Live) mit einer Produktion, die aus Pattern besteht." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-2481" class="wp-caption-text">Ableton Live als Beispiel des Aufbaus einer typischen „Produktions DAW“. Screenshot: Justin T. Niestroj</p></div>
<h2>Audio Interface — Ihre Analog/Digital Schnittstelle</h2>
<p>Der nächste Baustein in Ihrem Homestudio ist ein Audio Interface. Diese kommen in allen Formen und Farben, tun in der Essenz aber alle das gleiche: Ihre analogen Signale (z. B. von einem Mikrofon oder einer E-Gitarre) in digitale Signale wandeln. Dazu haben Interfaces einen sogenannten A/D und D/A Wandler (Analog/Digital, Digital/Analog). Interfaces fungieren als Audioein- und Ausgabegerät für Ihre DAW. Was für ein Interface Sie brauchen, hängt maßgeblich von Ihrer Anwendung ab. Das bedeutet, wenn Sie vier Signale gleichzeitig aufnehmen wollen, benötigen Sie ein Interface mit vier Inputs. Für den Anfang reicht ein Zweikanal-Interface. Hier gibt es viel Auswahl von verschiedenen Herstellern für unter 200 Euro. Achten Sie beim Kauf aber auf folgende Kriterien:</p>
<ul>
<li>Anzahl und Art der Eingangsbuchse (XLR/Klinke/Line in oder Kombi Buchse)</li>
<li>Anzahl der Audioausgänge (wie viele Lautsprecher möchten Sie benutzen?)</li>
<li>USB-Bus-Power oder mit Stromversorgung mit Kabel</li>
<li>Qualität und Rauschabstand der Pre-Amps</li>
</ul>
<div id="attachment_2484" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2484" class="wp-image-2484 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/audio-3673105_1280_16x9-300x169.png" alt="Ein Audio-Interface fürs Homestudio." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-2484" class="wp-caption-text">Ein typisches Einsteiger-Audio-Interface. Quelle: Pixabay.</p></div>
<h2>Abhören im Homestudio — Studio Monitore (Lautsprecher) oder Kopfhörer?</h2>
<p>Als Nächstes entscheiden Sie, wie Sie Ihr Audiomaterial abhören. Hier bieten sich kleine Studiomonitore (Lautsprecher, die für das Mischen gemacht sind) auch schon am Anfang an. Diese haben eine andere Wahrnehmung und Wiedergabe als Kopfhörer. Auch hier gibt es Modelle für Einsteiger&#8217;innen für 200 Euro oder weniger. Zudem ist es auf lange Sicht angenehmer für die Ohren. Unser Artikel unterstützt Sie dabei, <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/lautsprecher-richtig-aufstellen-zum-musikmischen/" target="_blank" rel="noopener">Lautsprecher richtig aufzustellen</a>.</p>
<p>Aber auch ein paar Kopfhörer sollte nicht fehlen:</p>
<ul>
<li>Kopfhörer brauchen Sie, um beim Aufnehmen den Backing Track oder das Metronom-Klicken zu hören</li>
<li>Zudem eignen sich Kopfhörer gut zum Mischen und Gegenchecken, da viel Musik auf Kopfhören gehört wird</li>
<li>Sie können damit arbeiten, ohne andere zu stören</li>
</ul>
<h2>Aufnehmen im Homestudio — Brauchen Sie ein Mikrofon?</h2>
<p>Welches Mikrofon Sie benötigen, ist davon abhängig, was Sie in Ihrem Tonstudio vorhaben. Wenn Sie nur Beats bauen wollen, ist ein Mikrofon zwar hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Für Gesangsaufnehmen brauchen Sie ein Mikrofon. Oft bieten Hersteller Bundles mit einem Interface an, um Einsteiger&#8217;innen ein kostengünstiges Angebot zu machen. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/stimme-aufnehmen-so-geht-es-richtig/" target="_blank" rel="noopener">Stimme aufzunehmen</a>, Instrumente <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/stereomikrofonie-einfach-raeumlich-recorden/" target="_blank" rel="noopener">in Stereo aufzunehmen</a>, und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/stereo-aufnehmen-gitarre-piano-und-mehr/" target="_blank" rel="noopener">Stereo-Recording-Techniken zu vergleichen</a>.</p>
<h2>Sonstiges für Ihr Homestudio</h2>
<p>Es fallen beim Einrichten Ihres Tonstudios zudem immer noch viele Kleinigkeiten an:</p>
<ul>
<li>Kabel für Mikros, Studiomonitore, Kopfhörer</li>
<li>Mehrfachsteckdosen</li>
<li>Adapter von 6,3 auf 3,5 mm Klinge (große und kleine Kopfhörerbuchse)</li>
</ul>
<p>Jetzt sind Sie bereit für Ihre erste Aufnahme und Mischung in Ihrem Homestudio. Das schöne ist, dass Sie je nach Bedarf einzelne Elemente verbessern können. So wird Ihr Homestudio, zum Beispiel mit einem besseren Mikrofon, stetig optimiert. Auch ein Midi-Keyboard, um Instrumente einzuspielen, findet man in den meisten Homestudios. Wenn Sie Ihr Studio im Klang noch etwas professioneller gestalten wollen, können Sie <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/absorber-selber-bauen-so-gehts/">Absorber Selber Bauen</a> und die Grundlagen des <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/audio-mastering-definition-und-einfuehrung/">Audio-Masterings erlernen</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/homestudio-einrichten-was-brauchen-sie/">Homestudio einrichten — Was brauchen Sie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
