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	<title>Reggae Archive &#8211; SystMus</title>
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	<description>Online-Magazin des Instituts für Systematische Musikwissenschaft</description>
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	<title>Reggae Archive &#8211; SystMus</title>
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		<title>Reggae Künstlerin im Focus: Bedeutende Frauen des Genres</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marie-Luise Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2025 06:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[Musikethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[musiksoziologie]]></category>
		<category><![CDATA[popularmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Reggae-Künstlerin fällt einem seltener ein als ihre männlichen Kollegen. Das liegt daran, dass Frauen in diesem Musikstil unterrepräsentiert sind. So wird Reggae-Musik bis heute vor allem mit männlichen Ikonen wie Bob Marley oder Peter Tosh verbunden. Trotzdem haben Frauen... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/reggae-kuenstlerin-im-focus-bedeutende-frauen-des-genres/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Reggae-Künstlerin fällt einem seltener ein als ihre männlichen Kollegen. Das liegt daran, dass Frauen in diesem Musikstil unterrepräsentiert sind. So wird Reggae-Musik bis heute vor allem mit männlichen Ikonen wie Bob Marley oder Peter Tosh verbunden. Trotzdem haben Frauen das Genre in all seinen Variationen vom Early Reggae bis zum modernen Dancehall mitgeprägt. Deshalb beleuchtet dieser Artikel einflussreiche Frauen der verschiedenen Reggae-Subgenres und beschreibt, wie die Musikerinnen die Musik nachhaltig mitgestaltet haben. Zu jeder Reggae-Künstlerin ist dabei ein Song verlinkt, welchen Sie sich auf Spotify anhören können.</p>
<h2>Musikerinnen im Early Reggae</h2>
<p>Der Early Reggae ist die frühste Form der Reggae-Musik. Sie entwickelte sich während der 1950er Jahre auf Jamaika, in einem fließenden Übergang aus den Genres Ska und Rocksteady. Ska ist energiegeladene Musik mit schnellem Rhythmus und Bläsern aus Jamaika. Rocksteady ist zwar langsamer als Ska, aber schneller als viele bekannte Roots-Stücke. Zu den „Erfinder&#8217;innen“ des Reggae lassen sich folgende Frauen zählen:</p>
<div id="attachment_7479" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7479" class="size-medium wp-image-7479" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-300x169.jpg" alt="Dieses Bild zeigt die Reggae-Künstlerin Hollie Cook." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2025/03/reggae-kuenstlerin-hollie-cook-600x338.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-7479" class="wp-caption-text">Trotz der männlichen Überzahl an Reggae-Künstlern gibt es auch Musikerinnen in der Szene. Zum Beispiel Hollie Cook. Foto: <a class="new" title="User:Peter Verwimp (page does not exist)" href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=76146439" target="_blank" rel="noopener">Peter Verwimp</a> (bearbeitet), <a title="Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>.</p></div>
<ul>
<li><em><strong>Millie Small</strong></em> war die erste jamaikanische Ska-Sängerin, die mit ihrer Musik einen internationalen Durchbruch landete. Ihre Coverversion des Songs <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5IM6psLoDLytszopZz9ZOm?si=6772f51fef7a4b05" target="_blank" rel="noopener"><em>My Boy Lollipop</em></a> im Stil der Ska-Musik hielt sich 1964 für mehr als 20 Wochen auf Platz fünf der deutschen und auf Platz zwei der englischen Single Charts. Weitere internationale Erfolge konnte die Sängerin jedoch nicht verzeichnen. Millie Small wurde 1946 in Jamaika geboren und verstarb 2020 in England.</li>
<li><strong><em>Phyllis Dillon </em></strong>war eine jamaikanische Sängerin, die den Übergang vom Rocksteady zum Early Reggae mit ihrer weichen Stimme stark prägte. Bereits im Rocksteady war sie eine der ersten erfolgreichen Frauen im jamaikanischen Musikgeschäft, weshalb ihr auch der Spitzname „Queen of Rocksteady“ verliehen wurde. Später wandte sie sich aktiv dem Early Reggae zu, womit sie erfolgreich blieb. Ein gutes Beispiel für ihren Gesang ist der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5RUUCHjMLcBmMFzYnTnXOv?si=c97e75bbe4984b02" target="_blank" rel="noopener"><em>Perfidia</em></a>.</li>
<li><strong><em>Marcia</em><em> Griffiths</em></strong> gehörte ebenfalls zu den ersten erfolgreichen Frauen des Reggae. Bis heute ist sie als Reggae-Sängerin aktiv, weshalb sie auch als „Queen of Reggae“ gilt. Neben ihrer Solokarriere gehörte sie auch zu den I-Trees, den drei Backgroundsängerinnen von Bob Marley und den Wailors. In <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1kbbrBV0TtXE6Su03JiGuA?si=0d37c4dc1ae94cce" target="_blank" rel="noopener"><em>Feel like Jumping</em></a> hören Sie Marcia Griffiths singen.</li>
</ul>
<h2>Künstlerinnen des Roots-Reggae</h2>
<p>Der Roots-Reggae ist die Reggae-Art, mit der <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-marley-familie-eine-liste-der-bekannten-reggae-musikerinnen/" target="_blank" rel="noopener">Bob Marley</a> international berühmt wurde. Wichtige Bestandteile des Roots-Reggae sind das langsame Tempo und die enge Verbindung zum Rastafarianismus. Deshalb sind die Texte oft gesellschaftskritisch oder beschäftigen sich mit der afrikanischen Diaspora.</p>
<ul>
<li><strong><em>Judy Mowatt</em></strong> war ebenfalls ein Mitglied der Sängerinnen-Gruppe I-Trees. Daneben veröffentlichte die Reggae Künstlerin noch Solo-Alben im Roots-Reggae. Auch damit war sie sehr erfolgreich. So gelang ihr mit dem Album <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/3PM2jouKeDEjOQ2NXAJ6NS?si=dVIj9_hnTvy4zi1szybdAQ" target="_blank" rel="noopener"><em>Working Wonders</em></a> die erstmalige weibliche Nominierung für das „Best Reggae Album“ der Grammy Awards.</li>
<li><strong><em>Rita Marley</em></strong> war das dritte Mitglied der I-Trees und ist außerdem die (verwitwete) Ehefrau des berühmten Sängers Bob Marley. Bis heute ist sie als Reggae-Sängerin aktiv. Daneben verwaltet sie auch das Erbe ihres verstorbenen Ehemanns, Bob Marley, und fördert dadurch Reggae als Kulturbewegung. Ein Beispiel für ihre Musik ist der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7b21tz4Iv4WmNkE4xFt181?si=79a9872cdd184f46" target="_blank" rel="noopener"><em>The Beauty of God&#8217;s Plan</em></a>.</li>
<li><strong><em>Jah9</em></strong> ist eine moderne Sängerin des Roots-Reggae. Die traditionellen Elemente des Roots verbindet die Reggae-Künstlerin mit modernen Einflüssen – zum Beispiel aus dem Jazz. In ihren Texten beschäftigt sich die Künstlerin häufig mit modernen, gesellschaftskritischen Themen. Ein Beispiel dafür ist ihr Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5FuUXAoCJoh7k9F8jJ6jkA?si=a2dbd7b6f7114e65" target="_blank" rel="noopener"><em>Note to Self</em></a>.</li>
</ul>
<h2>Wichtige Frauen in der Dub-Musik</h2>
<p>Dub-Musik entwickelte sich mit den neuen technischen Möglichkeiten zum Musikmachen ab den 1970er Jahren. Im Dub werden instrumentale Tonspuren von bereits existierende Reggae-Songs voneinander getrennt, in kleine Teile zerschnitten und zu neuer Musik verarbeitet. Darüber wird dann ein Sprechgesang gesungen.</p>
<ul>
<li><em><strong>Sandra Cross</strong></em> ist eine britische Sängerin, die sich dem Dub und dem Reggae-Subgenre Lovers Rock zuwandte. Bei Lovers Rock handelt es sich um ruhige Reggae Musik, die weniger mit politischen und mehr mit Themen wie Liebe auseinandersetzt. In den beiden bis dato männlich dominierten Sub-Genres brachte sie so ihre weibliche Stimme ein. Ein Beispiel für ihre Musik ist zum Beispiel der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/01WAygBz4jFGdmFDzbqMZQ?si=d3234a42f017475b" target="_blank" rel="noopener"><em>You&#8217;re Lying</em></a>.</li>
<li><em><strong>Hollie Cook</strong></em> wurde in London, England geboren und hat westindische Wurzeln. 2011 veröffentlichte sie ihr erstes Reggae-Album, nachdem sie zuvor mit verschiedenen Bands Musik gemacht hatte. In ihrer Musik verschmilzt Reggae-Musik mit Elementen aus dem Pop und Post-Punk. Ein gutes Musikbeispiel dafür ist ihr Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3Mzih8I9lSRa5UnZQ52bk9?si=c5a0d7dc18e3423c" target="_blank" rel="noopener"><em>Shadow Kissing</em></a>.</li>
<li><em><strong>Sista Beloved</strong></em> ist eine Künstlerin, die unter anderem als Sängerin im Soundsystem von Aba Shant-I sang. Sie gehört so zu den wenigen Frauen, die Teil eines Dub-Soundsystems wurden. Ihren Gesang können Sie zum Beispiel in <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1P1cof11TtELyMyWCNKAmg?si=cad3c46afd9a4ccf" target="_blank" rel="noopener"><em>Let Them Say</em></a> gut hören.</li>
</ul>
<h2>Sängerinnen und DJanes im Dancehall</h2>
<p>Auch im Dancehall, welchen es seit den 1980er Jahren gibt, werden viel elektronische Elemente wie Synthesizer verwendet. Dabei mischte sich der Reggae mit der HipHop-Kultur. Die Musik entwickelte sich im Kontext von Tanzveranstaltungen (der sogenannten Dancehalls). Wie bei der Dub-Musik wird hier auch der Sprechgesang verwendet. Der Dancehall ist traditionell sehr männlich geprägt und es finden sich neben politischen auch sexistische Inhalte in den Texten. Dennoch betätigen sich auch hier einige Frauen als Reggae Künstlerin, die sich diese stark polarisierende Musik zu eigen gemacht haben, um sich beispielsweise über politische Themen oder ihre Sexualität zu äußern.</p>
<ul>
<li><em><strong>Sister Nancy</strong></em> gilt als erste Frau, die im Dancehall als Sängerin und DJane erfolgreich aktiv war. Die jamaikanische Reggae Künstlerin war seit den 1980er Jahren in der Dancehall-Szene unterwegs, hat sich inzwischen jedoch zurückgezogen. Ihr bekanntester Song, der auch in einem Videospiel und Film Verwendung fand, ist <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7ixiCZEHWHc8FxaQXQh2P4?si=3af624cd5cbe4efe" target="_blank" rel="noopener"><em>Bam Bam</em></a>.</li>
<li><em><strong>Lady Saw</strong></em> war für die Sängerinnen des Dancehalls besonders wichtig, weil sie sich als erste Frau traute, in ihren Texten offen über Sexualität zu singen. Sie betrat somit ein inhaltliches Feld im Dancehall, über das bis dato nur Männer gesungen hatten. Ein Beispiel für ihre Musik ist der Song <em><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7KijSBqHaE0gNsogRskdrq?si=8c427e555d784cd2" target="_blank" rel="noopener">Sycamore Tree</a>.</em><strong><br />
</strong></li>
<li><em><strong>Spice</strong></em> ist aktuell eine der erfolgreichsten Dancehall-Künstlerinnen. So hat ihr YouTube-Kanal inzwischen fast 2,7 Millionen Abonnenten. Neben ihrer Musik setzt sich die Musikerin auch für Frauenrechte in der Musikbranche ein. In ihrem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6rgSSesTJGyjQuvx06l3jU?si=0bd8e50f538747e9" target="_blank" rel="noopener"><em>So Mi Like It</em></a> können Sie die Künstlerin singen hören.</li>
</ul>
<h2>Künstlerin im Reggaeton</h2>
<p>Im Reggaeton verschmilzt der Reggae mit lateinamerikanischer Musik. Neben diesen musikalischen Elementen wird in der Musik häufig auch auf Spanisch gesungen. Insbesondere Musiker&#8217;innen aus Puerto Rico machten Reggaeton erfolgreich international bekannt. Auch heute kommen viele bekannte Reggaeton-Künstler&#8217;innen aus dem lateinamerikanischen Bereich.</p>
<ul>
<li><em><strong>Ivy Queen</strong></em> trägt auch den Spitznamen „Queen of Reggaeton“, weil sie sich früh in dem Genre neben ihren männlichen Kollegen behauptete. Ihr Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5JLV62rg4jtnoElc4P9F6K?si=f5d1e4e8884c4d8d" target="_blank" rel="noopener"><em>Quiero Bailar</em></a> ist ein feministischer Reggaeton-Klassiker.</li>
<li><em><strong>Karol G</strong></em> ist eine kolumbianische Sängerin. Neben Reggaeton lässt sie auch Elemente aus dem R&amp;B und dem Pop in ihre Musik einfließen. Einer ihrer neusten Songs aus dem Jahr 2024 ist <em><a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6eDU6kAtlOLVEkVu4st1Bt?si=10a1cb9a232348e4" target="_blank" rel="noopener">No Me Cansare</a></em>.</li>
<li><em><strong>La Sista</strong></em> kommt aus Puerto Rico. Zu ihrem Beitrag im Reggaeton gehört, dass sie sozialkritische Themen in das Genre mit einbringt. Auf ihrem bis dato neusten Album ist unter anderem der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1r58x4rnNuPBK75P6dsV75?si=8c1f6ec152e541b4" target="_blank" rel="noopener"><em>Mi Oración</em></a> erschienen.</li>
</ul>
<p>Auch wenn Reggae noch immer als eine von Männern dominierte Musik erscheint, sind auch in allen Unterformen des Genres Frauen als Musikerinnen tätig. Auf unserem Blog können Sie auch eine detailliertere Beschreibung der hier genannten <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-wichtigsten-reggae-arten-kurz-erklaert">Reggae-Arten</a> mit weiteren Musikvorschlägen finden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/reggae-kuenstlerin-im-focus-bedeutende-frauen-des-genres/">Reggae Künstlerin im Focus: Bedeutende Frauen des Genres</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die wichtigsten Reggae-Arten kurz erklärt</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-wichtigsten-reggae-arten-kurz-erklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie-Luise Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2025 08:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[popularmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Reggae]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verschiedene Reggae-Arten haben sich bis heute gebildet und über den Globus ausgebreitet. Das Genre erfreut sich nicht nur in seiner jamaikanischen Heimat großer Beliebtheit. Deshalb gibt dieser Artikel einen kurzen Überblick über die wichtigsten Stilrichtungen des Reggae. Die Verlinkungen zu... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-wichtigsten-reggae-arten-kurz-erklaert/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Verschiedene Reggae-Arten haben sich bis heute gebildet und über den Globus ausgebreitet. Das Genre erfreut sich nicht nur in seiner jamaikanischen Heimat großer Beliebtheit. Deshalb gibt dieser Artikel einen kurzen Überblick über die wichtigsten Stilrichtungen des Reggae. Die Verlinkungen zu einzelnen Songs führen zu Spotify.</p>
<h2>Early Reggae</h2>
<p>Beim Early Reggae handelt es sich um die frühste Art des Reggae. Das Subgenre (und der Reggae im Allgemeinen) entstand aus den Musikstilen Rocksteady und Ska. Bei beiden Musikstilen handelt es sich um jamaikanische Tanzmusik, die sich während der 1950er Jahre entwickelte. Early Reggae ist im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern jedoch schneller als der Rocksteady und rhythmisch komplexer als der Ska. Dazu kommt der für den gesamten Reggae typische Offbeat, bei welchem die Achtel zwischen den betonten Zählzeiten durch die HiHat des Schlagzeugs sowie weitere Instrumente wie der Rhythmusgitarre oder der Orgel betont werden. Hinzu fügt sich der Gesang, welcher stark an die Harmonik von Soul-Musik angelehnt ist.</p>
<div id="attachment_5251" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5251" class="wp-image-5251 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-300x169.jpg" alt="Reggae Arten sind Early Reggae, Roots, Dub, Dancehall und Reggaeton. Rocksteady und Ska sind Vorläufer." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-600x338.jpg 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley.jpg 817w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5251" class="wp-caption-text">Nicht nur Bob Marley hat viel zur Entwicklung der Reggae-Musik beigetragen. Quelle: <a class="external text" href="https://secure.flickr.com/people/33439023@N00" target="_blank" rel="nofollow noopener">Eddie Mallin</a> auf <a href="https://secure.flickr.com/photos/dubpics/5619966355/" target="_blank" rel="noopener">Flickr</a>, <a title="Creative Commons Attribution 2.0" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a></p></div>
<p>Die Songtexte beschäftigten sich oftmals mit der Liebe und anzüglichen Inhalten, jedoch finden sich auch schon in diesem Subgenre sozialkritische Themen. Häufig genutzt wurden auch Effekte wie Hall oder Delay für die die Gitarren und die Orgel. In der Musikproduktion hatten die Studios häufig eine feste Band, die alle instrumentalen Aufnahmen des Hauses einspielte. Das Instrumental wird auch „Riddim“ genannt. Die Sänger und Gesangsgruppen wurden hingegen für eine festgelegte Gage zum Einsingen spezifischer Songs hinzugeholt. Die Aufnahmen wurden häufig in Form von einzelnen Singles veröffentlicht. Das ermöglichte es auch finanziell schwachen Personengruppen, die Musik zu erwerben. Bei den LPs dieser Zeit handelt es sich häufig um Zusammenstellungen von bereits erschienenen Singles.</p>
<h3>Musiker&#8217;innen des Early Reggae:</h3>
<p>Die Musiker&#8217;innen des Early Reggae waren im Prinzip die Erfinder des Reggae-Genres. Im Folgenden könne Sie sich ein paar Songs aus dieser Zeit anhören:</p>
<ul>
<li><strong>Derrick Morgan:</strong> Dem Sänger Derrick Morgan (*1940) wird mit seiner Neuauflage des Ska-Titels <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0wlcTicv6yebisOPt0Rr3z?si=76857e2f623542db" target="_blank" rel="noopener"><em>Fat Man</em></a> teilweise die erste Reggae-Aufnahme zugeschrieben. Dies ist jedoch umstritten, ein eindeutig erster Reggae Song ist wohl nicht auszumachen.</li>
<li><strong>Toots &amp; the Mytals:</strong> Leadsänger dieser Musikgruppe war der jamaikanische Sänger Frederick „Toots“ Hibbert (*1946). Im Jahr 1962 formierte er mit seinen zwei Freunden Raleigh Gordon und Jerry Mathias ein Gesangstrio — <em>the Mytals</em>. Auch ihnen könnte mit dem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4IRez9aVdgMovCqghJ2BAN?si=92711823b3b3445f" target="_blank" rel="noopener"><em>Do the Reggay</em></a> der erste Reggae-Song zugeordnet werden.</li>
<li><strong><span class="mw-page-title-main">The Ethiopians</span></strong><span class="mw-page-title-main"> ist eine Band des Early Reggae, deren Mitglieder auch von Rastafari geprägt waren. Daher gilt sie auch als Wegbereiter des Roots-Reggae. In ihrer Musik zeigten sich beispielsweise schon sozialkritische Themen wie in ihrem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5zmWqhwriJRLBRDEKBAk8t?si=79ee7879af854ac4" target="_blank" rel="noopener"><em>Everything Crash</em></a>.<br />
</span></li>
</ul>
<h2>Roots Reggae</h2>
<p>Der Roots Reggae ist wohl die den meisten bekannte „klassische“ Stilrichtung des Reggae. Bekannte Künstler&#8217;innen des Stils sind <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-marley-familie-eine-liste-der-bekannten-reggae-musikerinnen/" target="_blank" rel="noopener">Bob Marley und seine Familie</a>. Dabei handelt es sich um eine Form der Musik, welche sich bereits relativ früh aus dem Rocksteady und dem Early Reggae entwickelte. Im Vergleich zum Early Reggae tritt hier ein langsameres Tempo auf und die Texte der Musik werden wichtiger. Dabei ist der Roots Reggae insbesondere mit der Rastafari-Religion verbunden. So sind in den Texten oftmals religiöse Inhalte zu finden, wie beispielsweise in Bob Marleys Lied <em>Exodus</em>. Darüber hinaus setzen sich die Musiker&#8217;innen mit der afrikanischen Diaspora und den gesellschaftlichen Strukturen kritisch auseinander.</p>
<p>Im zeitlichen Kontext war die Stilrichtung vor allem während der 70er Jahre weit verbreitet und ihr Einfluss ging während der 1980er Jahre zurück. Bekannte Künstler dieser Zeit waren Peter Tosh, Gregory Isaacs und Max Romeo.</p>
<h3>Aktuelle Künstler&#8217;innen des Roots-Reggae:</h3>
<p>Auch heute gibt es noch viele Musiker&#8217;innen, die sich dem Roots-Reggae widmen. Diese Reggae-Art erlebt in den letzten fünfzehn ein Revival.</p>
<ul>
<li><strong>Protoje</strong> gehört zu den Künstlern des Roots-Revivals. Neben Roots-Reggae sind in Protojes Musik auch Elemente des Dub zu finden. Ein gutes Beispiel für die Musik von Protoje ist der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5wYCh7qstEulWjDIkieJ0T?si=479566368db84b26" target="_blank" rel="noopener"><em>Who knows</em></a>, den er gemeinsam mit dem Künstler Chronixx im Jahre 2014 veröffentlichte.</li>
<li><strong>Gentleman</strong> ist ein international bekannter deutscher Reggae-Sänger. Daneben lässt er auch Einflüsse aus dem Hip-Hop in seine Musik einfließen. Dem Roots Reggae entsprechend greift er in seinen Songs auch sozialkritische Themen auf, wie beispielsweise in seinem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2xc8WSkjAp4xRGV6I1Aktb?si=85741bf400cd42ec" target="_blank" rel="noopener"><i>Superior</i></a>.</li>
<li><strong>SOJA:</strong> Die <em>Soldiers of Jah Army</em> eine amerikanische. Die Band wurde 1997 von mehreren Freunden gegründet, die bereits während ihrer Schulzeit gemeinsam unterschiedliche Musik gemacht hatten. Ein Beispiel für ihre Musik ist ihr Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3KHfeQATGdqjam7Rz8cqQz?si=b13da4df930d4382"><em>Bad News</em></a>, der sich kritisch mit der heutigen Medienkultur auseinandersetzt.</li>
<li><strong>Sara Lugo</strong> ist eine deutsche Reggae-Sängerin mit puerto-ricanischen Wurzeln. Seit 2005 ist sie erfolgreich als Reggae-Sängerin tätig. Dabei lässt sie sich auch häufig auf Kooperationen mit anderen Musiker&#8217;innen ein, wie beispielsweise in ihrem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6OAadSniIgROP0DIk9BCfg?si=8396c3417cc54540" target="_blank" rel="noopener"><em>Forward</em></a> mit Deliman.</li>
</ul>
<h2>Dub</h2>
<p>Dub ist ein Begriff, der eher eine Form der Musikproduktion beschreibt. Dabei geht es darum, die instrumentalen Bestandteile von bereits bestehenden Songs neu zu bearbeiten. Diese Praxis begann gegen Ende der 1960er Jahre und fiel so mit der Entstehung des Early Reggae zusammen. Zu dieser Zeit war es üblich, dass auf der B-Seite von 45-RPM-Schallplatten die instrumentale Version eines Songs ohne Gesang oder instrumentalen Solos festgehalten wurde. Grund dafür war, dass die feiernden Zuhörer eines Soundsystems gerne die Texte der gespielten Songs selbst sangen. Dazu wurden die sogenannten Dubplates (vom englischen „to double&#8220;) von den DJs der Soundsystems aufgelegt. Andererseits ermöglichte die instrumentale B-Seite den Künstler&#8217;innen jedoch auch, das Material des Songs für eigene Zwecke ohne den großen Aufwand der Stimmtrennung weiterzuverwenden.</p>
<p>Mit der Zeit begannen die DJs, selbst improvisierte Texte mit den von ihnen aufgelegten Dubplates zu singen. Dies führte dazu, dass die musikalischen Fähigkeiten eines DJs zu einem großen Anteil an der Kreativität seines Sprechgesangs <em>(Toasting</em>) gemessen wurde. Darüber hinaus werden die Instrumentalversionen der Dubplates im Studio weiter bearbeitet. Dabei trennt man die einzelnen Instrumentalspuren des Riddims, versieht sie mit Effekten und verarbeitet sie zu einem neuen Musikstück. Darauf wird dann das <em>Toasting</em> gesungen. Häufig verwendete Effekte sind beispielsweise Echo oder Reverb, oft gekoppelt mit Chorus- und Flanger-Effekten.</p>
<h3>Bekannte Künstler&#8217;innen des Dub:</h3>
<p>Dub-Musiker&#8217;innen sind in zwei Dingen oft besonders gut: Zum einen können sie sehr gut mit Technik zur Musikproduktion umgehen. Auf der anderen Seite haben sie oftmals auch viel Übung in der sprachlichen Improvisation durch das <em>Toasting</em>.</p>
<ul>
<li><strong>Lee „Scratch“ Perry</strong>: Perry gilt im Allgemeinen als einer der einflussreichsten Personen in der Entwicklung des Reggae. Seit dem Beginn seiner Karriere im jamaikanischen Musikbusiness in den 1950er Jahren hat er die Szene bis zu seinem Tod 2021 als aktiver Musiker und Musikproduzent geprägt. So wurden auch noch mehrere Alben in seinem Todesjahr veröffentlicht, unter anderem mit dem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/3LNdJEGJJRlJkmxtIOcC1t?si=6a2b6bb97e91442e" target="_blank" rel="noopener"><em>Punky Reggae Party Dub</em></a>.</li>
<li><strong>Alpha &amp; Omega:</strong> Die britische Musikgruppe wurde von der Bassistin Christine Woodbridge und dem Keyboarder John Sprosen in den 1980er Jahren gegründet. Auch wenn sich die Musiker&#8217;innen an Dub-Künstler&#8217;innen der 1970er orientieren, wird ihr Stil als „einzigartig britisch&#8220; bezeichnet.  Auf ihrem erst kürzlich in Zusammenarbeit mit Indica Dubs veröffentlichten Album Jah Guide &amp; Protect erschien unter anderem der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/27tKCisBnxPFyzAhi8KBLF?si=0ce43e034b564648" target="_blank" rel="noopener"><em>Conquering Horns</em></a>.</li>
<li><strong>The Rootsman</strong> ist ein britischer DJ, der auch Dub-Musik macht. Neben den aus dem Reggae stammenden Riddims verarbeitete er auch Tonspuren aus dem afrikanischen, asiatischen und arabischen Raum in seiner Musik. Dies können Sie zum Beispiel in dem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5hvBoHfJySOWMBEbbpBjAc?si=fe1a93dbcdcd421e" target="_blank" rel="noopener"><em>Ancient Vibrations</em></a> gut hören.</li>
</ul>
<h2>Dancehall</h2>
<p>Beim Dancehall handelt es sich um eine Art des Reggae, welcher auch Einflüsse aus dem Hip-Hop und der elektronischen Tanzmusik Jamaikas während der 1980er Jahre vereint. Dabei war der Begriff Dancehall ursprünglich nicht für den Musikstil bezeichnend. Viel mehr war mit Dancehall einfach die Musik im Allgemeinen gemeint, die ab den 1980er Jahren auf den jamaikanischen Tanzveranstaltungen (in den sogenannten Dancehalls) spielte. Musikalisch dominierte dabei das Subgenre Raggamuffin (kurz Ragga), weshalb die beiden Begriffe heute oftmals als Synonyme Verwendung finden.</p>
<p>Durch die Entwicklung im Zuge der elektronischen Tanzmusik zeichnet sich die Stilrichtung des Reggae durch elektronische Instrumentalisierung und tanzbare Rhythmen aus. Dabei werden Synthesizer oder Drumcomputer verwendet, um die basslastigen Riddims zu erzeugen. Über diese Instrumentalstücke wird ein Toasting gesungen. Im Gegensatz zum Rap beinhaltet das Toasting hier jedoch mehr melodische Anteile. Sprachlich wählen Künstler&#8217;innen häufig das jamaikanische Patois. Inhaltlich spielen im Gegensatz zum Roots Reggae religiöse Themen kaum eine Rolle. Dafür werden im Dancehall die Themen Sexualität, Armut und Gewalt thematisiert. Dabei können die Texte, in Ähnlichkeit zum Hip-Hop, stark sexualisierend, gewaltverherrlichend und frauenfeindlich sein.</p>
<p>Darüber hinaus besteht auch eine homophobe Strömung in der Szene. Jedoch wird die Musik auch von Sängerinnen wie <em>Danger</em> genutzt, um gegen ihre geschlechtsspezifische Diskriminierung zu protestieren. Der Musikstil verbreitete sich über jamaikanische Auswanderer in England und erlangte seit den 1990ern immer größere Bekanntheit auf unserem Kontinent. Ab den 2010er Jahren beeinflusste die tanzbare Musik zunehmend auch die Produktion westlicher populärer Musik.</p>
<h3>Bekannte Dancehall-Musiker&#8217;innen:</h3>
<p>Dancehall-Musiker&#8217;innen haben es auch in Deutschland häufiger in die Radios geschafft. Deshalb könnte Ihnen der ein oder andere hier genannte Künstler&#8217;innen durchaus bekannt vorkommen.</p>
<ul>
<li><strong>Wayne Smith</strong>: Der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/1YjBJlLZh4wwnfYZCr3jrE?si=dd3750e8cbc046d6" target="_blank" rel="noopener"><em>Under Me Sleng Teng</em></a> (1985) des jamaikanischen Künstlers wird häufig als erstes Lied des Dancehall angesehen. Der Musiker generierte für den Song erstmalig einen Rhythmus mit einem elektronische Casio-Keyboard. Deshalb wird er als Startpunkt des Einzuges digitaler Klangerzeugung in die Reggaemusik angesehen.</li>
<li><strong>Seeed:</strong> Seed ist eine deutsche Dancehall-Band, die sich 1998 gründete. Zu ihren drei Leadsängern gehört auch der bekannte Musiker Peter Fox. Die Musikgruppe ist bis heute aktiv. Im Jahr 2002 landete sie mit ihrem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5RDzDwEpLkntnpdMqNJO7k?si=c93a221f19c4461b" target="_blank" rel="noopener"><em>Waterpumpee</em></a> als erste deutschsprachige Band einen Hit in den Staaten Tobago und Trinidad. Daran schloss sich auch eine ganze Tour durch Afrika an.</li>
<li><strong>Sean Paul</strong> mag Ihnen vielleicht ein bekannter Name sein, weil er während der 2010er-Jahre auch in Deutschland mehrere Hits landete. Unter anderem wurde der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4odiyU3myG29Ld0wurMfE8?si=bd088157471c4d21" target="_blank" rel="noopener"><em>She Doesn&#8217;t Mind</em></a> des Jamaikaners in dieser Zeit sehr häufig im Radio gespielt.</li>
<li><strong>Lady Saw </strong>gilt als erste Sängerin, die während der 1990er Jahre als Frau erfolgreich die männlich dominierten Bühnen des Dancehall betrat. Erfolgreich wurde sie auch deshalb, weil sie den Mut hatte, sich wie ihre männlichen Kollegen explizit zu sexuellen Themen in ihrer Musik zu äußern. Durch ihre erfolgreiche Single <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6lY4Hj3PeGuZueTDfg87jO?si=39d1c628e1734711" target="_blank" rel="noopener"><em>Find a Good Man</em></a> war es ihr auch möglich auf großen Reggae-Festivals wie dem Reggae-Sunsplash auf Jamaika aufzutreten.</li>
</ul>
<h2>Reggaeton</h2>
<p>Bei diesem Musikstil handelt es sich um eine Mischung verschiedener Musikrichtungen, unter denen der Reggae nur eine ist. Häufig wird das Genre und seine Entstehungsgeschichte während der 1980er Jahre dem Land Puerto Rico zugeordnet, wobei dies nicht unumstritten ist. Dem liegt zugrunde, dass die ersten lateinamerikanischen Reggae Songs nicht aus Puerto Rico, sondern aus Panama stammen. Die musikalische Form des Reggaeton wurde danach aber insbesondere von puerto-ricanischen Musiker&#8217;innen definiert, welche den Stil auch international bekannt machten. Fest steht jedoch, dass der Musikstil starke lateinamerikanische Einflüsse hat: Der Gesang ist häufig Spanisch und es finden sich Elemente aus dem Salsa oder dem Merengue in der Musik. Daneben beeinflussten der Hip-Hop und der Dancehall die Musik stark. Während der 2000er erreichte der Musikstil internationale Bekanntheit.</p>
<h3>Bekannte Künstler&#8217;innen des Reggaeton:</h3>
<p>Reggaeton ist ein lateinamerikanischer Musikstil, der bis heute auch im deutschen Radio zu hören ist. Trotz der internationalen Verbreitung der Musik durch die digitalen Medien ist wird das Genre bis heute noch sehr häufig von lateinamerikanische Musiker&#8217;innen auf die Bühne gebracht.</p>
<ul>
<li><strong>Don Omar:</strong> Der „King of Reggaeton&#8220; stammt aus Puerto Rico und wurde von den Zeitschriften <em>Billboard</em> und <em>Rolling</em> <em>Stone</em> als Legende des Musikstils anerkannt. Der Sänger gehört zu den Personen, die Reggaeton international bekannt machten. In Deutschland erreichte er 2010 mit seinem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/6DXLO8LndZMVOHM0wNbpzg?si=6f87af92be234e18" target="_blank" rel="noopener"><em>Danza Kuduro</em></a> den ersten Platz der Charts.</li>
<li><strong>DJ Nelson:</strong> Der ebenfalls puerto-ricanische DJ Nelson spielte neben anderen seit den 1990ern eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Popularisierung des Musikstils. 2004 veröffentlichte er als Produzent beispielsweise den Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4BLIFDDhS6zByPJrjIK3jR?si=7f4a3e23f5374b89" target="_blank" rel="noopener"><em>Noche de Travesura</em></a>, in dem Divino und Héctor el Father als Rapper zu hören sind.</li>
<li><strong>Natti Natasha</strong> ist eine Reggaeton-Sängerin, die aus der Dominikanischen Republik kommt. Nachdem sie mit Freundinnnen eine Band gegründet hatte, wurde Don Omars Label Orfanto auf sie aufmerksam, welches sie zu Beginn ihrer Karriere viel unterstüzte. Ihr bislang erfolgreichster Song im deutssprachigen Raum war <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2ijef6ni2amuunRoKTlgww?si=2ec2111238d543da" target="_blank" rel="noopener"><em>Sin Pijama</em></a>, mit dem sie auf Platz 33 der schweizer Singlecharts im Jahr 2018 landete.</li>
</ul>
<p>Dieser Artikel zeigt, wie vielfältig die verschiedenen Reggae-Arten sind. Dabei gitb es nicht nur innerhalb des Reggae neue Erfindungen, sondern die Musik vermischt sich auch mit anderen Musikstilen, wie beispielsweise dem Hip-Hop. In weiteren Artikeln stellen wir Ihnen verschiedene <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/bpm-im-hip-hop-das-richtige-tempo-fuer-ihren-beat/" target="_blank" rel="noopener">Hip-Hop-Stile</a> und <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/jazz-subgenres-diese-stile-gibt-es/" target="_blank" rel="noopener">Jazz-Arten</a> vor.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p>Bratfisch, R. (2003). Das grosse Reggae-Lexikon: Rastas, Riddims, Roots &amp; Reggae: vom Ska zum Dancehall — die Musik, die aus Jamaika kam. Schwarzkopf und Schwarzkopf.</p>
<p>Moskowitz, D. V. (2006). Caribbean popular music: An encyclopedia of reggae, mento, ska, rock steady, and dancehall. Greenwood Press.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-wichtigsten-reggae-arten-kurz-erklaert/">Die wichtigsten Reggae-Arten kurz erklärt</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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		<title>Die Marley Familie — Reggae Musiker&#8217;innen im Überblick</title>
		<link>https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-marley-familie-eine-liste-der-bekannten-reggae-musikerinnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marie-Luise Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 07:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Definitionen ‒ Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Musikethnologie]]></category>
		<category><![CDATA[musikgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[popularmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Reggae]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/?p=4972</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bob Marley ist wohl der bekannteste Reggae-Musiker der Welt. Doch ist er nicht der einzige Singer-Songwriter seiner Familie. Deshalb wirft dieser Artikel neben Bob Marley auch einen Blick auf anderer Musiker&#8217;innen seiner Familie. Dabei werden Songs und Alben der einzelnen... <a class="more-link" href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-marley-familie-eine-liste-der-bekannten-reggae-musikerinnen/">Weiterlesen &#8594;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-marley-familie-eine-liste-der-bekannten-reggae-musikerinnen/">Die Marley Familie — Reggae Musiker&#8217;innen im Überblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bob Marley ist wohl der bekannteste Reggae-Musiker der Welt. Doch ist er nicht der einzige Singer-Songwriter seiner Familie. Deshalb wirft dieser Artikel neben Bob Marley auch einen Blick auf anderer Musiker&#8217;innen seiner Familie. Dabei werden Songs und Alben der einzelnen Personen vorgestellt, die Sie auf Spotify anhören können.</p>
<h2>Die Marley Familie im Überblick</h2>
<p>Die Familie des wohl bekanntesten Reggae-Künstlers ist stark mit der jamaikanischen Musiktradition und dem Rastafari-Glauben verwoben. Obwohl Bob Marley die Entstehung des Reggae stark prägte und die Musik international sehr bekannt machte, haben auch viele seiner Familienmitglieder eine musikalische Karriere eingeschlagen. Die Familie setzt sich zusammen aus den Kindern von Bob und Rita Marley sowie weiteren Kindern, die nicht aus der Ehe der beiden stammen.</p>
<div id="attachment_5530" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley.png" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5530" class="wp-image-5530 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-300x169.png" alt="Stammbaum der Marleys" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-300x169.png 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-1024x576.png 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-768x432.png 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-1536x864.png 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-2048x1152.png 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-945x532.png 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Stammbaum_Marley-600x338.png 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5530" class="wp-caption-text">Hier können Sie die Verwandtschaftsverhältnisse besser nachvollziehen. Grafik: Marie-Luise Hartmann</p></div>
<h2>Wichtige Verwandte aus der Familie für Bob Marley</h2>
<p>Bob Marley selbst wurde in Jamaika geboren. Dieser Absatz erklärt ihnen, wer seine Eltern waren und wie er im späteren Leben seine Ehefrau kennenlernte. Außerdem können Sie etwas mehr über den „Tuff Gong“ selbst erfahren.</p>
<h3>Cedella Marley Booker</h3>
<p>Cedella Booker ist die Mutter von Bob Marley. Sie wurde 1925 in Saint Ann auf Jamaika geboren und heiratete 1944 den britischen Hauptmann Norval Sinclair Marley. Sie brachte den wohl bekanntesten Musiker des Reggae zur Welt und zog ihn mit seinen Geschwistern nach der Trennung von Norval Marley alleine in Kingstons Ghetto Trenchtown groß. Nach dem Tod ihres Sohnes schrieb Booker einige Bücher über ihn und veröffentlichte ebenfalls eigene Musik. Ein Beispiel dafür ist ihre Cover-Version von <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/13perPfa0vMbg2zAlYaTub?si=17f90cf2ea894a14" target="_blank" rel="noopener"><em>Three Little Birds</em></a>.</p>
<h3>Robert Nesta „Bob“ Marley</h3>
<p>Bob Marley wurde 1945 in der Heimatstadt seiner Mutter, Saint Ann, geboren. In seinem 14. Lebensjahr zog er mit seiner Mutter nach Trenchtown (Kingston), wo später seine musikalische Karriere begann. Seine erste Single <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/0DN4WqaZ31UIR2pd4teQlm?si=73c00e5d311a4947" target="_blank" rel="noopener"><em>Judge Not</em></a> erschien 1962. Später gründete er mit seinen beiden Freunden Peter Tosh und Bunny Wailer die Band <em>Bob Marley and the Wailers</em>. Der internationale Erfolg der Band machte den damals neuen Musikstil Reggae und die Rastafari-Religion weltweit bekannt. Ein gutes Beispiel für die Verstrickung von Reggae und Rastafari ist der Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/5MRQvbpvXejJJy0OWciP8G?si=3d4941b9e65d4c48" target="_blank" rel="noopener"><em>Exodus</em></a> der Wailers, in welchem es um die biblische Völkervertreibung geht. Der Musiker verstarb 1981 im Alter von 36 Jahren an Krebs.</p>
<div id="attachment_5251" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5251" class="wp-image-5251 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-300x169.jpg" alt="Bob Marley singt und spielt Gitarre auf einem Konzert 1980 in Dalymount Park." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley-600x338.jpg 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/Bob_Marley.jpg 817w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5251" class="wp-caption-text">Bob Marley 1980 auf einem Konzert in Dalymount Park. Quelle: <a class="external text" href="https://secure.flickr.com/people/33439023@N00" target="_blank" rel="nofollow noopener">Eddie Mallin</a> auf <a href="https://secure.flickr.com/photos/dubpics/5619966355/" target="_blank" rel="noopener">Flickr</a>, <a title="Creative Commons Attribution 2.0" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a>.</p></div>
<h3>Rita Marley</h3>
<p>Rita Marley, die Ehefrau von Bob wurde 1946 in Kuba geboren und begann ihre musikalische Karriere bei der Ska-Gruppe <em>Soulettes</em>. In den 60er Jahren wurde sie Mitglied der Backgroundgruppe<em> I-Threes</em> für die <em>Wailers</em>. 1966 heiratete sie dann Bob. Bis zum Tod ihres Mannes unterstützte sie seine Karriere und verwaltet seither sein Erbe. Sie veröffentlicht auch eigene Musikalben, zum Beispiel den Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/79ERRFUXkl4W9TZJmMQ9eh?si=41d3c768bbeb4159" target="_blank" rel="noopener"><em>That&#8217;s the way</em></a>. Zudem schrieb sie ein autobiografisches Buch über ihr Leben mit ihrem Ehemann.</p>
<div id="attachment_5252" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/640px-Bob_Marley_I_Threes.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5252" class="wp-image-5252 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/640px-Bob_Marley_I_Threes-300x169.jpg" alt="Foto der I-Threes, mit Rita in der Mitte" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/640px-Bob_Marley_I_Threes-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/640px-Bob_Marley_I_Threes-600x338.jpg 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/09/640px-Bob_Marley_I_Threes.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5252" class="wp-caption-text">Die I-Threes auf einem Konzert mit den Wailers. Mittig steht Rita Marley. Quelle: <a class="external text" href="https://secure.flickr.com/people/33439023@N00" target="_blank" rel="nofollow noopener">Eddie Mallin</a> auf <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10846766" target="_blank" rel="noopener">Wikimedia</a>, <a title="Creative Commons Attribution 2.0" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a>.</p></div>
<h2>Kinder der Familie von Rita und Bob Marley</h2>
<p>Aus der Ehe von Rita und Bob Marley gingen mehrere Kinder hervor, die hier im Folgenden genannt werden. Alle gemeinsamen Kinder des Ehepaares sind bis heute auch als Musiker&#8217;innen tätig.</p>
<h3>David „Ziggy“ Nesta Marley</h3>
<p>Ziggy Marley, der älteste Sohn von Rita und Bob, wurde 1968 geboren. Gemeinsam mit einigen Geschwistern gründete er die Band <em>Ziggy Marley and the Melody Makers</em>, welche bis 2002 bestand. Von Kritikern wurde die Band sehr gelobt und konnte auch mehrere Grammy Awards gewinnen. Nach dem Aus der <em>Melody Makers</em> begann der Künstler seine Solokarriere und gründete sein eigenes Plattenlabel <em>Ghetto Youth United</em>. Neben der Veröffentlichung seiner eigenen Musik unterstützt das Label auch junge Künstler aus Jamaika. In seinem Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/77dDLgXr3IBL5ZYBeJJfKR?si=a8464d0f0e1441f6" target="_blank" rel="noopener"><em>Personal Revolution</em></a> können Sie ihn live singen und Gitarre spielen hören.</p>
<div id="attachment_6169" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/12/Ziggy_Marley_Austin.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-6169" class="wp-image-6169 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/12/Ziggy_Marley_Austin-300x169.jpg" alt="Ziggy Marley singt und spielt Gitarre" width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/12/Ziggy_Marley_Austin-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/12/Ziggy_Marley_Austin-600x338.jpg 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/12/Ziggy_Marley_Austin.jpg 692w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-6169" class="wp-caption-text">Der Singer-Songwriter auf einem Live-Konzert. Quelle: <a class="external text" href="https://www.flickr.com/people/jaywestphotography/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Jay West</a> auf <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4086325" target="_blank" rel="noopener">Wikimedia</a>, <a title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 3.0</a>.</p></div>
<h3>Stephen Marley</h3>
<p>Stephen Marley, der zweite Sohn des Ehepaares (1972) ist ebenfalls bekannter Musiker und Musikproduzent. Er gewann insgesamt neun Grammy-Awards, sowohl für seine eigene Musik sowie als Produzent der Alben seiner Brüder Damian und Stephen. Wie seine Brüder war er auch Mitglied der <em>Melody Makers,</em> bevor er sich seiner Sokokarriere mit Alben wie <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/0J6JtP3hyCEqenKHjrE0um?si=UyWMLhQGRGGRzBhvLVslqw" target="_blank" rel="noopener"><em>Old Soul</em></a> widmete.</p>
<h3>Cedella Marley</h3>
<p>Die einzige gemeinsame Tochter ist Cedella Marley (1962), wie in dem Stammbaum erkennbar. Ihre Eltern benannten sie nach Roberts Mutter. Seit ihrer Zeit bei den <em>Melody Makers</em> ist sie bis heute sporadisch als Musikerin aktiv. Ihr Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/7mn8fbxucArEwpmeHksZtD?si=cd984faec67e40db" target="_blank" rel="noopener"><em>Misunderstood</em></a> ist ein gutes Beispiel für die Reggae-Einflüsse in ihrer Musik. Zusätzlich ist sie auch erfolgreiche Geschäftsfrau und Designerin. Sie leitet das von ihrem Vater gegründete Label Tuff Gong aktiv und ist Direktorin der <a href="https://bobmarleyfoundation.org/" target="_blank" rel="noopener"><em>Bob Marley Foundation</em></a>, welche benachteiligte Menschen in Jamaika unterstützt.</p>
<h2>Weitere Marley-Kinder</h2>
<p>Neben den Kindern von Rita hat Bob Marley wohl noch eine undefinierte Anzahl an weiteren Kindern. Dies hängt seiner Vielzahl an anderen Beziehungen zusammen, die er mit anderen Frauen führte. Nicht für alle dieser Kinder ist eindeutig klar, dass sie von dem Musiker abstammen. Daneben brachte seine Frau Rita noch eine Tochter in ihre Ehe mit. Im folgenden Absatz werden einige bekanntere Kinder vorgestellt.</p>
<h3>Julian Marley</h3>
<p>1975 als Sohn von Lucy Ponder und Bob geboren, wuchs Julian Marley bei seiner Mutter in London auf. Dennoch verbrachte aber auch viel Zeit in Jamaika. Er wurde unter anderem mit den Alben <em><a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/6ALyNLesy615CzZRT0W5lR?si=yQxccPjVQJayF5H97YfDMw" target="_blank" rel="noopener">Awake</a> </em>(2010) und<a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/4jwdfSqcclUXP5KGmZcTE8?si=_ZY-m4IASFi8pdRVLbv2hw" target="_blank" rel="noopener"><em> As I Am</em></a> (2019) für den Grammy nominiert. Seine Musik ist stark vom Roots Reggae geprägt und behandelt häufig politischen oder sozialen Themen wie im Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/2UcOfudbHfq3IrrsEWAYua?si=11739a438aec44d3" target="_blank" rel="noopener"><em>War</em> Zone</a>.</p>
<div id="attachment_5523" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Julian_Marley.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5523" class="wp-image-5523 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Julian_Marley-300x169.jpg" alt="Der Musiker Julian Marley während eines Konzerts." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Julian_Marley-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Julian_Marley-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Julian_Marley-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Julian_Marley-600x338.jpg 600w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Julian_Marley.jpg 1023w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5523" class="wp-caption-text">Julian Marley bei einem seiner Konzerte im Jahr 2010. Quelle: <a class="external text" href="https://www.flickr.com/photos/27415004@N05" target="_blank" rel="nofollow noopener">Alessio Del Regno</a> auf <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11079640" target="_blank" rel="noopener">Wikimedia</a>, <a title="Creative Commons Attribution 2.0" href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a>.</p></div>
<h3>Ky-Mani Marley</h3>
<p>Ky-Mani Marley ist der Sohn von der jamaikanischen Tennisspielerin Anita Belnavis und Bob, der 1976 geboren wurde. Er wuchs in den USA auf, weshalb seine Reggae-Musik häufig mit Stilelementen des amerikanischen Rhythm and Blues kombiniert. Der Singer-Songwriter veröffentlichte unter anderem den Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/01E6i895zC6OqHwMgXfo4R?si=1f81fbe9d99846d9" target="_blank" rel="noopener"><em>Dear Dad</em></a>, welcher auf einem Brief an seinen früh verstorbenen Vater basiert.</p>
<div id="attachment_5524" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5524" class="wp-image-5524 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-300x169.jpg" alt="Der Künstler Ky-Mani Marley singt 2014 auf dem Festival de Vieilles in Charrues." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Festival_des_Vieilles_Charrues_2014_-_Ky-Mani_Marley_-_075-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5524" class="wp-caption-text">KY-Mani Marley 2014 auf dem Festival de Vieillesin Charrues. Quelle: <a title="User:Thesupermat" href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Thesupermat" target="_blank" rel="noopener">Thesupermat</a> auf <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36191459" target="_blank" rel="noopener">Wikimedia</a>, <a title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 3.0</a>.</p></div>
<h3>Damian „Jr. Gong“ Robert Nesta Marley</h3>
<p>Geboren als Sohn von Bob und Cindy Breakspeare 1978, begann Damian seine musikalische Karriere in der Band <em>The Shepherds</em>. 1996 veröffentlichte er sein erstes <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/1ggWmG1iMZCdSQxutY86is?si=qoBid06xRaqSkNB7z53UIQ">Soloalbum</a> über das Label <a href="https://tuffgongmusic.com/" target="_blank" rel="noopener"><em>Tuff Gong</em></a> seines Vaters. 2002 gewann der Musiker mit <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/79A9fjAyeGil2IvBXfBjMj?si=Fyj-ZgWfQgmA9CeT5Iob2g" target="_blank" rel="noopener"><em>Halfway Tree</em></a> (2001) seinen ersten Grammy des besten Reggae-Albums. Der Künstler verortet sich selbst allgemein in der jamaikanischen Musikkultur und bringt auch Stilelemente aus dem Hip-Hop und afrikanische Klänge in seine Musik ein.</p>
<div id="attachment_5525" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-5525" class="wp-image-5525 size-medium" src="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-300x169.jpg" alt="Damian Marley singt auf der roten Bühne des Summerjam-Festivals 2015." width="300" height="169" srcset="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-300x169.jpg 300w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-1024x576.jpg 1024w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-768x432.jpg 768w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-1536x864.jpg 1536w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-2048x1152.jpg 2048w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-945x532.jpg 945w, https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/2024/10/Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha-600x338.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-5525" class="wp-caption-text">Damian Marley bei seinem Auftritt auf der roten Bühne des Summerjam-Festivals am 4. Juli 2015 in Köln. Quelle: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Emha?uselang=de" target="_blank" rel="noopener">Emha</a> auf <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Damian_Marley_Summerjam_20150704_IMG_0148_by_Emha.jpg" target="_blank" rel="noopener">Wikimedia</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 4.0</a>.</p></div>
<h3>Sharon Marley</h3>
<p>Sharon ist die erste Tochter von Rita, stammt jedoch nicht aus ihrer Beziehung mit Bob. Dieser adoptierte sie jedoch später. In ihrer Kindheit und Jugend war sie ebenfalls ein Mitglied der <em>Melody Makers</em>. Später machte sie auch eigene Musik. Vor kurzem erschien ihr Song <a href="https://open.spotify.com/intl-de/track/4ZHz87ZIi0ydDZZs0TXP8x?si=4cf95b9297a84120" target="_blank" rel="noopener">Steppah</a>, welchen sie gemeinsam mit Big Youth veröffentlichte.</p>
<p>In seiner Familie ist Bob Marley nicht der einzige Musiker. Auch viele seiner Kinder haben sich einer musikalischen Karriere zugewandt. Inzwischen haben sich auch einige seiner Enkelkinder eine Musikkarriere aufgebaut. Weil Bob Marley jedoch ein besonders berühmter Musiker des Reggae ist, wird seine Musik bis heute auch von anderen Künstlern in ihren Werken neu aufbereitet. Wie dieses <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/was-ist-remix/" target="_blank" rel="noopener">Remixing von Musik</a> funktioniert, können Sie ebenfalls auf unserem Blog erfahren.</p>
<h3>Quellen</h3>
<p>Bratfisch, R. (2003). Das grosse Reggae-Lexikon: Rastas, Riddims, Roots &amp; Reggae: vom Ska zum Dancehall – die Musik, die aus Jamaika kam. Schwarzkopf und Schwarzkopf.</p>
<p>Moskowitz, D. V. (2006). Caribbean popular music: An encyclopedia of reggae, mento, ska, rock steady, and dancehall. Greenwood Press.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de/die-marley-familie-eine-liste-der-bekannten-reggae-musikerinnen/">Die Marley Familie — Reggae Musiker&#8217;innen im Überblick</a> erschien zuerst auf <a href="https://systmus.blogs.uni-hamburg.de">SystMus</a>.</p>
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