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	<title>audiotechnologie Archive &#8211; SystMus</title>
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	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
	<lastBuildDate>Thu, 20 Mar 2025 08:26:38 +0000</lastBuildDate>
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	<title>audiotechnologie Archive &#8211; SystMus</title>
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	<item>
		<title>Wie funktionieren Schallplatten?</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wie-funktionieren-schallplatten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Nordenfelt]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2025 06:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[audiotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[musikgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schallplatten gibt es schon seit langer Zeit. Der Vinyl-Klang ist warm und voll. Aber wie funktionieren Schallplatten? Wir erklären Ihnen die Technik hinter der Schallplatte, die angeblich so viel authentischer und natürlicher klingt, als digitale Aufnahmen. Wie funktionieren Schallplatten? Um... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wie-funktionieren-schallplatten/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Schallplatten gibt es schon seit langer Zeit. Der Vinyl-Klang ist warm und voll. Aber wie funktionieren Schallplatten? Wir erklären Ihnen die Technik hinter der Schallplatte, die angeblich so viel authentischer und natürlicher klingt, als digitale Aufnahmen.</p>
<h2>Wie funktionieren Schallplatten?</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Um zu verstehen, wie Schallplatten funktionieren, erklären wir erst ein paar akustische Grundlagen. Schall wird durch Vibrationen erzeugt und breitet sich als Wellen, also vibrierende Teilchen, durch die Luft aus. Wellen übertragen Energie von der Schallquelle an ihre Umgebung. Ihr Gehör kann Schall wahrnehmen, wenn vibrierende Luftpartikel Ihr Trommelfell zum Vibrieren bringen. Je stärker die Vibrationen, desto lauter tendenziell der Ton</span><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<div id="attachment_7651" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7651" class="wp-image-7651 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/wie-funktionieren-schallplatten.jpg" alt="Schallplatten funktionieren nur mit Plattenteller." width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-7651" class="wp-caption-text">Durch die Rillen in einer Vinylschallplatte entsteht der Ton. Foto: Alexandra Nordenfelt</p></div>
<p>Auch die Schallplatte funktioniert durch Vibration:</p>
<ul>
<li>Schallplatten enthalten eine Rille, die spiralförmig von außen nach innen läuft. Ein spezielles Schneidegerät erzeugt diese Rillen.</li>
<li>Auslenkungen der Luftpartikel werden in Erhöhungen und Vertiefungen entlang dieser Rille übersetzt. Diese Erhöhungen und Vertiefungen sind schräg. In eine Richtung für den linken Lautsprecher, in die andere für den Rechten.</li>
<li>Wenn die Platte auf einem Plattenspieler dreht, gleitet eine Nadel durch die Rillen und folgt ihren Auslenkungen. Sie vibriert also nach dem eingeritzten Muster.</li>
<li>Diese Bewegungen werden über einen Tonabnehmer in elektrische Signale umgewandelt. Diese winzigen Bewegungen erzeugen eine elektrische Spannung, die das Tonsignal darstellt.</li>
<li>Die elektrischen Signale sind sehr schwach, deshalb werden sie durch einen Phono-Verstärker vorverstärkt. Ein weiterer Verstärker lenkt Lautsprechermembranen proportional zu den elektrischen Signalen aus.</li>
<li>Da sich Plattenspieler mit konstanter Geschwindigkeit drehen, ist die Auflösung, und somit die Klangqualität, der ersten Songs immer höher, als die der letzten.</li>
</ul>
<h2>Die Geschichte der Schallplatte</h2>
<p>Die Schallplatten, wie wir sie heute kennen, gibt es schon seit den 1940-Jahren. Doch die Geschichte der Schallaufzeichnung und -wiedergabe beginnt viel früher und ist eng mit bahnbrechenden Erfindungen verbunden, die die Art und Weise, wie Menschen Musik hören, revolutioniert haben.</p>
<ul>
<li>Im Jahr 1877 patentierte Thomas Edison den Phonographen. Dies war das erste Gerät, womit Menschen Klang aufnehmen und abspielen konnten. Der Phonograph verwendete einen folienbeschichteten Zylinder, um Schall zu speichern, und mit einer Nadel wieder abzuspielen.</li>
<li>Zehn Jahre später kam das Grammophon, erfunden von Emil Berliner. Es nutzte eine flache Scheibe statt eines Zylinders.</li>
<li>Die ersten Schallplatten kamen am Anfang des 20. Jahrhunderts und waren aus Schellack und nicht Vinyl. Sie wurden schneller gedreht, als die modernen Platten. Mit einer Geschwindigkeit von 78 Umdrehungen pro Minute, war nur eine begrenzte Menge an Musik pro Seite möglich.</li>
<li>In den 1940-Jahren kamen die Vinylplatten, wie wir die bis heute noch kennen. Vinyl war leichter, haltbarer und flexibler als Schellack und konnte Musik in besserer Qualität speichern. Die neuen Vinylplatten drehten sich in einer langsamen Geschwindigkeit, und die ermöglichte längere Spielzeit. Die Vinylschallplatte war der Hauptträger der Musik bis in den 80-Jahren, als Kassetten und später CDs den Tonträger-Markt übernahmen.</li>
</ul>
<h2>Die Schallplatte</h2>
<p>Die Schallplatte ist eine erstaunliche Erfindung, die die Menschen heute noch Freude gibt. Man könnte glauben, dass die Technik hinter der Schallplatte sehr kompliziert ist, wenn man sich nur eine Schallplatte anschaut. Aber wie sie jetzt gelernt haben, ist die Technik gar nicht so schwer zu verstehen, und wir hoffen, dass sie die Musik von einer Schallplatte genießen.</p>
<p>Wenn Sie Lust und weitere interessante und lehrreiche Artikel haben, können wir Ihnen die Artikel <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/cds-oder-streaming-der-wandel-der-audiomedien/">CDs oder Streaming – Der Wandel der Audiomedien</a> und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/songtexte-selber-schreiben-10-tipps/">Songtexte selber Schreiben – 10 Tipps</a> empfehlen.</p>
<h4>Quellen</h4>
<p>Bader, Rolf, „<a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-49640-0_1" target="_blank" rel="noopener">Computergestützte Musikarchivierung als Physical Culture Theory</a>“, in: Bader, Rolf (Hrsg.): <em>Computergestützte Archivierung von Tonträgern</em>, Springer: Cham 2024</p>
<p>Schubert, Hans, „<a href="https://www.dra.de/fileadmin/www.dra.de/downloads/einblicke/historie_der_schallaufzeichnung.pdf" target="_blank" rel="noopener">Historie der Schallaufzeichnung</a>“, <em>Deutsches Rundfunkarchiv</em> 1983/2002</p>
<p>Ziemer, Tim: <em>Psychoakustische Schallfeldsynthese für Musik</em>, insb. Kapitel <a href="https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-26863-2_7" target="_blank" rel="noopener">Konventionelle Stereophonie</a>, Springer: Cham 2023</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was ist Remix(ing)?</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-ist-remix/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tabea Fleck]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Feb 2024 11:28:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[DIY ‒ Tonstudio]]></category>
		<category><![CDATA[audiotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[künstliche intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Musikrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Remix-Versionen sind seit Jahrzehnten populär. Vor allem ältere bekannte Songs oder neue Singles vieler Künstler&#8217;innen werden in verschiedenen Remix-Versionen veröffentlicht. Aber was ist ein Remix überhaupt und wie können Sie selbst einen erstellen? In diesem Artikel erfahren Sie mehr über... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-ist-remix/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Remix-Versionen sind seit Jahrzehnten populär. Vor allem ältere bekannte Songs oder neue Singles vieler Künstler&#8217;innen werden in verschiedenen Remix-Versionen veröffentlicht. Aber was ist ein Remix überhaupt und wie können Sie selbst einen erstellen? In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Definition, die rechtlichen Einschränkungen, das Erstellen eines eigenen Remixes und die Zukunft des Remix mithilfe von Künstlicher Intelligenz.</p>
<h2><strong>Was ist ein Remix? — Definition</strong></h2>
<p>Ein Remix ist die kreative Bearbeitung eines musikalischen Werkes, bei der nicht (nur) die Noten des Originals, sondern (auch) vorhandene Aufnahmen verwendet werden. Gute Remixer&#8217;innen achten darauf, den Bezug zum Original nicht zu verlieren. Sie verwenden einzelne Samples mit hohem Wiedererkennungswert, oder verfremden gleich mehrere Ausschnitte. Ein Sample ist ein kurzer Teil aus dem Original-Song. Das Sampling, also die Verwendung eines aufgenommenen Abschnittes eines Werkes, ist ein Hauptelement des Remix. In dem folgenden Foto sehen Sie ein Mischpult, mit dem Sie eine Originalaufnahme bearbeiten oder einen Remix live herstellen können. Das Setup ist das digitale Pendant zu den frühen Sound-Systems auf Jamaika und dem Live-Equipment der frühen House- unds Techno-DJs.</p>
<div id="attachment_2862" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2862" class="wp-image-2862 size-full" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-Pult.png" alt="Mischpult im roten Licht, als Beispiel für die Bearbeitung einer Originalaufnahme oder Herstellung eines Remix. " width="300" height="169" /><p id="caption-attachment-2862" class="wp-caption-text">Ein Mischpult, mit dem Sie einen Remix herstellen können. Foto: Pixabay.</p></div>
<p>Ein Remix ähnelt einem Mashup, zwar oberflächlich gesehen, ist dennoch eine eigene Methode der musikalischen Bearbeitung. Ein Mashup kombiniert nämlich mehrere Songs. Als Beispiel werden bei einem Mashup die Gesangsspur des einen Songs mit der Instrumentalspur eines anderen Songs zusammengeführt und bearbeitet.</p>
<h2>Remix-Geschichte</h2>
<p>Etwas isoliert von der restlichen Welt entstanden in den 1960ern auf Jamaika Dub-Versionen von Reggae-Songs, in denen sich Tontechniker&#8217;innen an Audio-Effekten ausgetobt haben. Diese Edits wurden oft live erzeugt und zum Teil als B-Seite auf Schallplatte gepresst. Ab den 1970ern wurden Disco-Mixes von bekannten Liedern erzeugt, um sie tanzfähig machen. Durch ihre Popularität begannen Firmen, die Remix-Versionen auch kommerziell zu vertreiben. In den 1990er Jahren waren Remixes auf der B-Seite der 12“-Singles, oder als weitere Tracks auf der Single-CD nicht mehr aus der Musikkultur und -industrie wegzudenken. Durch die Einführung der Creative Commons Lizenzen, also Lizenzen, die das Nutzungsrecht von Liedern freigeben, wurde es einfacher einen Remix zu erstellen und zu veröffentlichen. Da diese Lieder öffentlich zugänglich waren, benötigte die Produzent&#8217;innen keine Erlaubnisse der Rechteinhaber, um einen Remix zu veröffentlichen.</p>
<p>Mittlerweile ist der Remix ein fester Bestandteil der Musikindustrie und wird auch als eigene Kunstform anerkannt. Viele Künstler&#8217;innen veröffentlichen neben der Originalaufnahme inzwischen auch Remixe. Durch die Digitalisierung ist es mittlerweile einfacher Remixe selbst zu erstellen. Mithilfe von einer DAW (Digital Audio Workstation) können Tonspuren einfacher geschnitten, neu angeordnet und kombiniert werden.</p>
<h2><strong>Rechtliche Einschränkungen</strong></h2>
<p>Sofern Sie einen Remix erstellen, der auf urheberrechtlich geschützten Werken basiert, können Sie diesen nicht einfach veröffentlichen. Dazu brauchen Sie die Erlaubnis des Rechteinhabers des Originals. Auch wenn Sie kein Geld verdienen, da Sie diesen kostenlos ins Netz stellen, benötigen Sie die Zustimmung. Falls Sie einen Remix ohne diese Erlaubnis veröffentlichen, drohen Ihnen rechtliche Folgen. Dies könnten unter anderem Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche sein oder schlimmstenfalls zu einer Strafanzeige führen. Das Urheberrecht gilt in Deutschland.</p>
<p>In den USA, wo Werke unter dem <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/copyright-und-urheberrecht-welche-unterschiede-gibt-es/" target="_blank" rel="noopener">Copyright</a> geschützt sind, gibt es ähnliche rechtliche Vorschriften. Dort müssen Sie auch zuerst den Rechteinhaber/ „Copyright holder“ nach Erlaubnis zu dem Veröffentlichen anfragen. Dennoch gibt es immer die Möglichkeit, dass Sie als DJ für einen Remix von einem Label, Künstler, oder des Rechteinhabers angefragt werden.</p>
<h2><strong>Was ist Remixing? </strong><strong>– </strong><strong>Vorgehensweise</strong></h2>
<p>Sie möchten wissen, wie Sie einen Remix selbst erstellen können? Nach Beachtung der rechtlichen Voraussetzungen finden Sie hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:</p>
<ol>
<li><strong>Installieren Sie einer Software/DAW</strong></li>
<li><strong>Finden Sie Rohmaterial: </strong>Suchen Sie sich einen Song, den Sie gerne bearbeiten möchten. Oft wird mit <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-sind-stems-definition-und-anwendung/" target="_blank" rel="noopener">Stems</a> gearbeitet. Manchmal erhalten Sie zusätzlich eine <a href="https://praxistipps.chip.de/general-midi-was-ist-das_37661" target="_blank" rel="noopener">MIDI</a>-Datei.</li>
<li><strong>Tonart und Tempo</strong>: Identifizieren Sie Tonart und Tempo des Songs, stellen Sie ihre DAW auf die richtige Anzahl an BPM und richten Sie die Spuren genau auf die Zählzeiten aus. Im Gegensatz zum Screenshot unten sind es meist nur wenige Spuren, die genau so lang sind, wie der gesamte Song.</li>
<li><strong>Beibehalten und Aussortieren:</strong> Entscheiden Sie, welche Elemente Sie behalten oder weglassen. Diese Entscheidung ist ein zentraler Schritt für die Bearbeitung. Denn die beibehaltenden Elemente als ein Wiedererkennungswert dienen.</li>
<li><strong>Seien Sie kreativ:</strong> Nun können Sie Ihre eigenen Elemente hinzufügen und das bestehende Material nach Belieben zerschneiden, umarrangieren und verfremden. Der Screenshot zeigt das Ergebnis.</li>
</ol>
<div id="attachment_3032" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-DAW-png.png"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3032" class="wp-image-3032 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-DAW-png-300x169.png" alt="Eine DAW in der ein Remix mithilfe von Stems erstellt wird." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-DAW-png-300x169.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-DAW-png-768x432.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-DAW-png-945x532.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-DAW-png-600x338.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/01/Remix-DAW-png.png 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-3032" class="wp-caption-text">Die Bearbeitung eines Remix in einer DAW mit Stems. Screenshot: Fabian Pein</p></div>
<h2><strong>Künstlichen Intelligenz </strong><strong>— Zukunft des Remix</strong></h2>
<p>Künstliche Intelligenz (KI) ist bereits ein wichtiger Bestandteil in der digitalen Musikproduktion. Mithilfe einer KI können Musikwerke per Knopfdruck programmiert und verbessert werden. Mittlerweile gibt es verschiedene KIs, die es ermöglichen, Musik auf verschiedene Weisen zu produzieren. Diese helfen zum Beispiel im Bereich der Musikproduktion und Komposition. Sie können auch DJs bei der Anpassung von Sound, Takt, etc. unterstützen. Sie erleichtern insbesondere Anfänger&#8217;innen den Einstieg. Generative Modelle können Musik von Grund auf neu produzieren, oder bestehendes Material remixen. Sogar erste kommerzielle Tools existieren. Ihre Schwächen sind bislang, dass sie das Wesen der Musik nicht so verstehen, wie ein kreativer Mensch. Vielleicht ist die Kreativbranche die letzte, die Konkurrenz durch KI zu befürchten hat.</p>
<p>Um Ihren selbstgemachten Remixes einen professionellen Sound zu verpassen, nutzen Sie unsere <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/audio-mastering-definition-und-einfuehrung/">Tipps zum Mastering</a>.</p>
<h2>Quellen:</h2>
<div>
<ul>
<li>Florian Pötzlberger: <em>Kreatives Remixing</em>, Nomos: Baden-Baden 2018</li>
<li>Marc Pendzich: <em>Von der Coverversion zum Hit-Recycling</em>, LIT: Münster u.a. 2004</li>
<li>Haici Yang, Shivani Firodiya, Nicholas J. Bryan &amp; Minje Kim, „Don’t Separate, Learn To Remix: End-To-End Neural Remixing With Joint Optimization“, <em>IEEE International Conference on Acoustics, Speech and Signal Processing (ICASSP)</em>, Singapur 2022, S. 116—120, doi: <a href="https://doi.org/10.1109/ICASSP43922.2022.9746077" target="_blank" rel="noopener">10.1109/ICASSP43922.2022.9746077</a></li>
</ul>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Was sind Stems? Definition und Anwendung</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-sind-stems-definition-und-anwendung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan Postawka]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2023 10:01:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[DIY ‒ Tonstudio]]></category>
		<category><![CDATA[audio]]></category>
		<category><![CDATA[audiotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Audio Workstation]]></category>
		<category><![CDATA[Musikproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[tonstudio]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stems sind in der Musikproduktion unverzichtbar geworden. Ob beim Sampling, Remixen oder DJing, Stems haben Einfluss auf viele Teile der Musikproduktion. Aber was sind Stems oder auch Stämme genau und wie können Sie diese nutzen? Hier erfahren Sie alles, was... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-sind-stems-definition-und-anwendung/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Stems sind in der Musikproduktion unverzichtbar geworden. Ob beim Sampling, Remixen oder DJing, Stems haben Einfluss auf viele Teile der Musikproduktion. Aber was sind Stems oder auch Stämme genau und wie können Sie diese nutzen? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Audio-Stämme in Ihren Workflow zu integrieren.</p>
<h2>Definition: Stems</h2>
<p>Stems sind separate Audio-Dateien, die aus einem Musikstück exportiert werden und jeweils einen bestimmten Teil des Songs repräsentieren. Typische Audiostämme sind Drums, Gesang oder auch der Bass, welche Sie auch im Screenshot sehen. Sie spielen eine entscheidende Rolle im Arbeitsprozess vieler Produzent&#8217;innen und Musiker&#8217;innen.</p>
<div id="attachment_2317" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2317" class="wp-image-2317 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401-300x158.png" alt="Stems: Übersicht eines Musikausschnitts unterteilt in Vocals, Bass, Drums und Gitarre" width="300" height="158" data-wp-editing="1" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401-300x158.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401-1024x540.png 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401-768x405.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401-1536x809.png 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401-945x498.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401-600x316.png 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2023/12/Screenshot-2023-12-06-142401.png 1649w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-2317" class="wp-caption-text">Übersicht typischer Audio Stämme in einer Digital Audio Workstation. Screenshot: Jonathan Postawka</p></div>
<h2>Vor- und Nachteile von Stems</h2>
<p>Die Verwendung von Stämmen bietet mehrere Vorteile:</p>
<ol>
<li><strong>Flexibilität</strong>: Stems ermöglichen es, bestimmte musikalische Elemente zu isolieren und individuell zu bearbeiten oder zu teilen, ohne den gesamten Song zu beeinflussen.</li>
<li><strong>Effizienz</strong>: Der Export ist in Sekunden vollzogen, was eine schnelle Wiederverwendung ermöglicht.</li>
<li><strong>Kreativität</strong>: Stämme ermöglichen es, Remixe zu erstellen oder Elemente bestehender Tracks neu zu interpretieren.</li>
</ol>
<p>Allerdings gibt es auch bedeutende Nachteile:</p>
<ol>
<li><strong>Urheberrechtsverletzung</strong>: Durch den Zugriff auf einzelne Bausteine eines Musikstücks wird es einfacher, den Stil von Künstler&#8217;innen zu kopieren oder sogar Teile der Musik unlizenziert weiterzuverwenden.</li>
<li><strong>Integration</strong>: Neue Standards wie MPEG-H, die verschiedene Stem-Profile in einer Datei speichern, haben sich nicht durchgesetzt. Sie erfordern mehr Arbeit von Musikschaffenden und konkurrieren stark mit der Karaoke und Play-a-long Branche. Zusätzlich erschweren Software- und Hardware-Anforderungen eine Branchenweite Integration.</li>
</ol>
<h2>Anwendung von Audiostämmen</h2>
<p>Audio-Stämme erstellen Sie in der Regel in Digitalen Audio-Workstations (DAWs). Abhängig von den Möglichkeiten der einzelnen DAW, können Nutzer&#8217;innen einzelne Stämme auswählen und in Audioformaten wie WAV oder AIFF exportieren, um präzise Kontrolle über die einzelnen Audio-Dateien zu haben. Viele Anbieter im Internet stellen auch Stems zum Herunterladen bereit. Audiostämme bieten folgende Anwendungsbereiche:</p>
<ol>
<li><strong>Mixing und Mastering</strong>: Stems ermöglichen eine präzise Anpassung des Sounds und bieten eine bessere Kontrolle über die verschiedenen Elemente eines Songs.</li>
<li><strong>Live-Auftritte</strong>: DJs und Live-Acts nutzen Stems, um in Echtzeit Manipulationen vorzunehmen und dynamische Performances zu ermöglichen. Zum Beispiel lassen sich mit Stems Mash-ups produzieren, in denen der Beat eines Songs mit den Akkorden und dem Gesang eines anderen kombiniert werden.</li>
<li><strong>Lizenzierung</strong>: In der Musiklizenzierung, insbesondere in der Synchronlizenzierung für Film und Fernsehen, verwenden Sound-Engineers Stems, um Musik an spezifische Szenen oder Emotionen anzupassen. Der Beat kann in einer Action-Szene auf voller Lautstärke bleiben, während Akkorde und Melodie leiser abgespielt werden, damit Dialoge nicht untergehen.</li>
<li><strong>Distribution</strong>: Durch die Gliederung und Aufteilung des Audiomaterials können einzelne musikalische Elemente eines Songs geteilt werden, ohne dass dabei Zugriff auf die trockene Aufnahme oder jedes einzelne Sample möglich ist.</li>
</ol>
<h2>Künstliche Intelligenz bei der Stem-Extraktion</h2>
<p>In jüngster Zeit hat die künstliche Intelligenz (KI) Fortschritte in der Musikproduktion gemacht, auch im Bereich der automatischen Stem-Separation. Durch ein voriges Training werden dann charakteristische Merkmale jedes Instruments oder Gesangs erkannt. Dies ermöglicht eine präzise und zeiteffiziente Extraktion von einzelnen Stems, wodurch Musikproduzent&#8217;innen, DJs und Forscher&#8217;innen von einer verbesserten Flexibilität und Genauigkeit in ihrer Arbeit profitieren können. Weitere Informationen über den Einsatz von KI in der Musikbranche finden Sie im Artikel über unsere <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/musik-und-kuenstliche-intelligenz-die-ausstellung/" rel="noopener">Ausstellung zu Musik und KI</a>.</p>
<h3>Quellen</h3>
<p>Kharah, D., Parekh, D., Suthar, K., &amp; Shirsath, V. (2021). <a href="https://www.ijert.org/audio-stems-separation-using-deep-learning" target="_blank" rel="noopener">Audio stems separation using deep learning</a>. International Journal of Engineering Research &amp; Technology (IJERT), 10(03). http://www.ijert.org ISSN: 2278-0181</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-sind-stems-definition-und-anwendung/">Was sind Stems? Definition und Anwendung</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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